Dopamin – Botenstoff des Glücks

0

Dopamin ist als Neurotransmitter für verschiedene Steuerungs- und Regelungsvorgängen verantwortlich – er ist weit mehr als nur der Botenstoff des Glücks.

Der Botenstoff Dopamin – ein sogenannter Neurotransmitter, der für die Weiterleitung der Signale zwischen den Nervenzellen verantwortlich ist – steuert sowohl emotionale und geistige wie auch motorische Reaktionen. Insbesondere ist Dopamin als „Botenstoff des Glücks“ bekannt. Es ist dafür verantwortlich, dass wir Glücksgefühle empfinden können. Auch sogenannte Adrenalin-Kicks, etwa beim Sport, basieren auf demselben Muster. Adrenalin ist ein enger Verwandter von Dopamin. Gleichzeitig entstehen schwere gesundheitliche Probleme, wenn zu wenig oder zu viel Dopamin im Spiel ist. Werden generell zu wenig Dopaminmoleküle ausgeschüttet, kann es zu Parkinson kommen, ein Zuviel kann bis hin zu Wahn, Halluzinationen oder Schizophrenie führen. Außerdem ist die Dopaminausschüttung daran schuld, dass Menschen süchtig werden, dass sie auf der Suche nach Lustgewinn immer neue Levels erreichen wollen. Dopamin bringt manche Menschen dazu, ständig auf der Suche nach der Befriedigung von Süchten zu sein.

Eine überschießende Dopaminausschüttung im falschen Moment kann dazu führen, dass Dinge bedeutsam werden, die sonst bedeutungslos sind. Das kann bis hin zu Wahn, Halluzination oder sogar Schizophrenie führen. Wie es zu dieser vermehrten Ausschüttung kommt, ist noch nicht geklärt und das Ziel konkreter Forschungen auch an der MedUni Wien.

Geklärt werden konnte aber eine Ursache für die Entwicklung der Parkinson-Krankheit und zwar durch Oleh Hornykiewicz vom Zentrum für Hirnforschung der MedUni Wien Anfang der 1960er Jahre: Von der Arbeitsgruppe des mittlerweile vielfach ausgezeichneten Wissenschafters wurde der Mangel an Dopamin in bestimmten Gehirnregionen nachgewiesen und als krankheitsauslösende Ursache identifiziert. Hornykiewicz konnte auch zeigen, dass man Dopamin nicht einfach nachfüllen kann. Daraufhin hat er eine Art „Vorstufen-Nachfüllung“ entwickelte, das Levodopa (L-Dopa), eine Vorstufe des Dopamins. Dadurch kommt es zu einer Erhöhung der Dopaminkonzentration in den Basalzellen des Großhirns. Der Pharmakonzern Hoffmann-La Roche hat 1973   Levodopa unter dem Markennamen Madopar zur Parkinson-Behandlung auf den Markt gebracht. Die WHO hat die Fixkombination Levodopa + Carbidopa 1977 in die Liste der unentbehrlichen Arzneimittel der Weltgesundheitsorganisation aufgenommen.

Share.

About Author

MEDMIX Online-Redaktion

Blick in den Newsroom der MEDMIX Print- und Onlineredaktion in Zusammenarbeit mit AFCOM – Verlag und Medienproduktionen.

Comments are closed.