Brombeeren bieten reichlich Vitamine und andere wichtige Nährstoffe für die Gesundheit

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Brombeeren schmecken nicht nur köstlich, sondern enthalten viele Vitamine und wertvolle Nährstoffe. Wobei Brombeeren auch bei zahlreichen Beschwerden helfen.

Die leckeren Brombeeren sind sehr beliebt und liefern dem Körper zudem viele Vitamine, Spurenelemente und andere wertvolle Nährstoffe. Allerdings haben sowohl die Früchte als auch die Blätter eine heilende Wirkung.

Jedenfalls zählt die Brombeere zu den ältesten Heilpflanzen. Denn bereits in den hippokratischen Schriften um 400 v.Chr. hat man die Früchte und die Blätter beschrieben. Die Römer kauten Brombeerblätter gegen Zahnfleischentzündungen und tranken Brombeertee und -saft gegen Durchfall und Koliken.

 

Steckbrief Brombeere

Brombeer-Arten sind winterkahle oder wintergrüne (dann im Frühjahr laubabwerfende) Sträucher mit zweijährigen Zweigen und gehören der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) an. Die überwinternden Zweige bringen aus ihren Knospen ausschließlich Blütenstände hervor und sterben nach dem Fruchten ab.

Brombeeren sind häufig Kletterpflanzen und werden bis zu drei Meter hoch. Von Mai bis August bilden sich traubige Blütenstände, daraus gehen die blauschwarzen Früchte hervor. Diese sind botanisch gesehen keine Beeren, sondern Sammelsteinfrüchte.

 

Brombeeren enthalten viele wichtige Vitamine und andere Nährstoffe

Bei der Brombeerpflanze (Rubus fruticosus) muss man zwischen den Blättern und den Früchten klar unterscheiden. Die Blätter enthalten hydrolysierbare Gerbstoffe (Gallotannine) mit einem dominierenden Anteil an dimeren Ellagitanninen, weiters auch Pflanzensäuren, Flavonoide und Triterpensäuren.

Die Früchte der Brombeeren enthalten viele Vitamine. Und zwar sind sie vor allem reich an Vitamin A, den B-Vitaminen sowie Vitamin C. Außerdem enthalten Brombeeren Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Magnesium und Phosphat vorhanden. Außerdem geringe Mengen an Zink, Natrium, Mangan und Eisen.

Die Brombeere gehört auch zu den Kupferpflanzen. Wer an Kupfermangel leidet beziehungsweise bei wem die Kupferaufnahme im Körper gestört ist, hat mit Brombeeren eine biologische Formel gefunden. Denn sie erleichtern dem Organismus die Resorption.

Weitere Inhaltsstoffe sind Carotinoide, Anthocyane und Polyphenole. Flavonoide sind die blauen Farbstoffe die immunstimulierend wirken, Arterien elastisch halten und Blutgefäße festigen. Durch ihren hohen Ballaststoffgehalt wirken Brombeeren positiv auf die Verdauung und sorgen für einen angemessenen Cholesterinspiegel. Durch den regelmäßigen Verzehr der süßen Beeren können außerdem Herz-Kreislauferkrankungen vorgebeugt werden.

 

Verwendung in der Volksmedizin

Zu Beginn der Blüte werden die Brombeerblätter zur Zubereitung von Brombeertee gesammelt. Neben der Verwendung in Haustees und als Ersatz für Schwarztee sind weitere Anwendungsgebiete in der Medizin anerkannt. Einerseits hilft einTeeaufguss bei akuten Durchfallerkrankungen. Andererseits ist das Spülen mit Brombeertee bei leichten Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenbereich effektiv.

In der Volksmedizin wurden die Brombeerblättern auch bei chronischer Blinddarmreizung, bei Erkrankung der Atemwege, zur Blutreinigung bei Hautausschlägen und bei Diabetes.

Brombeeren schmecken am besten frisch, bei voller Reife schmecken sie süß und weich. Waldbrombeeren sind zwar etwas kleiner, schmecken aber aromatischer. Im Sommer sind diese Früchte eine gesunde Nascherei dank des geringen Kaloriengehalts.

 

Verwendung in der Küche

Die Powerfrüchte werden zu Marmelade, Likör sowie Wein verarbeitet. Zudem auch als Saft. Letzterer ist auch ein bewährtes Mittel gegen Heiserkeit. Da Brombeeren nicht lange haltbar sind, lassen sie sich aber bestens einfrieren.

Tipp: Brombeerblättertee. Hierfür 2 Teelöffel Brombeerblätter mit 200 Milliliter kochend heißem Wasser überbrühen, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen und genießen. Wird der Brombeerblättertee für Kinder zubereitet, dann beträgt die Ziehzeit 5 Minuten.

Literatur:

Wang SY, Lin HS. Antioxidant activity in fruits and leaves of blackberry, raspberry, and strawberry varies with cultivar and developmental stage. J Agric Food Chem. 2000 Feb;48(2):140-6.

Sangiovanni E, Vrhovsek U, Rossoni G, Colombo E, Brunelli C, Brembati L, Trivulzio S, Gasperotti M, Mattivi F, Bosisio E, Dell’Agli M. Ellagitannins from Rubus berries for the control of gastric inflammation: in vitro and in vivo studies.  PLoS One. 2013 Aug 5;8(8):e71762.

Hassimotto NM, Pinto Mda S, Lajolo FM. Antioxidant status in humans after consumption of blackberry (Rubus fruticosus L.) juices with and without defatted milk. J Agric Food Chem. 2008 Dec 24;56(24):11727-33.

S.HIRSCH, F. GRÜNBERGER: Die Kräuter in meinem Garten (2012) Freya Verlag

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Mag. Barbara Novak

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