Depressionen bei Kindern und Jugendlichen

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Traurigkeit ist häufig ein Anzeichen für Depressionen bei Kindern: Bis zu 2,5 Prozent der Kinder und bis zu 8,3 Prozent der Jugendliche leiden an nicht entdeckten Depressionen.

Traurige Kinder? Dahinter oft stecken Depressionen bei Kindern, an welchen bis zu 2,5 Prozent der Kinder und bis zu 8,3 Prozent der Jugendlichen leiden. Sogar Kleinkinder im Alter zwischen ein und drei Jahren können davon betroffen sein. Besonders tragisch ist in diesem Zusammenhang, dass Suizide sogar schon im Alter von zehn Jahren vorkommen. In diesem Zusammenhang zeigte sich bei einer in Wien durchgeführten Untersuchung von 122 Fällen von Selbstmorden im Kindesalter, dass am häufigsten die Selbstmordhandlungen im Februar und im Juni geschahen. Die  Experten vermuteten eine Verbindung mit dem Schulstress.

 

Mehr Informationsarbeit bei Altersdepression und Depressionen bei Kindern angezeigt

Depressionen bei Menschen im mittleren Lebensalter werden meistens rechtzeitig erkannt und behandelt. Doch speziell bei der Altersdepression und bei Depressionen bei Kindern ist noch viel an Aufklärungsarbeit zu leisten. So leiden ein bis zwei Drittel der Hochbetagten unter Depressionen, laut Untersuchungen werden aber bei zwei Drittel der Betroffenen die Symptome nicht als psychische Störung erkannt und nur fünf Prozent behandelt.

Auch bezüglich auftretender Depressionen bei Kindern und Jugendlichen ist viel mehr Achtsamkeit angezeigt. Die Häufigkeit für Depressionen bei Kindern liegt bei 0,4 Prozent bis 2,5 Prozent, wobei die Kinder unter Depressionen mit lang anhaltenden Verstimmungen, Freudlosigkeit, Interessenverlust, Antriebsverminderung, verstärkter Ermüdbarkeit, konstanter »Traurigkeit« und Schlafstörungen leiden.

Bei den Jugendlichen leiden bereits 0,4 bis 8,3 Prozent an Depressionen. Während der Pubertät steigt die Häufigkeit der Erkrankung bereits auf jene bei den Erwachsenen an. Im Laufe des Jugend­alters erkranken dann 15 bis 20 Prozent der Jugendlichen an einer Depression. Das ist vergleichbar mit der Häufigkeit im Rahmen der Lebenszeit von Erwachsenen. Das könnte sogar darauf hinweisen, dass die meisten Depressionen bereits im Jugend­alter beginnen.

 

Depressionen bei Kindern zeigt gleiche Geschlechterverteilung

Bekannt ist auch, dass Frauen häufiger an Depressionen leiden als Männer. Allerdings dürfte bei Männern die Erkrankung wegen oft nicht gut erkannter Symptome seltener diagnostiziert werden. Doch auch dieses Ungleichgewicht im Erwachsenenalter bildet sich bereits in der Jugend heraus.

Während die Geschlechterverteilung von Buben zu Mädchen mit eins zu eins gleich ist, verändert sich bei den Jugendlichen die Relation in Richtung der Erwachsenenverteilung: zwei zu eins von Frauen zu Männern unter den Depressiven. Von Lebensalter zu Lebensalter unterscheiden sich die Symptome von Depressionen bei Kindern und Jugendlichen.

Verkompliziert wird die Sachlage auch dadurch, dass gewisse Ängste – wie z.B. »Fremdeln« mit etwa acht Monaten, Trennungsängste mit 18 Monaten, Dunkelangst mit vier Jahren, soziale Trennungsängste im fünften Lebensjahr – zur natürlichen Entwicklung gehören. Auch Schlafstörungen sind in manchen Entwicklungsphasen »normal«. Die Loslösung vom Elternhaus im Rahmen der Pubertät muss zu einem gewissen Maß ebenfalls Trennungsschmerz auslösen.

 

Depressionen bei Kindern mit organischen oder äußeren Ursachen

Doch es gibt auch Depressionen bei Kindern, die organische bzw. äußere Ursachen haben: Gehirntumoren, Trauer, Trennungen im Familienverband, Mobbing in der Schule oder sexueller Missbrauch. Hier kommt es darauf an, die eigentlichen Ursachen zu ­erkennen und zu »behandeln«.

Der Selbstmord ist die tragischste Folge von Depressionen bei Kindern – aber auch Erwachsenenalter. Eine Entwicklung in Richtung Suizidgefahr kann bei Kindern mit der Erkrankung bereits im Schulkindalter erfolgen. Oft sprechen die Betroffenen schon sehr früh über ihre Traurigkeit und hier können sich bereits Selbstmordgedanken entwickeln.

Die Befürchtung, von den Eltern nicht genug Beachtung geschenkt zu bekommen, und Schulleistungsstörungen sind ebenfalls Merkmale von Depressionen bei Kindern.

Depressionen bei Kindern und Jugendlichen sollten zunächst psychosoziale Hilfestellungen und Psychotherapie zur Anwendung kommen. Auf jedenfalls sollten nichtmedikamentöse Maßnahmen gegen Depressionen bei Kindern und Jugendlichen zum Einsatz kommen.

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Dr. Darko Stamenov

MEDMIX-Redaktion, Projektleiter, AFCOM Digital Publishing Team

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