Eustress und Distress – positiver und negativer Stress

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Lena Abensberg
Lena Abensberg
MEDMIX-Redaktion, AFCOM Digital Publishing Team

Durch die Bewertung einwirkender Reize und deren Auswirkungen unterscheidet man positiven und negativen Stress. Das bezeichnet man als Eustress und Distress.

Als Stress bezeichnet man allgemein Belastungen oder Anforderungen, die bei Menschen Stressreaktionen auslösen. Man spricht auch von der Summe aller Ab­nutzungen des Organismus, die das Leben verursacht. Dauerhafter negativer Stress belastet die Gesundheit des Organismus. Man spricht heutzutage von Eustress und Distress. Das ist positiver und negativer Stress.



Wenn Be­las­tungen und Anforderungen den Organismus nicht überfordern und mit dem bestehenden Repertoire an Bewältigungsstrategien gemeistert werden können, wird ein gutes Gefühl wahrgenommen – dies beschreibt Eustress. Wenn man also zum Beispiel Arbeiten oder Anforderungen innerhalb eines bestimmten Zeitfensters zu erledigen hat und man die gestellten Aufgaben mit Optimismus, Begeisterung und Freude erledigt, so wird der dabei entstandene Druck für den Organismus nicht als Stress empfunden. Es liegt Eustress vor, wenngleich das auch eine Form von Stress darstellt.

Negativer Stress – Distress – liegt vor, wenn wenn die Bewältigungsstrategien nicht ausreichen, um Herausforderungen – Belastungen oder Anforderungen – positiv zu begegnen und zu meistern. Distress wird vor allem durch den von außen kommenden, aber auch selbst auferlegten Leistungs- und Zeitdruck verursacht. Dieser »schlechte« Stress führt zu negativen körperlichen, geistigen und seelischen Folgen für die betroffene Person. Bei längerer Belastung kann ein Burnout-Syndrom auftreten.

 

Allgemeines Adaptionssyndrom

Der Begründer der Stressforschung, Hans Selye, prägte den Stress-Begriff im Jahre 1926. Bei seinem Medizinstudium entdeckte er erstmals das Problem einer universellen Belastungsreaktion. Selye beobachtete, dass unterschiedlich kranke Patienten einheitliche Symptome aufwiesen. Sie litten an geringer Motivation, Appetitlosigkeit, Verlust von Muskelkraft und Gewicht.

Im Begriff Allgemeines Adaptionssyndrom ist die Anhäufung physiolo­gischer Veränderungen als Folge der Aktivierung sowohl des Nerven- als auch des Hormonsystems zusammengefasst. So löst Stress chemische, physische und psychische Veränderungen aus. Diese bereiten den Organismus darauf vor, belastende Situationen mittels Angriffsverhalten, Flucht­impulsen oder verschiedenen Reflexen zu begegnen. Alarmreaktion, Widerstand und Erschöpfung sind die Reaktionen des Allgemeinen Anpassungssyndroms.

Wenn sich nun aber solch eine Reaktion als depressives Verhalten einordnen lässt, ist aus psychotherapeutischer Sicht wohl zu unterscheiden, in welcher der drei Phasen sich die unter Stress bzw. Eustress und Distress stehende Person befindet.




Quelle: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK4027/

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