Das Lungenemphysem

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Beim Lungenemphysem besteht ein abnorm gesteigerter Luftgehalt der Lunge – es kommt zur irreversiblen Zerstörung des Lungengewebes.

Beim Lungenemphysem um eine irreversible, abnorme Größenzunahme der terminalen gasaustauschenden Strukturen der Lunge bei gleichzeitiger Destruktion ihrer Wände.

Der Name Emphysem bedeutet zunächst einen erhöhten Luftgehalt der Lunge (Überblähung). Definitionsgemäß handelt es sich beim Lungenemphysem um eine irreversible, abnorme Größenzunahme der terminalen gasaustauschenden Strukturen der Lunge bei gleichzeitiger Destruktion ihrer Wände (ATS 1962).

Die Einteilung beim Lungenemphysem richtet sich nach morphologischen Kriterien, je nach dem Abschnitt, in dem der emphysematische Umbau beginnt.

Zum sogenannten regulären Lungenemphysem zählt das panacinäre und zentroacinäre Emphysem. Das panacinäre Emphysem, wozu auch das Altersemphysem zählt, findet sich im Rahmen einer Proteasen-Antiproteasen­imbalanz, z.B. bei Antitrypsinmangel, aber auch bei Rauchern. Das zentroaci­näre Emphysem entsteht sekundär im Rahmen einer COPD, früher wurde es auch als obstruktives Lungenemphysem bezeichnet.

Zum sogenannten Irregulären Emphysem wird unter anderem die Narbenemphyseme und das bullöse Emphysem gezählt.

Lungenemphysem – Ursachen und Symptome

Endogene Faktoren:

  • – Alpha-I-Proteaseinhibitor-Mangel
  • – Proteasen-Antiproteasenimbalanz

 

Exogene Faktoren

  • – Inhalationsrauchen (Oxidantien)
  • – Infekte
  • – COPD
  • – berufliche Faktoren (Ozon, SO2, NOX)

 

Leitsymptom ist Atemlosigkeit bzw. Atemnot, welche zunächst unter Belastungsbedingungen auftritt. Chronischer Husten und Auswurf können vorhanden sein, sprechen aber dafür, dass die Ursache des Lungen­emphysems eine COPD sein dürfte.

Als sogenannte Emphysem-Zeichen gelten in der Perkussion hypersonorer Klopfschall mit kaum verschieblichen unteren Lungengrenzen, Aufhebung oder Verkleinerung der absoluten Herz­dämpfung, auskultatorisch ein leises Atemgeräusch und leise Herztöne sowie der faßförmige Thorax.

Als typische klinische Erscheinungsformen können der emphysematöse Typ (Pink puffer) und der bronchitische Typ (Blue bloater) gegenüber gestellt werden.

Therapie. Sofern es sich bei dem Emphysem um eine Folge einer COPD handelt, gelten die dort angeführten therapeutischen Kriterien. Als flankierende Maßnahme gelten Physiotherapie zur Senkung der Atemarbeit und Sekretmobilisation (Lippenbremse, Flutter, PEP-Maske), eine entsprechende Ernährung sowie in­vasive und nicht invasive Beatmungs­hilfen (positive und negative Druckunterstützung, Sauerstofflangzeittherapie). Auch operative Verfahren können im Endstadium eingesetzt werden.

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