Diabetes begünstigt eine Depression, Essstörungen und Demenz

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Lena Abensberg
Lena Abensberg
MEDMIX-Redaktion, AFCOM Digital Publishing Team

Menschen mit Diabetes erkranken doppelt so oft an Depression. Sie leiden aber auch öfter an Essstörungen, Demenz sowie andere psychiatrischen Erkrankungen.

Menschen mit Diabetes haben im Grunde genommen ein doppelt so hohes Risiko, an Depression zu erkranken. Zudem entwickeln sie eher Essstörungen und Demenz sowie andere psychiatrische Erkrankungen. Bei Diabetes mit Schizophrenie und bipolaren Erkrankungen ist sogar die Lebenserwartung kürzer. Diese Tatsache unterschätzen sowohl Ärzte als auch Diabetes-Patienten zu sehr.

 

Diabetes Typ 2 erhöht das Risiko für Begleiterkrankungen wie die Depression

Der Altersdiabetes – Diabetes Typ 2 – geh mit vielen Begleit- und Folgeerkrankungen einher. So bringt man ihn mit Bluthochdruck und Übergewicht bis hin zu Nervenschädigungen, dem diabetischen Fuß, Netzhautschäden oder Nierenversagen  in Verbindung.

Weniger im Blickpunkt von Ärzten und Patienten ist aber der Zusammenhang mit häufigen psychischen Problemen. Dabei sind Menschen mit Diabetes zwei- bis dreimal häufiger von einer Depression betroffen. Auch das Risiko für Demenzen durch Gefäßverengungen ist erhöht. Zudem treten Essstörungen häufiger auf.

Wenn Menschen mit Diabetes gleichzeitig an schweren psychischen Erkrankungen wie Schizophrenie oder bipolaren Erkrankungen leiden, so ist ihre Lebenserwartung deutlich verkürzt die. Außerdem steigt die Suizidgefahr bei Diabetes-Patienten um 50 Prozent im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung.

 

Wenn die Emotionen Wellen schlagen: Diabetes und psychische Komorbidität

Depressionen beeinflussen auf fatale Weise auch den Diabetes. Bei kaum einer anderen chronischen körperlichen Erkrankung liegt der Einfluss auf den späteren Verlauf so sehr in der Hand der Patienten.

Um Folgeschäden zu verhindern, müssen Diabetiker oft mehrmals täglich ihre Medikamentendosis auf die Nahrungsaufnahme und die Alltagsaktivitäten abstimmen. Das erfordert ein hohes Maß an Wissen, Selbstkontrolle, sozialer Unterstützung und eine gute psychische Verfassung.

Doch gerade seelische Belastungen können den Blutzucker in Turbulenzen bringen. Das kann dazu führen, dass Patienten ihren Diabetes als unkontrollierbar erleben und noch mehr in Stress geraten. Ein Teufelskreis entsteht, der nicht selten den Beginn einer Depression markiert.

Besonders schwierig ist die Versorgung von Patienten mit Diabetes und psychischen Erkrankungen. Betroffene suchen oft nach Behandlungsmöglichkeiten, die den Diabetes und die Psyche gleichzeitig berücksichtigen.

Quelle: Asklepios Klinik Nord – Ochsenzoll (Hamburg).


Veranstaltungstipp: Um Erkenntnisse zu Diabetes, Depression und anderen Erkrankungen zu diskutieren sowie neue Therapien zu besprechen, treffen sich vom 27. bis 29. September 2019 Spezialisten aus ganz Deutschland in der Asklepios Klinik Nord – Ochsenzoll.

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