Geriatrie und 7 typische Symptome

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Die 7 typischen Symptome der Geriatrie sind Bewegungsarmut, Verwirrtheit, Depression, Inkontinenz, Mangelernährung, Hautgeschwüre und Schmerzen.

In der Geriatrie werden verschiedene Medizinische Fachgebiete und -berufe, Pflegeberufe, Sozialdienste und Psychologen zusammengeführt. In den Ländern mit der höchsten Lebenserwartung steigt die mittlere Lebenserwartung pro vier Jahren um ein weiteres Jahr, also bekommt man heute pro erlebter Woche ein Wochenende dazu. Der dadurch steigende Kostendruck lässt die Alarmglocken schrillen. Denn auf der einen Seite stehen immer weniger erwerbstätige Menschen einer immer größer werdenden Anzahl alter und hochbetagter, chronisch kranker und versorgungsbedürftiger Menschen gegenüber. Andererseits führt die hohe medizinische Versorgungsqualität zu einem enormen Kostenanstieg.

Die Geriatrie soll ein Leben daheim statt im Heim ermöglichen und somit eine Pflegebedürftigkeit vermeiden helfen.

 

Typische Geriatrie-Symptome

In der Geriatrie sind bei den Patienten häufig Resignation, Isolation und Vereinsamung zu beobachten, wobei meist eine oder mehrere Ursachen dafür verantwortlich sind:

  • Immobilität, Instabilität, Sturzgefahr
  • Verwirrtheit, Demenz, Delirium
  • Depression
  • Inkontinenz, Obstipation
  • Mangelernährung, Exsikkose
  • Dekubitus
  • Schmerzen.

Bei unzureichender Behandlung dieser typischen Geriatrie-Symptome können Folgeerkrankungen mit Komplikationen, chronischer Entwicklung und Suizidgefahr die Folge sein. Eine bedeutende Stellung in der Geriatrie nimmt durch die demographische Entwicklung die Demenz ein – mit assoziierter Pflegebedürftigkeit. Im Alter von 80 bis 84 Jahren kommen noch nahezu 9 von 10 Betroffenen alleine zu Hause ohne Hilfe aus; im Alter ab 85 Jahre das 73%.

 

Regeln, um gesund ohne Pflegebedürftigkeit sehr alt zu werden

Diese Regeln erinnern grundsätzlich an die Antworten, die 100-jährige Menschen weiland in Interviews auf die Frage gegeben hatten, warum sie so alt geworden seien. Die Senioren sahen die Gründe in ausreichender Bewegung, maßvoller gesunder Ernährung, zahlreiche Sozialkontakte und Kommunikation, Lebensfreude und Optimismus, Ruhe, Toleranz sowie die Fähigkeit zur Stressbewältigung.

Unter solchen Lebensbedingungen treten die typischen Alterserkrankungen wesentlich später auf. So kommt es wesentlich seltener zu Typ II-Diabetes, wenn die verantwortlichen Risikofaktoren konsequent vermieden werden.

Wenn es somit in der Geriatrie gelingt, alten Menschen mittels »Empowerment« solche Lebensweisen anzunehmen und so natürlich inne wohnende Fähigkeiten, Kräfte und Ressourcen zu aktivieren, eröffnet sich auch alten Menschen die Möglichkeit, Selbstständigkeit und Selbstbestimmung zu leben – bei physischer und psychischer Gesundheit.

Allgemein sind in der Geriatrie also präventive aber auch therapeutische und rehabilitative Methoden von Bedeutung. Alten Menschen soll ein Leben daheim statt im Heim ermöglicht und dementsprechend eine Pflegebedürftigkeit vermieden werden.

Weitere Informationen: https://www.geron.org/

gerontologist.oxfordjournals.org/

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Lena Abensberg

MEDMIX-Redaktion, AFCOM Digital Publishing Team

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