Blutzuckerschwankungen beim Wandern vorbeugen

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Um Blutzuckerschwankungen beim Wandern bzw. körperlichen Aktivitäten vorzubeugen, sollten sich Diabetespatienten durch regelmäßiges Messen schützen.

Vor allem bei prächtigem Wetter erfreut sich das Wandern besonderer Beliebtheit, wobei sich der Wandersport auch für Menschen mit Diabetes sehr gut eignet. Allerdings müssen Diabetespatienten jedoch darauf achten, dass sie starke Blutzuckerschwankungen vorbeugen. Denn die Bewegung und körperliche Anstrengung können den Blutzucker sowohl sinken als auch ansteigen lassen.

Deswegen empfehlen spezialisierte Ärzte ihren Diabetespatienten grundsätzlich, dass sie ihren Blutzuckerspiegel regelmäßig überprüfen.Um Blutzuckerschwankungen beim Wandern zu vermeiden und im Notfall vorbereitet zu sein, sollte jedenfalls Rücksprache mit dem Arzt erfolgen. Prinzipiell sollten Diabetes grundsätzlich eine kompetente Grundausbildung im Rahmen einer strukturierten Diabetesschulung erhalten.

 

Wandern mit Diabetes – bei Typ-1 und Typ-2 empfehlenswert

Wandern mit Diabetes als besonders geeignet. Denn die Bewegung an der frischen Luft fördert den Stoffwechsel und senkt den Blutzuckerspiegel signifikant.

Unter dem Strich kann jeder Mensch, der sich zusätzlich zur Alltagstätigkeit regelmäßig bewegt, auch seine Blutzuckereinstellung verbessern. Im Grunde genommen kann regelmäßige körperliche Aktivität bei Diabetes daher dazu beitragen, den Blutzuckerspiegel zu senken. Infolge bewirkt es auch eine verbesserte Sauerstoffversorgung sowie eine größere Leistungsfähigkeit des Herzens.

Wobei ausreichend Bewegung vor allem für Diabetes-Typ-2-Patienten besonders wichtig ist. Auch für Menschen mit Diabetes-Typ-1 ist der Wandersport empfehlenswert, denn er senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und steigert das körperliche sowie seelische Wohlempfinden.

Diabetespatienten sollten beim Wandern aber ein Auge auf ihre Blutzuckerwerte haben, um Blutzuckerschwankungen zu vermeiden. Denn während und nach dem Wandern können kurzfristig starke Blutzuckerschwankungen bzw. Blutzuckerabsenkungen auftreten. „Wenn die Warnzeichen nicht richtig interpretiert werden, können diese bis hin zu gefährlichen Unterzuckerungen führen“, so Dr. Kröger.

Blutzucker vor jeder sportlichen Betätigung messen, eher mit erhöhten als zu niedrigen mit dem Wandern starten

Jedenfalls sollten Diabetespatienten ihre Blutzuckerwerte sorgfältig kontrollieren, um Unterzuckerungen frühzeitig zu erkennen. Daher ist es ratsam, den Blutzucker vor jeder sportlichen Betätigung zu messen. Der gemessene Wert sollte dann zwischen 150 und 180 mg/dl liegen, um eine Art Sicherheitspuffer für die blutzuckersenkende Wirkung von Bewegung zu haben. Generell sollte eher mit einem erhöhten Blutzucker als mit einem zu niedrigen gestartet werden.

Wenn jedoch Diabetespatienten dennoch mit niedrigen Blutzuckerwerten starten, so sollten sie nach einer halben Stunde eine Bewegungs-Broteinheit einnehmen. Alternativ können sie schon davor die Insulindosis reduzieren.

 

Messen während des Wanderns, um Blutzuckerschwankungen rechtzeitig zu erkennen

Auch während des Wanderns empfehlen Diabetologen, den Blutzucker etwa alle ein bis zwei Stunden zu überprüfen. Dabei lernt der Betroffene, wie sich sein Blutzucker in dieser Situation verhält. Diese Erfahrungen helfen beim Auftreten von Blutzuckerschwankungen bei zukünftigen Fußmärschen.

Beispielsweise weisen Schwitzen oder Herzjagen trotz einer gemütlichen Wanderung meist auf Blutzuckerschwankungen beziehungsweise eine Unterzuckerung hin. Bei intensivem Wandern hingegen können Herzklopfen und Schwitzen auf eine starke Belastung hindeuten. Jedenfalls sollte man bei den ersten Anzeichen einer Unterzuckerung rasch reagieren. Dabei sollte immer der Grundsatz ‚Erst essen, dann messen‘ gelten. Traubenzucker und langsam ins Blut gehende Kohlenhydrate wie Vollkornbrot dürfen in keinem Wanderrucksack fehlen.

 

Wenn Wandern mit Diabetes den Blutzucker erhöht

Jedoch können lange Wandertouren den Blutzucker auch in die Höhe treiben. Bei Diabetes-Typ-1 ist dies Folge einer nicht ausreichenden Insulinversorgung des Körpers. Dabei können die Zellen nach körperlicher Anstrengung nicht mehr genügend Zucker aufnehme. Um diesen Energiemangel auszugleichen, baut der Körper Fettgewebe ab. Das Blut übersäuert und der Körper schüttet Stresshormone aus, die den Blutzuckerspiegel erhöhen. Daher brauchen die Betroffenen eine adäquate Schulung, um eine Ketoazidose abzuwehren.

Bei Menschen mit Diabetes-Typ-2 ist ein Blutzuckeranstieg meist Ausdruck einer Überanstrengung und wird durch Stresshormone ausgelöst. Wenn die Blutzuckerwerte grundsätzlich in einem Bereich über 250 mg/dl liegen, sollten sich Typ-2-Diabetespatienten sich keinesfalls stark anstrengen.

Quelle: http://www.diabetesde.org/

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Lena Abensberg

MEDMIX-Redaktion, AFCOM Digital Publishing Team

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