Rosmarin: Heilpflanze und Gewürz mit guter Wirkung für die Gesundheit

Der Rosmarin beweist seit jeher seine vielfältige Wirkung als Heilpflanze, auch als Gewürzpflanze kann es uns dabei helfen, die Lebensgeister zu wecken. © Pixel-Shot / shutterstock.com

Der Rosmarin beweist seit jeher seine vielfältige Wirkung als Heilpflanze, auch als Gewürzpflanze kann es uns dabei helfen, die Lebensgeister zu wecken. © Pixel-Shot / shutterstock.com

Rosmarin, Heilpflanze und Gewürz, zeigt gesunde Wirkung, Rosmarinwein sowie Rosmarinöl als Massageöl kann man auch einfach selber machen.

Der Rosmarin ist eine Gewürzpflanze, die die Lebensgeister weckt. Schon lange haben die Menschen in der traditionellen Medizin Rosmarin als Heilpflanze bei entzündungsbedingten Krankheiten eingesetzt. Dementsprechend berichten Studien auch, dass ätherisches Rosmarinöl gegen Entzündungen hemmend wirken kann. Auch Studien zur Wirkung von Rosmarin gegen Demenz sind sehr vielversprechend. Die enthaltene Carnosinsäure soll beispielsweise bei Alzheimer und Parkinson Nutzen bringen und sogar bei Covid-19 und Long Covid die Behandlung unterstützen. Jedoch muss dazu die Forschung einschließlich klinischer Studien bessere Daten liefern. Jedenfalls schätzen die Menschen die Wirkung von Rosmarin als Heilpflanze und Gewürzpflanze sehr. Aufgrund seiner aktiven Bestandteile hat Rosmarin mit anderen Worten ein hohes Potenzial an antimykotischen, antidiuretischen, antioxidativen und entzündungshemmenden Wirkungen. Übrigens kann man das zur Massage beliebtes Rosmarinöl sowie den belebenden Rosmarinwein, der sogar die Potenz stärken soll, auch selber machen. Die einfachen Tipps beschreiben unten, wie das geht.


Als Tee wirkungsvoll: Heilkräuter und Heilpflanzen gegen Husten

Gegen Husten kommen zahlreiche Heilpflanzen zum Einsatz, die Wirkungen von speziellen Teerezepturen sind gut untersucht.

Heilkräuter und Heilpflanzen gegen Husten – oft in speziellen Tee-Rezepturen – sollen den Hustenreiz lindern und festsitzenden Schleim lösen. Mehr dazu siehe https://www.medmix.at/gegen-husten-heilpflanzen/


Rosmarin in der Geschichte

In den Mittelmeerländern galt Rosmarin als heilig. Schon die alten Griechen weihten den Rosmarin ihrer Liebesgöttin Aphrodite. Außerdem trugen Studenten die Rosmarinkränze auf dem Kopf. Denn ihm wurde die Stärkung des Gedächtnisses zugeschrieben. Im 8. Jahrhundert brachten dann Benediktinermönche die Pflanze nach Mitteleuropa. Dort hat man sie auf Anweisung von Karl des Großen in Klostergärten angebaut.

Im 14. Jahrhundert machte man sich den Rosmarin in der Bekämpfung der Pest zunutze. Schließlich entstand 200 Jahre später auch aus ihm das erste Parfüm.

Sebastian Kneipp schätzte die Heilpflanze sehr als Magenmittel sowie zur Tee- und Weinzubereitung. „Es tritt nach Genuß von Rosmarinwein oder Thees sehr bald guter Appetit ein und das angestaute Wasser geht sehr rasch ab.“


Rosmarinwein sowie Massageöl mit Rosmarinöl sind begehrte Rosmarin-Anwendungen, die man auch recht einfach selber machen kann. © bitt24 / shutterstock.com

TIPP: Rosmarinwein selber machen und die Potenz stärken

Um einen Rosmarinwein selber machen zu können, muss man ihn ansetzen. Dazu nimmt man 20 g Rosmarinkraut und übergießt es das mit 0,7 Liter gutem Weißwein. Die Mischung lässt man dann 7 Tage bei Zimmertemperatur stehen und seiht dann ab. Danach kann man sich durchaus 2 Gläschen selber gemachten Rosmarinwein pro Tag genehmigen. Der Rosmarinwein ist ein Kräuterwein, der auch verwendet wird, um die Potenz zu stärken.

TIPP: Rosmarinöl als Massageöl selber machen

Wenn man das Rosmarinöl bei der Massage sanft in die Kopfhaut einmassiert, regt es den Haarwuchs an. Weiter zeigt das Rosmarinöl aber auch positive Wirkung bei Muskel- und Gliederschmerzen. Außerdem kann man es bei Kopfschmerzen auf Stirn und Schläfen einreiben.

