Gelenkersatz für schmerzfreie Bewegung

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Gelenkersatz kann heutzutage mit einer minimal-invasiven Operation durchgeführt werden. Ein Schlüsselloch-Verfahren ist für die Muskeln weitestgehend schonend.

Ein künstlicher Gelenkersatz bietet vielen Menschen die Chance, sich wieder schmerzfrei zu bewegen. Wie erfolgreich der Gelenkersatz heutzutage ist, zeigt das Fallbeispiel von Joachim Schander. Der mittlerweile 73-jährige Architekt aus Kassel war zeit seines Lebens ein sehr ambitionierter Freizeitsportler. Er nahm 16 Mal an einem Marathon teil und absolvierte über 200 Volksläufe in kürzeren Distanzen. Dadurch lief er jede Woche rund 50 Kilometer in drei bis vier Trainingseinheiten. Zudem war er als Schwimmer, Skifahrer und Ruderer sowie als Windsurfer aktiv.

 

Gelenkersatz – OP mit minimal-invasiven Schlüsselloch-Verfahren

Vor 15 Jahren spürte Schander beim Lauftraining zum ersten Mal Schmerzen in der Hüfte. Eine Untersuchung bei seinem Arzt Professor Dr. med. Werner Siebert, Ärztlicher Direktor sowie Chefarzt der Vitos Orthopädischen Klinik Kassel, zeigte Verschleiß im rechten Hüftgelenk. Schanders rechtes Bein ist etwa acht Millimeter kürzer als das linke. Deswegen wurde es während des Trainings immer etwas stärker belastet.

Professor Siebert empfahl ihm, vom Laufen aufs Radfahren umzusteigen. Das lief eine ganze Weile gut, bis die Schmerzen vor vier Jahren unerträglich wurden. Innerhalb weniger Tage konnte Schander kaum noch Treppen steigen. Abgesehen davon konnte er auch nicht mehr weiter als 300 Meter gehen. Der Arzt riet zum sofortigen Gelenkersatz.

Siebert operierte in einem minimal-invasiven Schlüsselloch-Verfahren, das die Muskeln weitestgehend schont. Am Morgen nach dem Eingriff hatte Schander schon keine Schmerzen mehr. Er konnte sein operiertes Bein voll belasten, deswegen konnte Schander innerhalb weniger Tage im Park der Klinik walken.

 

Schmerzfrei im Alltag sowie beim Sport

Nach acht Tagen wurde er aus der Klinik entlassen und begann fünf Tage später wieder mit seiner Arbeit im Architekturbüro. 14 Tage nach dem Eingriff konnte er wieder Rad fahren. Zusätzlich absolvierte er täglich eine dreistündige ambulante Reha. Diese unterbrach er nur für einen Ausflug nach Paris – ein Geschenk an seine Frau. Auch die 700 Treppenstufen bis zur mittleren Plattform des Eifelturms meisterte er ohne Schmerzen.

Auch heute ist Joachim Schander wieder sportlich aktiv. Das Laufen hat er auf Rat von Professor Siebert aufgegeben. Daher fährt er mehrmals wöchentlich mit dem Rad und macht Krafttraining. Ferner Ski Alpin steht seit Dezember 2014 wieder zweimal im Jahr auf seinem Sportprogramm. Dabei horcht er bewusst auf Schmerzsignale seines Körpers, die bis heute aber ausblieben.

Schanders Patientengeschichte zeigt, wie künstliche Gelenke ein bewegtes und schmerzfreies Leben ermöglichen können. Am wichtigsten ist dabei als Voraussetzung eine positive Grundeinstellung und eine aktive Mitarbeit in der Reha.

Quelle:

Statement » Sportlich aktiv mit künstlicher Hüfte: Nur einen Monat nach OP wieder voll belastbar « von Joachim Schander, Patient, Kassel beim Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU), Oktober 2018, Berlin

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