Fieberkrampf bei Kleinkindern

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Dr. Darko Stamenov
Dr. Darko Stamenov
MEDMIX-Redaktion, Projektleiter, AFCOM Digital Publishing Team

Der an sich harmlose Fieberkrampf bei Kleinkindern ist ein schrecklicher Anblick. Schließlich glauben dabei acht von zehn Eltern, dass ihr Kind sterben könnte.

Ein Fieberkrampf bei Kleinkindern wird durch einen heftigen Temperaturanstieg ausgelöst und tritt nur bei Kindern auf, da das kindliche Gehirn im Alter zwischen acht Monaten und vier Jahren besonders anfällig für einen Krampfanfälle ist.

Rund um den Erdball treten bei etwa 2 bis 4 % aller Kinder solche epileptischen Anfällen auf. Betroffen sind vor allem Kinder zwischen drei Monaten und 5 Jahren, Anfälle können schon bei leichtem Temperaturanstieg auftreten. Wichtiger als die Höhe des Fiebers scheint die Geschwindigkeit des Temperaturanstiegs zu sein.

Dennoch: Je rascher die Temperaturerhöhung erfolgt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem Fieberkrampf kommt. Nicht die Höhe des Fiebers, sondern die Geschwindigkeit des Temperaturanstiegs ist entscheidend für das Auslösen eines Fieberkrampfs. So kann ein Anfall bereits auftreten, wenn das Kind gerade im Begriff ist, krank zu werden und Fieber bekommt. Häufig kommt es bei 38,3 bis 38,8 Grad zu einem Fieberkrampf.

Tipps zum Fieberkrampf bei Kleinkindern

  • Ein Fieberkrampf bei Kleinkindern sieh schrecklich aus. Viele Eltern glauben, dass ihr Kind stirbt.
  • Ein normaler Fieberkrampf ist harmlos.
  • Ein Fieberkrampf ist nicht zu verhindern.
  • Der Fieberkrampf dauert etwa 2 bis 3 Minuten.
  • Medikamente sind nicht notwendig und präventiv ungeeignet, – der Fieberkrampf geht von alleine weg.
  • Ein Fieberkrampf benötigt kein hohes Fieber
  • Fieberkrämpfe sind eigentlich nicht mit Epilepsie assoziiert
  • ein Fieberkrampf ist statistisch gesehen ein einmaliges Ereignis, im Alter von 8 Monaten bis zum 5 Jahren gelten die Anfälle als nicht krankhaft

 

 

Genetische Mutation verursacht Fieberkrampf bei Kleinkindern

Erst unlängst fanden Forscher heraus, dass eine genetische Mutation im Gen STX1B und die damit verbundene Fehlfunktion des Proteins Syntaxin-1B zu Fieberkrampf bei Kleinkindern führen kann – die Ursache dieser häufigsten Form epileptischer Anfälle von Kleinkindern war teilweise geklären.

Bereits bei leichtem Temperaturanstieg führen die Mutationen zu einer Störung der Neurotransmitter an den Synapsen, wodurch es zu elektrischen Fehlleistungen und in Folge zu epileptischem Fieberkrampf bei Kleinkindern kommen kann.

Quellen:

http://www.erste-hilfe-fuer-kinder.de/erste-hilfe/fieberkrampf.html

Fieberkrampf bei Kleinkindern. MEDMIX 6 / 2007.

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