Chronisches Müdigkeitssyndrom: Myalgische Enzephalomyelitis mit Pyridostigmin behandeln

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Ein Chronisches Müdigkeitssyndrom – Myalgische Enzephalomyelitis – soll zukünftig effektiver mit dem Cholinesterase-Inhibitor Pyridostigmin behandelt werden können.

Der Cholinesterase-Inhibitor Pyridostigmin ist ein sogenannter indirekter Parasympathomimetikum. Die Substanz steht derzeit am Prüfstand einer Phase-3-Studie, um das Krankheitsbild Myalgische Enzephalomyelitis – ein Chronisches Müdigkeitssyndrom – wirksamer behandeln zu können.

Dabei weisen Experten darauf hin, das Ärzte eine Myalgische Enzephalomyelitis (/ME/CFS) – so wird ein chronisches Müdigkeitssyndrom oder Erschöpfungssyndrom seit wenigen Jahren bezeichnet – als tatsächliches Krankheitsbild annehmen. Denn nur zu oft nehmen sie betroffene Patienten nach wie vor nicht ernst und behandeln deren Beschwerden symptomatisch.

Meistens präsentieren sich die Patienten mit unklaren Beschwerden wie jene bei grippalen Infekt. Schließlich kann sich der permanente Rückgang an Lebenskraft dermaßen stark auswirken, dass sie beruflichen und soziale beziehungsweise persönliche Aktivitäten nicht mehr nachkommen können.

Jedenfalls gilt eine Myalgische Enzephalomyelitis heute als organische Erkrankung in Muskulatur und Gehirn und keineswegs um psychosomatische Beschwerden.

 

Chronisches Müdigkeitssyndrom führt zu völligem Erschöpfungszustand

Die Myalgische Enzephalomyelitis ist ein Chronisches Müdigkeitssyndrom, das permanent eine völlige Erschöpfung verursacht. In schweren Fällen können die betroffenen Patienten praktisch das Bett nicht mehr verlassen. Dabei kann sich der Grad der Erschöpfung so stark entwickeln, sodass sogar der Weg in die Toilette beziehungsweise in den eigenen vier Wänden zur Herkules-Aufgabe wird. Dabei ist sogar Fernsehen und Internetsurfen ist eine Herausforderung. Die Betroffenen wollen dann keinen Besuch mehr und telefonieren auch kaum noch.

 

Schwere körperliche und geistige Einschränkungen

Ein Chronisches Müdigkeitssyndrom / Myalgische Enzephalomyelitis (Chronic Fatigue Syndrome) wird mit ME/CFS abgekürzt. Die chronische neuroimmunologische Multisystemerkrankung verursacht schwere körperliche Einschränkungen wie eine lähmende körperliche sowie geistige Erschöpfung bis hin zu Behinderungen. Dabei treten auch zahlreiche andere Symptome wie Schlafstörungen, Gelenk- und Muskelschmerzen, gastrointestinalen Beschwerden, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen sowie schmerzende Lymphknoten auf.

Literatur:

Baraniuk et al. Exercise – induced changes in cerebrospinal fluid miRNAs in Gulf War Illness, Chronic Fatigue Syndrome and sedentary control subjects. Scientific Reportsvolume 7, Article number: 15338 (2017). https://doi.org/10.1038/s41598-017-15383-9

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About Author

Rainer Muller

MEDMIX-Redaktion, Projektleiter, AFCOM Digital Publishing Team

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