Barfuß gehen ist gesund

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Mit barfuß gehen kann man eine gesunde ­Körper- und Fußhaltung fördern. Barfuß gehen oder laufen gehört daher auch zu den ersten Tipps bei Fuß- und Rückenbeschwerden.

Unsere Füße sollen uns ein Leben lang von einem Ort zum anderen tragen. Viele Jahre lang geschieht dies ohne erwähnenswerte Beschwerden oder Probleme. Doch häufig kommt dann doch der Moment, in dem sie überlastet sind: stiefmütterlich behandelt, häufig ausgelöst durch enges, unpassendes teilweise qualitativ mangelhaftes Schuhwerk beginnen die Füße zu schmerzen. Auch Übergewicht und Bewegungsmangel machen ihnen sehr zu schaffen. Dagegen hilft eine alte einfache Empfehlung. Der berühmte Pfarrer Kneipp hat barfuß gehen als eines der natürlichsten und einfachsten Abhärtungs- bzw. Heilmittel für unsere Füße und deren Muskeln und Gelenke bezeichnet.

Ein Fuß besteht aus Zehen, dem Mittelfuß und der Fußwurzel. Am Mittelfuß findet man den Ballen, die Sohle, die Ferse, den Spann (der Fußrücken) und den Rist (Außenkante). Jeder Fuß besteht aus 26 Knochen, die von 33 Gelenken und 19 Muskeln kontrolliert und bewegt werden. Somit befinden sich in unseren beiden Füßen fast ein Viertel der Knochen des ganzen Körpers, was ihre „Anfälligkeit“ im Sinne von entstehenden gesundheitlichen Problemen erhöht.

Ein wichtiger einfacher Ratschlag zur Vermeidung von Fuß- aber auch Rückenbeschwerden ist daher: so oft wie möglich barfuß gehen. Denn die zahlreichen kleinen und großen Fußmuskeln kann man meist nur wenig trainieren. Doch genau das kann zu Fehlstellungen Senk-, Spreiz- sowie Knickfüße führen.

Auch Orthopäden raten bei Fußfehlstellungen, Rücken-, Knie- und Hüftproblemen, häufig barfuß zu laufen. Dies fördert auch zusätzlich die Durchblutung und regt das Herz-Kreislaufsystem an.

 

Zehen trainieren, beim barfuß gehen den Boden »angreifen«

Neben den Füßen sollten aber auch die Zehen nicht vergessen werden: Auch sie brauchen regelmäßiges Training, vor allem wenn man die meiste Zeit am Tag Schuhe tragen muss (oder will). Sie sollten auch beim barfuß gehen den Boden wie Finger »ergreifen«. Ein guter Tipp: Greifübungen trainieren die Beweglichkeit der Füße und der Zehen. Zu Beginn sollte man z.B. versuchen, Socken oder dünne Tücher mit den Zehen zu ergreifen.

In weiterer Folge kann man versuchen, kleine Gegenstände wie Stifte etc. zu ergreifen und hochzuheben. Fußpflege nicht vernachlässigen Keinesfalls soll man vergessen, seine Füße ausreichend zu pflegen. Ein lauwarmes Fußbad ist nicht nur wohltuend sondern beugt auch der Bildung von Hornhaut vor. Gegen schmerzhafte Risse und Schrunden hilft regelmäßiges Eincremen, das man mit einer wohltuenden Fußmassage verbinden kann. Wichtig ist jedenfalls auch, dass man seine Füße vor Austrocknung und Verhornung schützt.

Quelle: http://www.barefootrunning.fas.harvard.edu/6FAQ.html

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Lena Abensberg

MEDMIX-Redaktion, AFCOM Digital Publishing Team

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