Eierschwammerl – Pfifferlinge – helfen beim Abnehmen

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Eierschwammerl (Pfifferlinge) sind eiweißreiche Waldpilze mit einem großen gesundheitlichen Nährwerten, die uns beim Abnehmen unterstützen können.

Schon im Sommer dürfen sich Genießer auf den ersten Waldpilz des Jahres freuen, denn je nach Wetterlage gibt es die goldgelben Pfifferlinge schon ab Ende Juni. Die Saison dauert bis in den Spätherbst. Risotto, herbstlicher Salat, Eierschwammerl-Sauce: diese Pilze kann man vielfältig verwenden. Und auch ihr gesundheitlicher Aspekt kann sich sehen lassen! Beispielsweise unterstützen die Eierschwammerl beim Abnehmen.



 

Schon seit Menschengedenken sammelte man Pilze

Schon in vorgeschichtlicher Zeit wurden Pilze als Nahrung und zu Heilzwecken verwendet. Durch Trocknen wurden Pilze haltbar gemacht und boten den Menschen so eine wichtige Eiweißquelle im Winter. Erste schriftliche Erwähnung fanden die Pilze in den Werken des griechischen Euripides.

Später im Mittelalter hatten Pilze jedoch kein hohes Ansehen. Denn sie kam ja in den Wäldern und das auch noch in Massen auf. Somit galten sie als billige Nahrungsmittel galten und wurden vorwiegend von armen Leuten gesammelt und gegessen.

Schließlich wurden erst unter Ludwig XIV. (1638 bis 1725) die Pilze hoffähig. Denn der Sonnenkönig erkannte die Vorzüge des Champignons. Deswegen ließ er diesen dann auch in den königlichen Gärten kultivieren.

Im Laufe der Zeit wurde das Pilze sammeln sowohl bei den Städtern als auch bei den Landbewohnern sehr beliebt. Dass die starke Sammeltätigkeit keine negativen Auswirkungen auf das biologische Gleichgewicht des Waldes hat, dürfen dem Wald pro Person und Tag 2 kg Pilze entnommen werden. Und zwar sofern der Waldeigentümer keine andere Verordnung getroffen hat.

 

Merkmale und Wirkungen der Eierschwammerl

Der Echte Pfifferling (Cantharellus cibarius) ist ein Pilz aus der Gattung der Pfifferlinge. Der dotter- bis goldgelbe Hut hat zwei bis neun, selten mehr Zentimeter Durchmesser. Der Hutrand des trichterförmigen Pilzes ist dabei unregelmäßig wellig. Die Leisten, die an der Unterseite des Hutes sichtbar sind, laufen weit am Stiel hinab. Der kurze hutfarbene Stiel ist oft gebogen sowie nach unten verjüngend. Sporen erscheinen massenhaft als blassgelbes Sporenpulver.



Der Pfifferling enthält eine große Anzahl von Kohlenhydraten, Proteinen und eine geringe Menge an Fett. Außerdem sind Indol- und Phenolverbindungen, freie Aminosäuren, Sterole, Carotinoide, Enzyme und Vitamine vorhanden. Die Pilze weisen viel beta- Carotin auf, daraus kann der Körper das für die Sehkraft wichtige Vitamin A synthetisieren. Auch der hohe Gehalt an Kalium, Magnesium, Phosphat und Eisen ist hervorzuheben. Auch reichlich vorhandene Ballaststoffe tun unserer Verdauung und unserer Darmflora gut. Unlängst wurde in Experimenten festgestellt, das rohe Polysaccharide die Proliferation von Dickdarmkrebszellen hemmen, dieser Speisepilz besitzt ein interessantes chemopräventives Potential.

 

Eierschwammerl machen gute Laune und helfen beim Abnehmen

Serotonin fungiert im Körper unter anderem als sogenanntes „Glückshormon“. Der Körper stellt es aus der Aminosäure Tryptophan her und davon stecken in Pfifferlingen relativ hohe Mengen. Außerdem bestehen diese Waldpilze zu etwa 92 Prozent aus Wasser. Das passt genau für figurbewusste Genießer. Denn die Pfifferlinge sind extrem fett- und kalorienarm und dabei reich an Ballaststoffen.

 

Nicht zuviel davon

Eierschwammerl können aber auch Schwermetalle und radioaktive Stoffe speichern. Zuviel Cadmium und Blei schädigen wiederum die Leber und die Nieren. Schließlich schadet das Quecksilber dem Nervensystem.

Im Grunde genommen rät die WHO deswegen nur etwa 250 Gramm Pfifferlinge einmal pro Woche zu essen. Schwangere, stillende Mütter und Kleinkinder sollten überhaupt keine Wildpilze essen.

 

Verwendung in der Küche

Unter dem Strich sind Möglichkeiten zur Zubereitung von Pfifferlinen, Eierschwammerln, sehr vielfältig. Pfifferlinge haben eine leicht pfefferige Note. Sie passen zu herbstlichen Salaten. Sie schmecken aber auch köstlich in Sahnesoßen zu Nudel- sowie auch Fleischgerichten.

Im Grunde genommen sollte man immer die kleinen Exemplare auswählen. Denn sie schmecken intensiver als die großen.

Vor der Zubereitung sollte man die Pilze jedenfalls gut putzen. Jedoch sollte man achtsam sein und die Pilze nicht zu lange wässern. denn sonst verwäscht sich das Aroma.

Übrigens man sollte Pfifferlinge nicht roh geniessen. Denn die Eierschwammerl enthalten Chitin. Das Kohlenhydrat kann beim Menschen zu Verdauungsproblemen führen.



Literatur:

Nasiry D, Khalatbary AR, Ebrahimzadeh MA. Anti-Inflammatory and Wound-Healing Potential of Golden Chanterelle Mushroom, Cantharellus cibarius (Agaricomycetes). Int J Med Mushrooms. 2017;19(10):893-903

Nowacka-Jechalke N, Nowak R, Juda M, Malm A, Lemieszek M, Rzeski W, Kaczyński Z. New biological activity of the polysaccharide fraction from Cantharellus cibarius and its structural characterization. Food Chem. 2018 Dec 1;268:355-361.

Zhao D, Ding X, Hou Y, Hou W, Liu L, Xu T, Yang D. Structural characterization, immune regulation and antioxidant activity of a new heteropolysaccharide from Cantharellus cibarius Fr., Int J Mol Med. 2018 May;41(5):2744-27547

Muszyńska B, Kała K, Firlej A, Sułkowska-Ziaja K. CANTHARELLUS CIBARIUS – CULINARY-MEDICINAL MUSHROOM CONTENT AND BIOLOGICAL ACTIVITY. Acta Pol Pharm. 2016 May-Jun;73(3):589-98.

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Mag. Barbara Novak

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