Eribulin zur Anwendung bei Liposarkom

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Eribulin bewirkt möglicherweise einen Umbau des Tumorgefäßsystems, sodass bestimmte sauerstoffarme Tumorbereiche erneut Sauerstoff bekommen.

Eribulin auch zur Therapie von erwachsenen Patienten mit nicht resezierbarem Liposarkom, die wegen einer fortgeschrittenen oder metastasierten Tumorerkrankung eine Vorbehandlung mit einer Anthrazyklin enthaltenden Therapie haben. Zuvor war Eribulin bereits für die Behandlung von erwachsenen Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs, bei denen nach mindestens einer Chemotherapie zur Behandlung einer fortgeschrittenen Brustkrebserkrankung eine weitere Progression eingetreten ist, indiziert.

Eribulin ist ein Inhibitor der Mikrotubuli-Dynamik und ein strukturell verändertes Analogon des ursprünglich im Meeresschwamm Halichondria okadai isolierten Halichondrin B. Sein Wirkmechanismus unterscheidet sich von anderen Tubulininhibitoren. Es bindet an spezifische Stellen auf den wachsenden, Plus-Enden der Mikrotubuli und hemmt so deren Wachstum. Aktuelle Daten zur Durchblutung von Tumoren weisen darauf hin, dass Eribulin möglicherweise einen Umbau des Tumorgefäßsystems bewirkt, sodass bestimmte sauerstoffarme (hypoxische) Tumorbereiche erneut mit Sauerstoff versorgt werden. Eine hypoxische Tumor-Mikroumgebung hat Auswirkungen auf die Progression und den Verlauf der Tumorerkrankung. Eine Verbesserung der Tumorperfusion kann unter Umständen die Metastasierungsneigung abschwächen.

Weichteilsarkom – Leiomyosarkom und Liposarkom

Weichteilsarkom ist ein Sammelbegriff für diverse Gruppen maligner Tumore. Im Gegensatz zu anderen Krebsformen sind Weichteilsarkome bei der Diagnose oft lokal begrenzt und lassen sich häufig vollständig chirurgisch entfernen, allerdings kann die Rezidivrate bis zu 50 % betragen. Erwartungsgemäß leben nur 50 % der Menschen mit Weichteilsarkom noch bis zu fünf Jahre. Patienten mit fortgeschrittener Erkrankung weisen eine ungünstige Prognose mit einer medianen Lebenserwartung von maximal einem Jahr auf.

Bei Leiomyosarkomen handelt es sich um eine der bei Erwachsenen häufiger auftretenden Sarkomarten. Sie entwickeln sich aus glatten Muskelzellen und können überall im Körper auftreten. Ein Liposarkom entsteht in Fettzellen, kann aber ebenfalls überall im Körper auftreten. Leiomyosarkom und Liposarkom bilden zusammen etwa 30 % aller Weichteilsarkomfälle.

Weichteilsarkom ist ein Sammelbegriff für diverse Gruppen maligner Tumore. Im Gegensatz zu anderen Krebsformen sind Weichteilsarkome bei der Diagnose oft lokal begrenzt und lassen sich häufig vollständig chirurgisch entfernen, allerdings kann die Rezidivrate bis zu 50 % betragen. Erwartungsgemäß leben nur 50 % der Menschen mit Weichteilsarkom noch bis zu fünf Jahre. Patienten mit fortgeschrittener Erkrankung weisen eine ungünstige Prognose mit einer medianen Lebenserwartung von maximal einem Jahr auf.

Bei Leiomyosarkomen handelt es sich um eine der bei Erwachsenen häufiger auftretenden Sarkomarten. Sie entwickeln sich aus glatten Muskelzellen und können überall im Körper auftreten. Liposarkome entstehen in Fettzellen und können ebenfalls überall im Körper auftreten. Leiomyosarkome und Liposarkome bilden zusammen etwa 30 % aller Weichteilsarkomfälle.

Die veröffentlichten Ergebnisse der Studie 309 zeigen bei Patienten mit Leiomyosarkomen oder Liposarkomen, die mit Eribulin behandelt wurden, gegenüber Darcabazin eine Verbesserung des medianen Gesamtüberlebens von 2,6 Monaten (13,5 Monate versus 11,5 Monate; HR=0,768, 95% KI 0,618-0,954; p=0,017). Eine Untergruppe von Patienten mit nicht-resezierbaren fortgeschrittenen oder metastasierten Liposarkomen, die mit Eribulin behandelt wurde, hatte gegenüber Dacarbazin ein im Median um 7,2 Monate längeres Gesamtüberleben (15,6 Monate versus 8,4 Monate, HR=0,511; 95% KI 0,346 – 0,753; p=0,0006). Die in Studie 309 beobachteten, häufigsten unerwünschten Ereignisse der Grade 3 oder 4 mit einer Inzidenz von > 5% waren unter Eribulin Anämie, Leukopenie und Neutropenie und unter Dacarbazin Anämie, Neutropenie und Thrombozytopenie.[6]

Die Europäische Kommission genehmigte im Mai 2016 eine Änderung der Zulassung von Eribulin zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit nicht resezierbarem Liposarkom, die wegen einer fortgeschrittenen oder metastasierten Tumorerkrankung eine Vorbehandlung mit einer Anthrazyklin enthaltenden Therapie (sofern sie geeignet war) erhalten haben.

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