Ernährung bei Gicht – was man essen darf, und was nicht

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Die Rheumaerkrankung Gicht zeigt sich durch zuviel Harnsäure im Blut und ist sehr schmerzhaft. Der Ernährung bei Gicht kommt eine wichtige Rolle zu.

Gicht ist eine schmerzhafte Rheumaerkrankung, die durch zu hohe Konzentrationen von Harnsäure im Blut entsteht. Es bilden sich in der Folge scharfe, spitze Harnsäure-Kristalle, die die Gelenke schädigen und Entzündungen hervorrufen. Sehr häufig ist eine erbliche Veranlagung zur Gicht – der sogenannten Hyperurikämie – gegeben. Durch die richtige Ernährung bei Gicht, dem Vermeiden von Übergewicht sowie ausreichend körperliche Bewegung kann man das individuelle Erkrankungsrisiko allerdings maßgeblich senken.

Die richtige Ernährung bei Gicht kann helfen, dass es zu einem Rückgang des Harnsäurespiegels im Blut kommt. Während eine Gicht Ernährung ist kein Heilmittel, kann es das Risiko von wiederkehrenden schmerzhaften Gichtanfällen senken und das Fortschreiten von Gelenkschäden. Medikamente auch benötigt wird, um Schmerzen zu verwalten und Harnsäurespiegel zu senken.

 

Welche Nahrungsmittel geeignet sind, welche weniger

Fleisch und Wurst sind gefährlich. Auf Innereien wie Hirn, Leber, Lunge etc. sollten Gichtpatienten verzichten. Außerdem sollte man nicht mehr als zwei bis drei Mal pro Woche Fleisch und Wurst verzehren. Weiters wird bei Geflügel und Fisch vor der Zubereitung das Entfernen der Haut empfohlen. Wissen sollte man auch, dass Fisch, Fischkonserven sowie Meeresfrüchte viel Harnsäure liefern. Hingegen sind Eier unbedenklich.

Milch und Milchprodukte. Milch, Buttermilch, Joghurt und Käse liefern kaum Harnsäure und sollten zur Deckung des Eiweißbedarfes herangezogen werden

Gemüse und Obst. Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen und Linsen bilden große Harnsäuremengen, ebenso Soja und Sojaprodukte wie Tofu oder Sojafleisch. Bei den Gemüsesorten Artischocken, Broccoli, Schwarzwurzel, Lauch, Spinat, Rotkraut, Mais sowie  Kohlsprossen sollten Menschen mit Gicht aufpassen. Außerdem führt Fruchtzucker führt zu erhöhten Harnsäurespiegeln. Daher sollten Gichtpatienten Fruchtsäfte, generell süßes Obst in großen Mengen und Fertigprodukte mit Fruchtzucker (Fruchtjoghurt, Saucen, Dressings) meiden.

Getreide, Getreideprodukte und Kartoffeln. Knäckebrot, Salzstangerl, Weiß- und Mischbrot in größeren Mengen erhöhen jedenfalls auch die Harnsäurespiegel.

Süße Lebensmittel. Unter dem Strich kann Fruchtzucker in Obst sowie Haushaltszucker in Süßspeisen die Harnsäure akut erhöhen. Deswegen muss man  Süßigkeiten mit Maß konsumieren.

Alkohol meiden.  Alkoholzufuhr führt zu einem raschen Harnsäureanstieg, besonders Bier. Jedenfalls ist eine Flüssigkeitszufuhr mit beispielsweise Wasser und Tee von mindestens zwei Litern gleichmäßig über den Tag verteilt sehr wichtig.

Übergewicht abbauen. Im Grunde genommen sind Übergewicht und Gicht häufig miteinander verbunden. Deswegen stellt sich infolge einer Gewichtsreduktion eine niedrigere Harnsäurekonzentration im Blut ein.

Literatur:

Li et al. Dietary factors and risk of gout and hyperuricemia: a meta-analysis and systematic review. Asia Pac J Clin Nutr. 2018;27(6):1344-1356. doi: 10.6133/apjcn.201811_27(6).0022.

Ragab et al. Gout: An old disease in new perspective – A review. J Adv Res. 2017 Sep; 8(5): 495–511. Published online 2017 May 10. doi: 10.1016/j.jare.2017.04.008


Quelle:

http://www.mayoclinic.org/healthy-lifestyle/nutrition-and-healthy-eating/in-depth/gout-diet/art-20048524

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Lena Abensberg

MEDMIX-Redaktion, AFCOM Digital Publishing Team

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