Eylea am effektivsten bei diabetischem Makulaödem

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Die durch ein diabetisches Makulaödem verursachte verminderte Sehkraft bei Diabetes konnte in einer Studie mit Eylea am effektivsten behandelt werden.

Laut einer aktuellen Studie ist Eylea das wirksamste Medikament zur Verbesserung des Sehvermögens bei Patienten mit verminderte Sehkraft, bedingt durch diabetisches Makulaödem. Letzteres ist eine der Hauptursachen für Sehverlust bei Patienten mit Diabetes mellitus, so Northwestern Medicine Ophthalmologe Dr. Lee Jampol vom Diabetic Retinopathy Clinical Research Network.

 

Eylea bei Patienten mit schlechter Sehkraft am wirksamsten

Bei Patienten mit nur geringer Sehkraftbeeinträchtigung (20/40 bis 20/32), zeigten alle drei verfügbaren Medikamente zur Bekämpfung von diabetischem Makulaödem – d.h. Eylea, Lucentis und Avastin – ähnliche Wirksamkeit. „Bei Patienten mit schlechtem Sehvermögen – ab 20/50 – war jedoch Eylea die effektivste Therapieoption,“ so Jampol, Professor für Ophthalmologie an der Northwestern University Feinberg School of Medicine und Arzt am Northwestern Memorial Hospital.

Diabetisches Makulaödem

Diabetisches Makulaödem zählt zu den typischen und besonders häufigen Folgeerscheinungen bei Patienten mit Diabetes mellitus. Betroffen sind etwa 20 Prozent aller Patienten mit Typ-1 Diabetes und rund 25 Prozent aller Patienten mit Typ-2 Diabetes. Das Risiko einer Augenbeteiligung im Sinne einer Retinopathie und eines Makulaödems nimmt mit der Dauer der Diabetes-Erkrankung zu.

Ein diabetisches Makulaödem kann mehrere Ursachen haben, wobei schlecht eingestellte Blutzuckerwerte den wichtigsten Risikofaktor darstellen. Zudem fördert ein gleichzeitig bestehender unbehandelter Bluthochdruck die Krankheitsentstehung. Weist ein Patient einen chronisch erhöhten Blutzuckerspiegel auf, führt dies zu Schädigungen wichtiger Blutgefäße in der Netzhaut. Folglich kommt es zu einem Sauerstoffmangel.

Am meisten betroffen ist dabei die sogenannte Blut-Retina-Schranke, die eine semipermeable Barriere zwischen Netzhaut und netzhautversorgenden Blutgefäßen bildet. Diese wird flüssigkeitsdurchlässiger, wodurch es zum Wasser-Transfer und schließlich zur Ödembildung sowie zu Eiweiß- und Fettablagerungen kommt. Durch die vermehrte Produktion von Wachstumsfaktoren, wie beispielsweise VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor) versucht der Körper diesen Zustand zu kompensieren und die Gefäßneubildung voranzutreiben. Die neu gebildeten Blutgefäße verfügen jedoch nicht über ihre vollständigen Funktionen. Zudem kommt es aufgrund der erhöhten VEGF-Spiegel zu einer noch stärkeren Durchlässigkeit der Blutgefäße.

Im Zuge der zitierten Studie wurden Teilnehmern mit anfänglich schlechter Sehkraft (20/50 oder schlechter) mit jeweils einem der drei verfügbaren Medikamente behandelt. Dabei führte die Verabreichung von Eyla dazu, dass Patienten sich im Zuge eines Sehtests um 18 Buchstaben verbesserten, dh. sie waren in der Lage, vier zusätzliche Zeilen zu lesen. Im Vergleich dazu, erzielte die mit Lucentis behandelte Gruppe eine Verbesserung um etwa 3 Zeilen, während die Teilnehmer die Avastin nahmen, sich lediglich um 2.5 Zeilen verbesserten.

Alle drei Medikamente zielen auf den Wachstumsfaktor VEGF ab, der dazu führt, dass Blutgefäße durchlässiger werden. Die Medikamente binden und blockieren VEGF, was zu einer Reduktion der vorliegenden Schwellung führt.

Quellen: http://www.northwestern.edu/newscenter/stories/2015/02/best-drug-to-improve-poor-vision-in-diabetic-macular-edema.html

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About Author

Dipl.-Ing. Alexandra Springler

Seit 2011 ist Dipl.-Ing. Alexandra Springler MEDMIX- und AFCOM-Mitarbeiterin. Nach Abschluss ihres Biotechnoligiestudiums ist sie nun in der Forschung tätig und absolviert zur Zeit ihr Doktorat.

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