Sanfter Balsam bei perioraler Dermatitis zur richtigen Pflege der Haut

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Sanfte Balsam-Zubereitungen können die Haut bei perioraler Dermatitis unterstützen. Bei der durch Kosmetika ausgelösten Erkrankung steht zu Beginn aber die Nulltherapie.

Verschiedene Inhaltsstoffe von Pflegeprodukten können die aus nützlichen Bakterien und Hefen bestehende Mikroflora der Haut negativ beeinflussen. Es gibt aber auch zahlreiche Balsam, die die Haut wirksam unterstützen. Beispielsweise bei der Linderung von kleinen Verletzungen bis hin zur effektiven Pflege von geröteter, trockener und schuppiger Haut. Beziehungsweise bei beanspruchter und rauher Haut. Beispielsweise beruhigt Lavendel-Balsam die Haut und die Psyche. Verschiedene Zubereitungen reduzieren auch den Juckreiz. Bei der Mundrose – Periorale Dermatitis – spannt sich die Haut um den Mund herum und es kommt zu Brennen und Juckreiz. Es entstehent Pusteln, Rötungen und Knötchen um Mund ( = perioral), die die betroffenen Personen stark belasten und sehr hartnäckig sind. Dabei kann die frühzeitige Behandlung eine Verschlechterung verhindern.

 

Periorale Dermatitis

Sehr oft kann der Arzt die Ursachen von Hautkrankheiten nicht eindeutig aufklären. Zur individuellen Veranlagung kommen bei der Entstehung und dem Verlauf von Erkrankungen wie Akne, Neurodermitis oder verschiedenen Pilzinfektionen weitere Faktoren hinzu. Ein bekanntes Beispiel die sogenannte periorale Dermatitis, bei der Kosmetika Mitverursacher von Hautproblemen sind.

Hierzu sprach man in den 1950er Jahren von der Stewardessen-Krankheit oder Mannequin-Erkrankung. Zunächst waren vor allem junge Frauen betroffen, die regelmäßig Make-Up benutzten. Später trat die Erkrankung auch bei Männern auf, die Pflegekosmetik verwendeten.

Die Symptome der perioralen Dermatitis sind gerötete Haut und erweiterte Äderchen, Knötchenbildung, Unreinheiten und Pickeln. Betroffen sind allem Hautstellen um den Mund sowie an Wangen und den Augenlidern. Die Behandlung der perioralen Dermatitis ist kompliziert und erfordert viel Geduld von Arzt und Patientin. Denn anfangs muss man gemeinsam die Auslöser finden. Dabei lässt der Verzicht auf Kosmetika, Balsam, Salben und Lotionen in der Regel die Beschwerden der Haut wieder verschwinden. Man spricht von einer „Null-Therapie“. Das gilt auch für kortisonhaltige Salben. Die Haut erhält sozusagen eine längere Ruhepause.

Auch Urlaubsaufenthalte in den Bergen, am See oder am Meer tragen zu Besserung bei. Bewährt haben sich weiter kühlende Teeumschläge mit grünem oder schwarzem Tee. Das Gesicht wäscht man am besten mit wenig pH-Wert sauren Waschlotionen und spült mit am besten mit lauwarmen Wasser. Der richtige Tages-Balsam sollte nicht fett sein und kann die Haut unterstützen. Wobei bei vielen Patientinnen Balsam mit Aloe Vera oder Schwarzkümmelöl die betroffene Haut unterstützen konnte.

 

Kosmetika, Öle, Balsam, Salben und Lotionen für die Haut zum Problem werden

Im Grunde genommen gibt es zahlreiche Anhaltspunkte, dass auch Hilfsstoffe in kosmetischen Hautpflegeprodukten bei vielen Hauterkrankungen eine Schlüsselrolle spielen. Denn Öle, Verdickungsmittel und Emulgatoren können durch mikrobielle Stoffwechselaktivitäten Krankheitsverläufe negativ beeinflussen.

Literatur:

Leila Tolaymat; Matthew R. Hall. Dermatitis, Perioral. StatPearls [Internet]. Last Update: October 27, 2018.

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Chefredakteur Dr. Reinhold Lautner

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