Wie Vitamin D3 und Vitamin K die Bisphosphonate beeinflussen

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Axel Rhindt
Axel Rhindt
MEDMIX-Redaktion, AFCOM Digital Publishing Team

Verschiedene Studien zeigten, dass Vitamin D3 und Vitamin K günstig die Wirkung der Bisphosphonate – bekannt für die Behandlung der Osteoporose – beeinflussen.

Bisphosphonate zählen zu den häufigsten Wirkstoffen in der Behandlung der Osteoporose. Weitere Anwendungsgebiete sind der Morbus Paget, Knochenmetastasen solider Tumoren, multiplem Myelom sowie die Tumor-induzierte Hyperkalzämie. Die Wirksamkeit der Bisphosphonate ist sehr von einer ausreichenden Versorgung mit Vitamin D beziehungsweise Vitamin D3 aber auch Vitamin K abhängig.



Leider haben sehr viele Menschen zu wenig Vitamin D beziehungsweise zu niedrige Vitamn-D-Spiegel. Und zwar ist das selbst dann der Fall, wenn sie Kombinationspräparate von Bisphosphonaten mit Vitamin D einnehmen. Dadurch kann es bei der Behandlung der Osteoporose mit Bisphosphonaten durch Vitamin-D- aber auch Calcium-Mangel zu zahlreichen Problemen kommen. Dazu gehören

  • Magnesiummangel (Hypomagnesiämie),
  • eiin viel zu niedriger Kalziumgehalt im Blut (Hypokalzämie),
  • Schmerzhafte Muskelkrämpfe (Tetanie),
  • schweren Störungen der Knochenmineralisierung sowie
  • eine Überfunkton der Nebenschilddrüsen mit vermehrten Bildung von Parathormon (sekundärer Hyperparathyreoidismus).

Diese bekannten Nebenwirkungen der Behandlung der Osteoporose kann man durch eine angemessene Supplementierung von Vitamin D und Calcium verhindern.

 

Bisphosphonate und das Vitamin D3

Das Vitamin D3 hilft Bisphosphonate nachweislich dabei, dass sie besser auf das Knochenwachstum wirken. Die Bisphosphonate-induzierte Hypokalzämie und der sekundäre Hyperparathyreoidismus können durch eine adäquate Supplementierung von Vitamin D3 – beispielsweise 20.000 I.E./Woche, p.o. – und Calcium vermieden werden.



Wenn Patienten Bisphosphonate über einen langen Zeitraum anwenden, dann kann es an ungewöhnlichen Stellen zu Oberschenkelhalsfrakturen kommen. Einerseits ist noch nicht eindeutig geklärt, dass Bisphosphonate tatsächlich für diese atypischen Knochenfrakturen verantwortlich sind. Andererseits haben verschiedene Gesundheitsagenturen verfügt, dass die jeweiligen Produktinformationen auf diese mögliche Nebenwirkung hinweisen.

Auch im Hinblick auf potenzielle Nebenwirkungen der Bisphosphonate sollte man den Vitamin D3- und Vitamin K-Haushalt vor Beginn der Behandlung mit Bisphosphonaten kontrollierer. Denn dann kann man einen Mangel gezielt ausgleichen.

Erhöhte Parathormon-Spiegel sowie ein Vitamin D-Mangel erhöhen in Komination mit Bisphosphonaten anscheind auch das das Risiko für Osteonekrosen der Kieferknochen. Die in der Behandlung der Osteoporose eingesetzten Kombinationen der Bisphosphonate mit Vitamin D3 sind im Hinblick auf einen adäquaten Vitamin D-Status von > 80 nmol/l deutlich unterdosiert.

 

Einfluss von Vitamin K

Vitamin K ist wichtig für die Knochen, wobei Studien zeigen, dass Vitamin K die Frakturquoten reduzieren kann. Vitamin K soll aber auch die Wirksamkeit von Bisphosphonaten verbessern können. Beispielsweise zeigten Studien, Vitamin K kombiniert mit Bisphosphonate die Knochendichte bei Frauen nach der Menopause verbessern konnte.




Literatur:

Gröber U, Holick MF, Kisters. Vitamin D und Medikamente. Med Monatsschr Pharm. 2011 Oct;34(10):377-87.


Quellen:

Bisphosphonate und Mikronährstoffe. MEDMIX 3/09

Arzneimittel und Mikronährstoffe. Uwe Gröber. Narayana Verlag GmbH

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