Baldrian und Passionsblume gegen Stress und zur Beruhigung

Baldrian und Passionsblume © Montage afcom / shutterstock.com

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Die Heilpflanzen Baldrian und Passionsblume wirken ausgleichend gegen Stress und zur Beruhigung und helfen dabei, das innere Gleichgewicht zu stabilisieren.

Im Grunde genommen ist der Stress in unserem Alltag allgegenwärtig. Wenn das Telefon klingelt. Wenn die Uhr tickt und tausend Dinge noch zu erledigen sind. Alles soll perfekt funktionieren. Das gilt im Beruf wie auch zu Hause. Wenn allerdings der Alltag zur Dauerbelastung, zehrt das nicht nur an unseren körperlichen Kräften. Sondern das beeinträchtigt dann auch unsere Nerven. Dagegen muss man jedenfalls unbedingt etwas unternehmen. Hierzu gibt es ­übrigens zahlreiche Möglichkeiten, das innere Gleichgewicht zu ­stabilisieren. Beispielsweise bieten verschiedene pflanzliche Präparate Hilfe. Dementsprechend helfen die Heilpflanzen Baldrian und Passionsblume, Geist und Psyche zu beruhigen sowie ­ausgleichend gegen Stress.

 

Im Gleichgewicht leben

Um gesund zu bleiben, muss langfristig Gleichgewicht im Körper und im Leben herrschen. Gleichgewicht zwischen Belastung und Pausen, Anspannung und Entspannung, Nachdenken und Abschalten, nach innen und nach außen gehen. Der Zusammenhang ­zwischen Körper und Geist ist jedem bekannt.

Beispielsweise können manche Menschen nach einer halben Stunde Laufen wieder klare Gedanken fassen und alles um sich herum entspannter und positiver wahrzunehmen. Es ist erwiesen, dass sich der Körper entspannt, wenn sich der Geist in Ruhe befindet oder sich der ganze Mensch wohl und gesund fühlt, wenn die Emotionen mit dem, was man tut, übereinstimmen.

Natürlich kann Stress auch positiv sein, und zwar dann, wenn uns dieser zu ­aktiver Arbeit, Aufmerksamkeit und einer optimalen körperlichen ­Grundspannung führt. In dem Fall stimmt die Balance und Sie befinden sich in Ihrer Mitte.

 

Körper und Geist ­entspannen

Oft genügt schon ausreichend Schlaf, Bewegung in jeder Weise oder bewusst eine Stunde am Tag „faul“ sein. Erleichternd kann auch das bewusste Loslassen „innerer Stressoren“ sein, indem man die eigene Einstellung zu den Dingen überdenkt und sich vielleicht von dem einen oder anderen bewusst löst oder öfter mal „Nein“ sagt.

Egal, wo Sie beginnen, ob bei aktiver körperlicher Entspannung oder ob Sie sich um Ihren Geist kümmern. Da Körper und Geist zusammenhängen, werden sich beide entspannen. Es liegt an Ihnen, wozu Sie sich entscheiden. Wichtig ist nur, dass Sie es tun. Die angenehme Wirkung stellt sich in jedem Fall ein.

 

Baldrian und Passionsblume gegen Stress für starke Nerven

Wer häufig Stress hat, kennt wahrscheinlich die typischen Symptome psychischer Überlastung. Nervosität, innere Unruhe und Einschlafstörungen sind weitverbreitet. Heilsame Pflanzenextrak­te aus Passionsblume und Baldrian wirken beruhigend und ausgleichend auf das vegetative Nervensystem.

Schon die Maya, Azteken und andere Völker nutzten die beruhigenden Eigenschaften der Passionsblume. Im 19. Jahrhundert fand sie dann ihren Weg nach Europa – im Gepäck einiger Botaniker, die von ihrer Schönheit fasziniert waren. Als Arzneipflanze zur Behandlung von Unruhezuständen und Einschlafstörungen ist die Passionsblume seit Mitte des 20. Jahrhunderts offiziell anerkannt.

Und dank ihres einzigartigen Wirkprofils wurde sie im Jahr 2011 vom Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde zur „Arzneipflanze des Jahres“ gekürt.

Baldrian ist wohl eine der bekanntesten Arzneipflanzen mit beruhigender und ausgleichender Wirkung. Bereits im Mittelalter wurden Baldrianwurzeln für medizinische Zwecke verwendet.

Schließlich konnte man bereits im mittelalterlichen Kräuterbuch des Otto von Brunfels finden, dass die Baldrianwurzel „holdselig, eins und friedsam macht“. Der deutsche Name Baldrian leitet sich übrigens von „Baldur“ ab, dem germanischen Gott des Lichtes.


Literatur:

Sarris J, McIntyre E, Camfield DA. Plant-based medicines for anxiety disorders, Part 1: a review of preclinical studies. CNS Drugs. 2013;27(3):207–219. doi:10.1007/s40263-013-0044-3

Sarris J, McIntyre E, Camfield DA. Plant-based medicines for anxiety disorders, part 2. A review of clinical studies with supporting preclinical evidence [published correction appears in CNS Drugs. 2013 Aug;27(8):675. Dosage error in article text]. CNS Drugs. 2013;27(4):301–319. doi:10.1007/s40263-013-0059-9

Cravotto G, Boffa L, Genzini L, Garella D. Phytotherapeutics: an evaluation of the potential of 1000 plants. J Clin Pharm Ther. 2010;35(1):11–48. doi:10.1111/j.1365-2710.2009.01096.x

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