Frühlingserwachen: Immunsystem im Dauereinsatz

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Frühlingserwachen ist für Allergiker mit Beschwerden in der Allergiesaison assoziiert, denn das Immunsystem wehrt sich massiv und übertrieben gegen Pollen.

Unter dem Strich beeinträchtigt Heuschnupfen die Lebensqualität sehr stark. Da das Immunsystem eine starke Überreaktion zeigt, kommt es vor allem für Allergiker zu einem bösen Frühlingserwachen. Dies erhöht wiederum das Risiko für gefährliche Folgeerkrankungen wie Asthma.

 

Differentialdiagnose bei Nasenerkrankungen vornehmen

Der Arzt beziehungsweise ein HNO-Facharzt muss bei Heuschnupfen beziehungsweise bei Allergien der Nase die Differentialdiagnose machen, um eine Abgrenzung von anderen Nasenerkrankungen vorzunehmen. Dabei schließt er unterschiedlichste Differentialdiagnosen wie Polypen, Verkrümmung der Nasenscheidewand, chronische Nasennebenhöhlenentzündung, Infektionen sowie Adenoide – Kinderpolypen – aus.

 

Allergie von Kindheit an

Wobei viele Allergiker nicht von Kindheit an einer Allergie leidet. Viele Allergiker entwickeln die Erkrankung erst im Lauf des Lebens. Ein Erwachsener mit erstmals und plötzlich verstopfter Nase und mit Niesreiz sowie juckenden Augen sollte HNO-fachärztlich untersucht werden. Um eine umfassende Differentialdiagnose erstellen zu können, kann der HNO-Arzt mittels Endoskopie von Nase, Rachen und Kehlkopf direkt den Ort der Beschwerden einsehen und beurteilen.

 

Wenn das eige Immunsystem die Lebensqualität massiv beeinträchtigt

Nach dem Winter blüht die Natur auf, das Frühlingserwachen ist mit mehr Sonne, wärmeren Temperaturen, steigenden Lichtintensität und somit gesteigerter Serotonin- und Dopamin-Ausschüttung zusammenhängend. Diese Faktoren sorgen für mehr Lust, einem allgemein besseren Befinden und und leichter Euphorie. Frühlingserwachen bedeutet aber auch den Kampf des Immunsystems gegen Pollen.

In der Allergiesaison verbreiten windbestäubende Pflanzen ihre kleinen, leichten Pollen in hoher Konzentration in der wärmeren Luft. Für Allergiker ist das Frühlingserwachen aber auch mit dem mühevollen Kampf gegen die Heuschnupfen-Beschwerden verbunden, ihr Immunsystem wehrt sich massiv und übertrieben gegen fremdes Eiweiß, das mit den Pollen in die Nasenschleimhaut eindringt. Diese ausgelösten Entzündungsreaktionen werden auch als allergische Rhinitis beziehungsweise umgangssprachlich eben Heuschnupfen bezeichnet.

Praktische Tipps zur Erleichterung in der Pollensaison

  • Allergenkarenz, Kontakt vermeiden: gegen starke Beschwerden sollten Allergiker bei starkem Pollenflug den Aufenthalt im Freien vermeiden.
  • Pollenschutzgitter vor den Fenstern und Pollenfilter für das Auto helfen dabei, die Allergene von geschlossenen Räumen fernzuhalten.
  • Nach jedem Aufenthalt im Freien Gesicht und Haare waschen und Kleidung wechseln.
  • Ein Allergietagebuch hilft dem Arzt, die Allergie zu identifizieren und zu behandeln.
  • Wichtig ist die konkrete Diagnose, eine konsequente Behandlung der Symptome und Bekämpfung der Ursachen.

Quelle: Österreichische HNO Gesellschaft www.hno.at

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Rainer Muller

MEDMIX-Redaktion, Projektleiter, AFCOM Digital Publishing Team

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