Bessere Lungenfunktion durch Sport bei Mädchen im Kindes- und Jugendalter

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Rainer Muller
Rainer Mullerhttp://www.afcom.at
MEDMIX-Redaktion, Projektleiter, AFCOM Digital Publishing Team

Mädchen im Kindes- und Jugendalter bekommen eine bessere Lungenfunktion durch Sport und körperliche Aktivität. Bei Jungen zeigte sich kein Zusammenhang.

Im Grunde genommen bringt Sport und körperliche Aktivität viele bekannte gesundheitliche Vorteile. Allerdings hat die Forschung den Zusammenhang mit der Lungenfunktion in der Kindheit und der Jugend bislang nicht gut untersucht. Eine neue spanische Studie konnte nun nachweisen, dass eine bessere Lungenfunktion durch Sport bei Mädchen im Kindes- und Jugendalter zu erwarten ist. Dazu zeigten die Forscher den Zusammenhang zwischen regelmäßiger körperlicher Aktivität in der Kindheit und höheren Lungenfunktionswerten wie der Einsekundenkapazität.

 

Kinder der 90er Jahre im Fokus

Die Forscher untersuchte den Zusammenhang zwischen Sport und körperlicher Aktivität von der Kindheit bis zum Jugendalter und der Lungenfunktion im Jugendalter. Dazu analysierten sie die Daten von 2.300 Jungen und Mädchen, die an der britischen Längsschnittstudie »Avon Longitudinal Study of Parents and Children, ALSPAC« teilnahmen. Man bezeichnet die Teilnehmer auch als Kinder der 90er Jahre.

Dabei zeichnete ein Sensor die körperliche Aktivität der Kinder über Zeiträume von sieben Tagen im Alter von 11, 13 und 15 Jahren auch. Weiter überprüften die Mediziner deren Lungenfunktion im Alter von 8 und 15 Jahren mittels Spirometrie. Außerdem beantworteten die Eltern der Kinder Fragen zu soziodemografischen, psychologischen und Lebensstil bezogenen Faktoren.

 

Bessere Lungenfunktion durch Sport und körperliche Aktivitäten nach

Es zeigte sich, dass die Mädchen mit moderater und hoher körperlicher Aktivität eine höhere Atemkapazität hatten. Das heißt die sogenannte Einsekundenkapazität war besser als bei geringer körperlicher Aktivität. Die Einsekundenkapazität – das beschleunigte Ausatemvolumen – beschreibt übrigens die Luftmenge, die in der ersten Sekunde nach maximaler Einatmung ausgeatmet wird.

Im Gegensatz dazu zeigte sich bei Jungen keine solche Assoziation. Eine mögliche Erklärung könnte sein, dass Wachstumsschübe bei Mädchen früher auftreten als bei Jungen. Infolgedessen könnte man eine bessere Lungenfunktion durch Sport und körperlicher Aktivität bei Mädchen in einem früheren Alter leichter beobachten, als bei Jungen.

Die Ergebnisse zeigten auch, dass weniger als 7% der Kinder die von der Weltgesundheitsorganisation empfohlene körperliche Aktivität erreichten. Das sind mindestens 60 Minuten pro Tag. Im Alter von 11 Jahren waren Jungen durchschnittlich 24 Minuten pro Tag körperlich aktiv, während es bei Mädchen 16 Minuten waren. Im Allgemeinen waren Jungen in jedem Alter aktiver als Mädchen.

Literatur:

Roda et al. Physical-activity trajectories during childhood and lung function at 15 years. Findings from the ALSPAC cohort. International Journal of Epidemiology, dyz128, https://doi.org/10.1093/ije/dyz128

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