Genvarianten beeinflussen Risiko für Asthma, Heuschnupfen und Ekzeme

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Verschiedene Genvarianten können das Risiko für die Entwicklung von Asthma, Heuschnupfen und Ekzeme deutlich erhöhen. Forscher haben dazu 41 Gene identifiziert.

Forscher haben in einer rezenten Studie der SciLifeLab an der Universität Uppsala insgesamt 141 Gene in unserem genetischen Material gefunden, die das genetische Risiko für Asthma, Heuschnupfen und Ekzeme weitgehend erklären. Dabei waren bis zu 41 der identifizierten Genvarianten bisher nicht mit einem erhöhten Risiko für diese Krankheiten verbunden.

 

41 relevante neue Genvarianten entdeckt

Das Risiko, an Asthma, Heuschnupfen oder Ekzemen zu erkranken, wird durch Gene, die Umwelt sowie den Lebensstil beeinflusst. Außerdem entwickeln viele Patienten mit einer dieser Krankheiten zu einem bestimmten Zeitpunkt im Leben auch die beiden Krankheiten.

SChon frühere Studien haben verschiedene Genvarianten gefunden, die eine Wirkung auf diese Krankheiten ausüben. Bislang war aber die Forschung nicht in der Lage, den gesamten genetischen Hintergrund für die Entstehung von Asthma, Heuschnupfen und Ekzemen zu erklären.

In dieser bislang größten Studie haben die Forscher nun die Daten von 350.000 Teilnehmern der britischen Biobank analysiert. Millionen von Genvarianten wurden auf ihre Wirkung auf das Risiko von Asthma, Heuschnupfen und / oder Ekzemen getestet.

Die 41 neuen Entdeckungen bestätigten jedenfalls, dass die meisten dieser neuen Genvarianten einen Einfluss auf das Risiko haben, dass eine Person an diesen Krankheiten erkrankt.

 

Höheres Risiko für Asthma, Heuschnupfen sowie Ekzeme

Alle drei Krankheiten – Asthma, Heuschnupfen und Ekzeme – entstehen durch einen komplexen Zusammenhang mehrerer Gene. Hinzu kommen Umwelt- und Lebensstil-Faktoren. Um den Alltag der Patienten verbessern zu können, ist es wichtig, neue passende Medikamente zu entwickeln. Diese sollten an die genetischen Risiken der einzelnen Patienten angepasst werden. Man muss dazu auch verstehen, wie unsere Umwelt und unser Lebensstil Krankheiten vorbeugen können. Und wie sich die Krankheitssymptome verbessern lassen.

Literatur:

Åsa Johansson, Mathias Rask-Andersen, Torgny Karlsson, Weronica E Ek. Genome-wide association analysis of 350 000 Caucasians from the UK Biobank identifies novel loci for asthma, hay fever and eczema. Published: 30 July 2019. Human Molecular Genetics, ddz175, https://doi.org/10.1093/hmg/ddz175

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Axel Rhindt

MEDMIX-Redaktion, AFCOM Digital Publishing Team

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