D-Mannose bei Harnwegsinfekten als natürliche Vorbeugung wirksam

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D-Mannose bei Harnwegsinfekten wirkt vor allem vorbeugend. Dabei bindet sie in der Blase Bakterien, die dann einfach mit dem Urin ausgeschieden werden.

Die D-Mannose – die kurz Bezeichnung für  α-D-Mannose (C6H12O6) – ist ein in der Natur vorkommender Einfachzucker (Monosaccharid). Dabei verarbeitet der Körper den schmackhaften Einfachzucker im Gegensatz zum Traubenzucker nur schlecht verwertet. Dadurch gelangt die D-Mannose unverändert in den Harntrakt und kann dort in der Blase dann an bestimmte Bakterie binden. Daher ist D-Mannose bei Harnwegsinfekten vor allem auch vorbeugend sehr geeignet. Denn die für die Blasenentzündung verantwortlichen Krankheitserreger haken sich normalerweise in der Blasenschleimhaut ein und verursachen die Entzündung. Doch dank D-Mannose kann der Organismus die Bakterien einfach aus der Blase mit dem Urin ausspülen.

 

Natürlich Vorkommen der D-Mannose

Orangenschalen und in geringen Spuren manche Früchte wie Äpfel und Pfirsiche enthalten D-Mannose. Wobei der Einfachzucker auch Teil zahlreicher Polysaccharide von Pflanzen und Mikroorganismen ist. Beispielsweise von Mannanen und den Schalen von Nüssen.

Bekannte Inhaltsstoffe von Lebensmitteln wie Guarkernmehl (Guargummi) und Johannisbrot enthalten Mannose. Bei Verwendung der Mannane zur Verdickung von Produkten findet man D-Mannose auch in Säften, Joghurt oder Desserts. Außerdem kommt sehr kleine Mengen D-Mannose auch natürlich in den menschlichen Harnwegen vor.

 

Harnwegsinfekten vorbeugen, Blasenentzündung behandeln

Wenn man häufig an Harnwegsinfekten leidet, dann sollte man seine Blase vor Bakterien schützen. Risikofaktoren für die Entstehung sind z.B. ein hohes Maß an sexuellen Aktivität (Honeymoon-Zystitis bzw. Wochenendzystitis), Störungen der Vaginalflora oder eine geringe Trinkmenge.

Ein wichtiger Risikofaktor ist auch eine Diabetes-Erkrankung. Weitere Risikofaktoren sind die Einnahme von Antibiotika, eine falsche Intimpflege, Antibabypillen sowie die Postmenopause.

Unter dem Strich sollte man schnell etwas unternehmen, dass man die bereits eingedrungene Bakterien rasch wieder los zu werden. Hierbei hilft ein starkes Immunsystem, die Einhaltung vorbeugender Maßnahmen und verschiedene vorbeugende Mittel gegen Blasenentzündungen, wie eben die D-Mannose.

 

D-Mannose bei Harnwegsinfekten

Die D-Mannose mit ihrer osmotischen Wirkung fördert jedenfalls auch die Wasserausscheidung. Dabei zeigten sich in Untersuchungen, positive Effekte bei akuten und wiederkehrenden Harnwegsinfekten. Denn wie eingangs erwähnt hat die D-Mannose bei Harnwegsinfekten den Vorteil, das sich das Monosaccharid an die Bakterien bindet. Und dadurch verhindert es, dass die Bakterien an den Schleimhautzellen im Harn- und Geschlechtsapparat andocken und schließlich eindringen können.

Stattdessen entstehen Zucker-Bakterien-Komplexe, die der Körper infolge mit dem Harn ausscheidet. Übrigens verstoffwechselt der menschliche Organismus die D-Mannose kaum, wodurch auch Behandlungen mit dem Einfachzucker auch für Diabetiker geeignet ist.

Literatur:

Domenici et al. D-mannose: a promising support for acute urinary tract infections in women. A pilot study. Eur Rev Med Pharmacol Sci. 2016 Jul;20(13):2920-5.

Kranjcec B, Papes D, Altarac S. D-mannose powder for prophylaxis of recurrent urinary tract infections in women: a randomized clinical trial. World J Urol (2014); 32:79–84

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Lena Abensberg

MEDMIX-Redaktion, AFCOM Digital Publishing Team

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