Das spricht für Kaffee: Koffein verbessert das Gedächtnis

Für das Gehirn und das Gedächtnis scheint Kaffee mit Koffein zur Vorbeugung und auch zur Behandlung gegen Alzheimer geeignet zu sein. © er ryan / shutterstock.com

Für das Gehirn und das Gedächtnis scheint Kaffee mit Koffein zur Vorbeugung und auch zur Behandlung gegen Alzheimer geeignet zu sein. © er ryan / shutterstock.com

Alle lieben ihn. Er schmeckt gut, macht munter und erwärmt das Herz. Doch Kaffee hilft weitaus mehr, denn das Koffein hat positive Wirkungen auf Gehirn und Gedächtnis.

Viele positive Effekte des Kaffees werden auf die darin enthaltenen Antioxidantien zurückgeführt. Das enthaltene Koffein überwindet die Blut-Hirn-Schranke fast ungehindert. Es erreicht so schnell das Gehirn und wirkt auf das zentrale Nervensystem – mit spürbaren Folgen. Das Koffein ist der Struktur nach dem körpereigenen Botenstoff Adenosin sehr ähnlich. Der Stoff ist dafür zuständig, dem Körper Müdigkeit zu signalisieren. Weiters ist Kaffee nützlich bei Durchfallerkrankungen (Kaffeekohle) und bei niedrigem Blutdruck. Außerdem enthält es das Vitamin Niacin, ein Vitamin aus der B- Reihe. Bei Migräne oder Kopfschmerzen kann das Heißgetränk ebenso helfen. Das darin enthaltene Koffein erweitert die Blutgefäße im Gehirn. Zudem scheint Koffein-haltiger Kaffee positive Wirkung für das Gehirn und das Gedächtnis zu entfalten.

 

Pro Konsum von Kaffee: Positive Wirkung von Koffein auf das Gedächtnis

Forscher testeten unlängst, wie stark die Wirkung von Koffein auf das Gedächtnis ist. Dabei untersuchten sie die Gedächtniskonsolidierung anhand einer Verhaltensunterscheidungsaufgabe. Dabei verstärkte das Koffein das Gedächtnis bis zu 24 Stunden nach der Verabreichung. Die Fähigkeit des Gehirns, den Unterschied zwischen zwei ähnlichen, aber nicht identischen Elementen zu erkennen, die als Mustertrennung bezeichnet werden, spiegelt ein tieferes Maß an Gedächtniserhaltung wider, sagten die Forscher.

„Wir haben immer gewusst, dass Koffein kognitionsfördernde Wirkungen hat, aber seine besonderen Wirkungen auf die Stärkung von Erinnerungen und ihre Widerstandsfähigkeit gegen das Vergessen wurden beim Menschen noch nie im Detail untersucht“, sagte Yassa, der leitende Forscher.

„Wir berichten zum ersten Mal über eine spezifische Wirkung von Koffein auf die Reduzierung des Vergessens über 24 Stunden. Wir wissen auch, dass Koffein mit einer gesunden Lebenserwartung verbunden ist. Und möglicherweise auch einige schützende Auswirkungen auf den kognitiven Verfall wie die Alzheimer-Krankheit hat. Das sind sicherlich wichtige Fragen für die Zukunft. “

 

Die Geschichte des Kaffees

Um den Ursprung ranken sich viele Mythen, anerkannt ist, dass die Kaffee- Pflanze aus Äthiopien stammt. Der Legende nach entdeckte der Hirte Kaldi, dessen Ziegen nach dem Verzehr der roten Kaffeekirschen aufgedreht herumsprangen, die Kaffeepflanze. Zum ersten Mal wurde Kaffee schon um 900 n. Chr. in der Region Kaffa im Südwesten Äthiopiens erwähnt. Der Kaffee gelangte erst später über die arabische Welt nach Istanbul. Reisende brachten den Kaffee dann mit nach Europa, dieses Mitbringsel erfreute sich bei den Europäern besonderer Beliebtheit, sodass auch im 17. Jahrhundert in Venedig und danach in London, Wien und Paris Kaffeehäuser eröffneten.

 

Botanischer Blickpunkt

Verschiedene Pflanzenarten aus der Familie der Kaffeepflanzen (Rubiaceae) bilden Steinfrüchte aus. Diese werden geerntet und aufbereitet, geschält und geröstet. Hauptsächlich werden die Arten Coffea arabica (Arabica-Kaffee) und Coffea canephora (Robusta-Kaffee) zur Kaffeeerzeugung verwendet. Kaffeesträucher brauchen ein ausgeglichenes Klima. Die Anbaugebiete liegen entsprechend den Ansprüchen zwischen den Wendekreisen, in einer Seehöhe von etwa 300 bis 1200m.

 

Fazit

Er schmeckt nicht nur wunderbar, sondern kann förderlich für die Gesundheit sein. Beispielsweise kann das Koffein in Kaffee auch das Gedächtnis verbessern. Hinzu kommen weitere interessante Effekte beispielsweise auf das Herz-Kreislaufsystem. Deswegen sollte man sich den nächsten Kaffee schmecken lassen!


Literatur:

Daniel Borota, Elizabeth Murray, Gizem Keceli, Allen Chang, Joseph M Watabe, Maria Ly, John P Toscano & Michael A Yassa. Post-study caffeine administration enhances memory consolidation in humans. January 12, 2014, Nature Neuroscience volume 17, pages 201–203 (2014)

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