Erste Hilfe – was heute möglich ist

Abbildung 1: Einen Erste-Hilfe-Kurs muss heute jeder machen, der einen Führerschein bekommen will. © Ian Valerio / CC0 1.0 / unsplash.com

Abbildung 1: Einen Erste-Hilfe-Kurs muss heute jeder machen, der einen Führerschein bekommen will. © Ian Valerio / CC0 1.0 / unsplash.com

Die Unsicherheit bei den Erste Hilfe-Maßnahmen kommt bei vielen Menschen zumeist daher, dass man eigentlich keine Erfahrung mit ihnen hat.

Es gibt ein Gesundheitssystem, es gibt Arztpraxen und Kliniken. Doch all diese Institutionen sind nicht immer da oder erreichbar, wenn ein Notfall geschieht. Selbst bis zum Eintreffen des Notarztes können mühelos fünfzehn Minuten vergehen – und genau in dieser Zeit sind Passanten, Familienangehörige und Fremde gefordert. Die Rede ist von der Ersten Hilfe, die im Ernstfall tatsächlich über Leben und Tod entscheiden kann. Und obwohl Erste Hilfe so wichtig ist, betrachten sie viele recht stiefmütterlich. Wer kann sich noch genau an die Inhalte des Ersten-Hilfe-Kurses kurz vor der Führerscheinprüfung erinnern? Es wird also Zeit für eine Auffrischung, auf die der Gesetzgeber durchaus endlich bestehen könnte. Dieser Artikel packt das Thema einmal an und frischt das Wissen um die wichtigsten Elemente auf.

 

Wichtige Maßnahmen bei Erster Hilfe

Wie die Erste Hilfe angegangen wird, richtet sich nach der jeweiligen Situation. So steht bei einem Verkehrsunfall die Absicherung der Unfallstelle an oberster Stelle, da ohne die Absicherung selbst keine erste Hilfe erfolgen kann. Zudem muss der Verunfallte, sofern es möglich ist, aus der Gefahrensituation befreit werden. Dies kann natürlich nur geschehen, wenn er weder eingeklemmt ist, noch es den Anschein hat, dass Rückenverletzungen vorliegen. Handelt es sich nicht um einen Unfall, sondern bricht eine Person zusammen, sind folgende Maßnahmen wichtig:

Viele Menschen fürchten sich, dass sie bei der Ersten Hilfe etwas falsch machen und gegebenenfalls deshalb in rechtliche Schwierigkeiten gelangen könnten. Diese Denkweise ist falsch. Nicht zu helfen, ist strafbar. Begeht ein Ersthelfer jedoch einen Fehler, kann er nicht belangt werden.

 

Wie hoch sind die Überlebenschancen dabei?

Quelle: Neil Thomas / CC0 1.0 / unsplash.com
© Neil Thomas / CC0 1.0 / unsplash.com

Bei der Ersten Hilfe vor Ort geht es in der Regel darum, den Patienten in einem Zustand zu halten, der es den gerufenen Rettungshelfern erlaubt, überhaupt ihre Arbeit aufzunehmen. Dabei spielt die Wiederbelebung natürlich eine wichtige Rolle. Eine Studie aus Dänemark, die zwischen 2002 und 2011 durchgeführt wurde, gab preis, Patienten, die nur händisch wiederbelebt wurden, keinen schlechteren Status bei ihrer späteren Entlassung aufwiesen, als diejenigen, die mit Equipment behandelt wurden. Wichtig ist allerdings, dass Ersthelfer bis zum Eintreffen der Rettungskräfte reanimieren und in ihren Bemühungen nicht nachlassen. Das ist anstrengend und gerade für körperlich schwächere Ersthelfer nur schwer durchzuführen. Da wäre vielleicht der Ansatz aus der US-Stadt Seattle eine Lösung:

Und was bringt das? Nun, in anderen Städten Amerikas und auch in Europa liegt die Chance, bei einem Herzinfarkt auf öffentlicher Straße zu überleben, bei sieben Prozent. In Seattle ist die Wahrscheinlichkeit zu überleben bei 62 Prozent.

 

Weiteres Verhalten im Notfall

Absperren, den Rettungsdienst alarmieren und helfen – das sind die wichtigsten Punkte, auf die Ersthelfer achten müssen. Doch sollte das eigene Wohlergehen nicht missachtet werden:

Fazit – warum nicht mal zum Kurs?

Die Unsicherheit bei den Erste-Hilfe-Maßnahmen kommt zumeist daher, dass man eigentlich keine Erfahrung mit ihnen hat. Zum Glück, aber das kann sich auch als Nachteil erweisen. Wirklich sinnvoll wäre es, den Kurs regelmäßig zu wiederholen. Das geht übrigens bei zahlreichen Stellen und kostet weit weniger, als die Unsicherheit an Überwindung kostet, im Ernstfall zu helfen.

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