Und das Großartig ist, dass man Rosmarinöl selber machen kann. Das Herstellen ist denkbar einfach! Man mischt dazu einfach 25 Teile eines Basisöls (wie etwa Oliven-, Weizenkeim- oder Avocadoöl) mit 1 Teil ätherischem Rosmarinöl. Schließlich schüttelt man das Rosmarin-Massageöl gut durch.


Chinesische Heilkräuter: Baizhu und Cangzhu und ihre Wirkung

Chine­sische Heilkräuter und ihre zahlreichen Wirkungen werden auch bei uns immer beliebter. © marilyn barbone / shutterstock.com

Auch in Europa sind Chine­sische Heilkräuter und ihre Wirkung in den letzten Jahren immer stärker in den Blickpunkt gerückt, Baizhu und Cangzhu sind zwei interessante Vertreter. Mehr dazu siehe https://www.medmix.at/chine%c2%adsischen-heilkraeuter/


Botanischer Aspekt

Der Rosmarin (Rosmarinus officinalis) ist ein immergrüner Halbstrauch und ein Vertreter der Lippenblütler (Lamiaceae). Der Name kommt aus dem lateinischen ros marinus und bedeutet soviel wie Meertau. Der Strauch duftet intensiv aromatisch und erreicht eine Höhe von bis zu 2 Meter. Schmal lineale Blätter sind oberseits tiefgrün und an der Unterseite weiß- bis graufilzig behaart. Die Blüten entstehen im späten Frühjahr, sammeln der Blätter ist jederzeit möglich.

 

Wirkung von Rosmarin

Neben ätherischen Ölen enthält Rosmarin auch Rosmarinsäure, Bitterstoffe und Flavonoide, die Pflanze weist diverse Eigenschaften und Wirkungen auf. Und zwar appetitanregend, kreislaufunterstützend, krampflösend, galletreibend, nervenstärkend, hautreizend sowie anregend.

Der Rosmarin zählt zu jenen Heilpflanzen, die den Kreislauf dort ankurbeln, wo er es nötig hat und sich sanft zurückhält, wo es keinen Mangel gibt. Eine Teeanwendung ist besonders dann angebracht, wenn irgendeine Schwäche zu beheben ist:

Auch bei niedrigem Blutdruck, Appetitlosigkeit, nervösen Herzstörungen, zur Verbesserung der Herzleistung, bei zu schwacher oder unregelmäßiger Menstruation und bei Altersbeschwerden nimmt man ebenso den Tee zu sich oder das Würzkraut in größerer Menge. Der Rosmarin gehört schließlich auch zu den beliebtesten Mittelmeerpflanzen in unserer Küche.


Polyphenole: sekundäre Pflanzenstoffe halten jung, schlank und gesund

Äpfel enthalten viele Polyphenole, wobei der Naturanbau die sekundären Pflanzenstoffe in ihrer Qualität begünstigt. © Sergii Kuchugurnyi / shutterstock.com

Für Zellen und Immunsystem: Polyphenole wie Flavonoide sind sekundären Pflanzenstoffe, die uns dabei unterstützen, gesund, jung und schlank zu bleiben. Mehr dazu siehe https://www.medmix.at/polyphenole-bioaktive-substanzen/


Literatur:

Satoh T, Trudler D, Oh CK, Lipton SA. Potential Therapeutic Use of the Rosemary Diterpene Carnosic Acid for Alzheimer’s Disease, Parkinson’s Disease, and Long-COVID through NRF2 Activation to Counteract the NLRP3 Inflammasome. Antioxidants (Basel). 2022 Jan 6;11(1):124. doi: 10.3390/antiox11010124. PMID: 35052628.

Sulaiman, Shah SM, Sadaf, Amin M, Gul B, Begum M. Ethnoecological, Elemental, and Phytochemical Evaluation of Five Plant Species of Lamiaceae in Peshawar, Pakistan. Scientifica (Cairo). 2020;2020:2982934. Published 2020 Aug 25. doi:10.1155/2020/2982934

Bustamante MÁ, Michelozzi M, Barra Caracciolo A, et al. Effects of Soil Fertilization on Terpenoids and Other Carbon-Based Secondary Metabolites in Rosmarinus officinalis Plants. A Comparative Study. Plants (Basel). 2020;9(7):E830. Published 2020 Jul 2. doi:10.3390/plants9070830

Raphaelle Sousa Borges, Brenda Lorena Sánchez Ortiz, Arlindo César Matias Pereira, Hady Keita, José Carlos Tavares Carvalho. Rosmarinus officinalis essential oil: A review of its phytochemistry, anti-inflammatory activity, and mechanisms of action involved. Journal of Ethnopharmacology, Volume 229, 30 January 2019, Pages 29-45.

Solomon Habtemariam. The Therapeutic Potential of Rosemary (Rosmarinus officinalis) Diterpenes for Alzheimer’s Disease. Evid Based Complement Alternat Med. 2016; 2016: 2680409

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