Die Pille danach mit dem Wirkstoff Ulipristalacetat ist wirksam und sicher

Ulipristalacetat / Image-Frau © Tissen / shutterstock.com

Ulipristalacetat / Image-Frau © Tissen / shutterstock.com

Laut Umfragen zur Notfallverhütung ist für 91% die betroffenen Frauen die sicherere Wirkung der Pille danach mit dem Wirkstoff Ulipristalacetat sehr wichtig.

Eine sichere Wirkung ist Frauen sehr wichtig. Aber nur wenige wissen über den Unterschied zwischen den verschiedenen Pillen danach Bescheid. Experten der WHO bestätigten unlängst die signifikant höhere Wirksamkeit der Pille danach mit Ulipristalacetat (UPA). Und zwar gegenüber einer Pille danach mit dem Wirkstoff Levonorgestrel. Unter dem Strich würden 90% der Frauen die wirksamere Pille danach verwenden, wenn sie die Unterschiede kennen würden.

 

Umfrage zur Notfallkontrazeption mit der Pille danach

Eine Umfrage unter 500 Frauen – darunter auch Verwenderinnen der Pille danach – im Alter von 14 bis 49 Jahren im August 2015 ergab, dass nur 14% der Frauen wissen, dass es zwei Arten der Pille danach gibt, die unterschiedlich gut eine ungewollte Schwangerschaft verhindern können.

Die betroffenen Frauen gaben in der Umfrage an, dass sie in den Apotheken über beide Präparate informiert werden, um die Unterschiede zu kennen. 85% der befragten Frauen wünschten sich, dass ihnen das Apothekenteam im Falle einer Verhütungspanne beide Arten der Pille danach anbietet und die Wirkunterschiede erklärt.

14% der befragten Frauen wünschten sich hingegen, dass Ihnen das Apothekenteam nur die wirksamste Pille danach anbietet und nur 1% wollte nur die günstigere Pille danach mit Levonorgestrel angeboten bekommen.

Nur 13% der Frauen ist klar, dass die Pille danach den Eisprung verhindert beziehungsweise verschiebt, damit die Spermien nicht auf eine Eizelle treffen können und diese befruchten.

Im Grunde genommen ist hierzu eine Erklärung wichtig wegen ­falscher Vorstellung von der Wirkung der Pille danach. 85% derer, die sich für die Pille danach entschieden hatten, kamen binnen 24h in die Apotheke.

Die Frauen haben mittlerweile gelernt, dass eine rasche Reaktion notwendig ist. Dennoch glauben 67% der Frauen fälschlicherweise, dass die Pille danach ein Einnisten einer bereits befruchteten ­Eizelle in die Gebärmutter verhindert und somit auch nach dem Eisprung wirkt.

Nur 13% der Frauen ist klar, dass die Pille danach den Eisprung verhindert beziehungsweise verschiebt, damit die Spermien nicht auf eine Eizelle treffen können und diese befruchten.

Auch diese Erklärung ist wichtig, weil Frauen ihre risikoreichsten Tage oft nicht kennen. Das höchste Risiko besteht schwanger zu werden, wenn die Verhütungs-Panne an den 2 Tagen vor dem Eisprung passiert. Allerdings wissen das 69% der befragten Frauen gar nicht.

Deswegen ist auch Aufklärung in diesem Punkt so wichtig, weil Levonorgestrel gerade in diesen 2 Tagen des höchsten Risikos wirkungslos ist und den Eisprung nicht mehr verschieben kann.

 

Pille danach mit dem Wirkstoff Ulipristalacetat

Nur Ulipristalacetat – Handelsname des Originalpräparates ellaOne ® – kann in diesen 2 Tagen des höchsten Risikos (das heißt bei ansteigendem LH-Spiegel ) das LH-Niveau wieder senken, den LH-Peak verschieben und somit den ­Eisprung verzögern.

Die Pille danach mit Ulipristalacetat ist somit die einzige Notfallverhütung, die an allen fruchtbaren Tagen der Betroffenen bis kurz vor ihrem Eisprung wirkt und diesen verschieben kann.

 

Der Mehrzahl der Frauen ist klar, dass der Eisprung unvorhersehbar ist

Das Experten-Statement bestätigte auch die Unvorhersehbarkeit des ­Eisprungs. 81% der befragten Frauen sahen dies genauso und wissen, dass das exakte Datum ihres Eisprungs nicht genau vorhersehbar ist, weil der Eisprung von Frau zu Frau und von ­Zyklus zu Zyklus beispielsweise durch Stress an einem anderen Tag sein kann. Zudem variieren die Zykluslängen.

 

Trotz des höheren Preises ­würden 90% die wirksamere Pille danach mit Ulipristalacetat wählen.

Bereits in einer früheren Umfrage gaben 91% der Frauen an, dass ihnen sichere Wirkung der Pille danach sehr wichtig ist. In der aktuellen Umfrage gaben 90% an, bei einer Verhütungspanne nur die wirksamste Pille danach verwenden zu wollen, selbst wenn diese teurer ist. Nur 10% der Befragten sind bereit eine weniger wirksame Pille danach zu verwenden, selbst wenn diese günstiger ist.

In der Marktforschung wurde auch erhoben, wie die befragten Frauen vorgehen würden, wenn sie zu wenig Bargeld mit hätten, um ellaOne kaufen zu können.

92% aller Frauen (sogar 82% der 14-19 jährigen) gaben an, problemlos mit Bankomatkarte bezahlen oder sich Bargeld am nächsten Bankomat holen zu können.

In den Apotheken sollte das personal dem Wunsch der Betroffenen entsprechend die Unterschiede der beiden Pillen danach erklären. Und zwar bezüglich Abdeckung des Zeitraums des größten Schwangerschaftsrisikos sowie den Schwangerschaftsraten bei ­Einnahme binnen 24h.

Übrigens zeigt eine rezente britische Studie, dass die Pille danach mit dem Wirkstoff Ulipristalacetat dort als in Apotheken abgegebene Notfallverhütung ein wichtiges Angebot im ländlichen Gebiet ist.


Literatur:

Peng C, Tang L, Wang K, Wang Y, Ding L. A novel LC-MS/MS method for the quantification of ulipristal acetate in human plasma. Application to a pharmacokinetic study in healthy Chinese female subjects. Int J Clin Pharmacol Ther. 2020 Nov;58(11):642-651. doi: 10.5414/CP203854. PMID: 32990217.

Brache V, Cochon L, Deniaud M, Croxatto HB. Ulipristal acetate prevents ovulation more effectively than levonorgestrel. Analysis of pooled data from three randomized trials of emergency contraception regimens. Contraception. 2013;88(5):611-618. doi:10.1016/j.contraception.2013.05.010

Baird DD, McConnaughey DR, Weinberg CR, et al. Application of a method for estimating day of ovulation using urinary estrogen and progesterone metabolites. Epidemiology. 1995;6(5):547-550. doi:10.1097/00001648-199509000-00015

Die mobile Version verlassen