Heilpflanze – Nährstoffe, Vitamine: Getreide Mais mit gesunde Wirkung

Mais ist nicht nur lecker in der Küche, sondern auch als Heilpflanze effektiv. © melhijad / shutterstock.com

Mais ist nicht nur lecker in der Küche, sondern auch als Heilpflanze effektiv. © melhijad / shutterstock.com

Der Mais ist ein schmackhaftes Getreide, aber auch Heilpflanze, mit seinen Nährstoffen und Vitamine bietet es viele gesunde Wirkungen.

Im Grunde genommen nutzen wir den Mais (Zea mays) bei uns vor allem als Futterpflanze. Allerdings bietet der das schmackhafte Getreide Mais auch als Heilpflanze für den Menschen mit seinen zahlreichen Nährstoffen und Vitaminen viele positive gesundheitliche Wirkungen. Dabei enthält er wichtige Nährstoffe, die man durch viele verschiedene Möglichkeiten bei der Verarbeitung auch effektiv nutzen kann. In der Küche ist der Mais neben Popcorn auch vor allem in verschiedenen Salaten, Gemüsemischungen  und herzhaften Gerichten beliebt. Schließlich kennen wir aber auch den gedünstete Maiskolben, der ein leckerer Genuss ist.

 

Von Kolumbus nach Europa gebracht

Vor langer Zeit züchteten die Menschen die alte Kulturpflanze aus dem Wildgras Teosinte. Die Ursprungsregion liegt im zentralmexikanischen Rio Basal Becken, von dort aus verbreitete sich der Mais in ganz Südamerika. Bis heute ist er dort ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Von der Karibik nach Europa kam der Mais durch Kolumbus und bereits 1525 wurden in Spanien die ersten Maisfelder angelegt. Zunächst wurde diese Pflanze nur in klimatisch begünstigten Regionen angebaut. Anfang des 19. Jahrhunderts kam es jedoch zu großen Missernten bei den Kartoffeln, man züchtete Maissorten, die auch für strengeres Klima geeignet waren. Heutzutage baut man weltweit unzählige Maissorten an, darunter auch gentechnisch veränderte Sorten.

 

Das Pflanzenbild Mais

Mais (Zea mays) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae). Kulturmais ist eine kräftig gebaute, sommergrüne, einjährige Pflanze und kann eine Wuchshöhe von bis zu drei Metern erreichen. Der Stängel ist rund, nicht verzweigt und innen markhältig. Er kann am Grunde einen Durchmesser von fünf Zentimetern aufweisen und bodennah befinden sich viele Knoten. Daraus entwickeln sich sprossbürtige Wurzeln, die der Wasser- und Nährstoffaufnahme, aber auch der Standfestigkeit der Pflanze dienen. Kulturmais ist einhäusig getrenntgeschlechtig. An der Sprossspitze befinden sich die endständigen männlichen rispigen Blütenstände. Die weiblichen wachsen in Blattachseln am unteren bis mittleren Bereich des Halmes. Der kolbenförmige Fruchtstand enthält zur Reifezeit Maiskörner. Die können je nach Sorte weißlich, goldgelb, rot oder auch schwarzviolett sein.

 

Wichtige Vitamine und Nährstoffe, sekundäre Pflanzenfarbstoffe bringen die Wirkung von Mais als Heilpflanze

Im Grunde genommen schwankt der Nährstoffgehalt je nach Anbaubedingungen, Düngung und Pflanzenschutz. Folgende Vitamine sind enthalten: Provitamin A, Vitamin B1, B3, B5, B7, B9 (Folsäure), Vitamin C und Vitamin E.

Das Getreide Mais ist aber auch reich an Mineralstoffen wie Kalzium, Natrium, Kalium, Phosphor, Magensium, Eisen, Zink, Silizium (Kieselsäure). Weiters sind essentielle Aminosäuren enthalten. Das sind das Leucin, das Valin, das Phenylalanin, das Isoleucin sowie das Threonin. Viele Ballaststoffe regen die Darmtätigkeit an und sorgen so für eine gesunde Verdauung. Daher kann der Mais als Heilpflanze auch vorbeugend vor einer Verstopfung wirken.

Carotinoide wie Lutein und Zeaxanthin sorgen für eine gute Sehkraft des Auges und schützen zudem vor Krebs- und Herzerkrankungen. Im Allgemeinen befinden sich in den Samen nur wenige Carotinoide. Hier stellt der Mais mit seinem hohen Gehalt an β-Carotin, β-Kryptoxanthin und Zeaxanthin eine Ausnahme dar.

 

Die Anwendung von frischem Mais als Heilpflanze

Als Heilpflanze wirkt Mais harntreibend, entzündungshemmend, reinigend, entwässernd und reizlindernd auf den menschlichen Körper. Die Pflanze wird bei Harnwegsinfekten, Cellulite, Blasenentzündung, Magenleiden, Nierensteinen, Ödemen, Übergewicht, Bluthochdruck, Verstopfung, Gicht, Stoffwechselstörungen, Arthritis und bei Konzentrationsstörungen angewendet.

Außerdem ist der Mais ein Energiespender, der als Heilpflanze die Immunabwehr stärkt. Zudem harmonisiert er bei Magenbeschwerden und hilft gegen die innere Unruhe. Zudem kann man den Mais auch bei hohem Cholstesterinspiegel empfehlen.

Da Mais im Gegensatz zu anderen Getreidesorten kein Klebereiweiß (Gluten) enthält, ist er auch für die Ernährung bei Zöliakie geeignet.


Literatur:

Kyung-Baeg Roh, Hyoyoung Kim, Seungwoo Shin, Young-Soo Kim, Jung-A Lee, Mi Ok Kim, Eunsun Jung, Jongsung Lee, Deokhoon Park. Anti-inflammatory effects of Zea mays L. husk extracts. BMC Complement Altern Med. 2016; 16: 298.

Ramos-Escudero F, Muñoz AM, Alvarado-Ortíz C, Alvarado Á, Yáñez JA. Purple corn (Zea mays L.) phenolic compounds profile and its assessment as an agent against oxidative stress in isolated mouse organs. J Med Food. 2012 Feb;15(2):206-15.

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