Echter Kümmel – eine altbewährte Heilpflanze mit vielfacher Wirkung

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Echter Kümmel gehört zu den Carminativa. Die Heilpflanze, die auch zu Speisen sehr beliebt ist, wirkt auch entkrampfend sowie entzündungshemmend.

Im Grunde genommen ist der Kümmel ist nicht nur als Gewürz für Speisen und Kuchen gut bekannt. Er macht beispielsweise auch Brot und Kohl bekömmlicher. Hingegen ist echter Kümmel – Carum carvi – vor allem auch eine der am ältesten bekannten Heilpflanzen. Denn bereits etwa 3.000 vor Christus wurde die Arzneipflanze des Jahres 2016 in Europa als Heilpflanze genutzt. Im alten Ägypten wurde Kümmel hingegen sogar schon vor etwa 3500 Jahren in einer Schriftrolle erwähnt.

 

Echter Kümmel – Heilpflanze und Arzneipflanze

Echter Kümmel wächst in verschiedenen tropischen Ländern aber auch Teilen Europas. Er wächst wild auf heimischen Wiesen und an Wegrändern. Echter Kümmel ist vor allem eine häufige Pflanze in den Mittelmeerländern und beliebt in Klostergärten.

Die Samen von Kümmel zählen wie erwähnt zu den ältesten Gewürzen Europas. Sie enthalten 2 bis 6 % ätherisches Öl. Drei bis sieben Prozent beträgt der Gehalt der offizinellen Früchte. Der Kümmel wird auch gerne schweren, blähenden Speisen wie Kohl und dunkles Brot zugesetzt, da es der Gasbildung im Körper entgegenwirkt.

 

Die Anwendungen und Darreichungsformen

Echter Kümmel zählt zu den Bitterstoff haltigen Arzneipflanzen, die allgemein eine bedeutsame Rolle bei Verdauungsschwäche spielen. Echter Kümmel gehört zu den klassischen Carminativa wie auch Pfefferminze, Anis und Fenchel. Diesen Heilpflanzen spricht man entkrampfende und entzündungshemmende Wirkungen zu. Echter Kümmel wirkt anregend auf die Verdauungsorgane.

Beispielsweise wird der Kümmeltee bei Magen- und Darmbeschwerden sowie nervösen Herzproblemen empfohlen. Allen voran gilt er heute auch als sehr gutes Mittel gegen Reizdarmbeschwerden, wenn man Magensaft resistente Kapseln anwendet.

Echter Kümmel enthält wie viele andere Heilpflanzen ätherische Öle, die man aufgrund ihrer spasmolytischen, gärungswidrigen und verdauungsfördernden Wirkung bei Blähungen wirkungsvoll einsetzt. Der Kümmel und seine Samen sowie seine ätherischen Öle sind auch reich an Flavonoiden, die antioxidativ wirken. Sie schützen den Körper vor freien Radikalen und damit die Zellen.

 

Der berühmte Kümmelbraten und andere die Vorzüge von Kümmel als Gewürz

Beliebt bei alt und jung im ganzen Land: der berühmte österreichische Kümmelbraten ist ein Evergreen. Der Kümmel hilft dabei, das meist ein wenig fette aber köstliche Fleisch mit seiner knackigen Kruste noch besser genießen zu können.

Doch Kümmel kann ernährungstechnisch weit mehr und wird deswegen vor allem in der heimischen Küche umfassend eingesetzt. Zu Fleisch, Suppen und Sossen, zu Gemüse und Salaten, zum Käse aber auch beim beliebten Bauernbrot, auch anderen Brot- und Gebäcksorten. Sowie sogar bei Süßspeisen und Kuchen. Kümmel enthält übrigens sehr viele Balaststoffe (fast ein Drittel seines Gewichts), Omega 3-Fettsäuren (sowie Omega-6) und reichlich Proteine.

Quelle: Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde, Universität Würzburg

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Lena Abensberg

MEDMIX-Redaktion, AFCOM Digital Publishing Team

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