Ayurveda für die Haut: gut bei Hautkrankheiten wie Psoriasis und Neurodermitis

Ayurveda für die Haut bewährt sich seit langem. © karelnoppe / shutterstock.com

Ayurveda für die Haut bewährt sich seit langem. © karelnoppe / shutterstock.com

Die indische Heilkunst Ayurveda ist gut für die Haut und kann bei Psoriasis, Neurodermitis und anderen Hautkrankheiten die Beschwerden lindern helfen.

Im Grunde genommen galt die traditionelle indische Heilkunst Ayurveda noch vor wenigen Jahren in westlichen Ländern vor allem als exotisches Wellnesskonzept. Doch zunehmend rückt der medizinische Aspekt der ganzheitlichen Heilkunde in den Vordergrund. Mittlerweile hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Ayurveda als medizinische Wissenschaft anerkannt. Denn das jahrtausendealte Wissen zeigt insbesondere bei der Behandlung chronischer Beschwerden beachtliche Erfolge. So kann Ayurveda verschiedene Beschwerden wie Keratosis pilaris (Reibeisenhaut, der Verhornungsstörung der Haut) lindern, wobei die indische Heilkunst vor allem auch bei Hautkrankheiten wie Psoriasis und Neurodermitis die normale Therapie unterstützen kann.

 

Ayurveda fördert die Selbstheilungskräfte des Körpers

Im Grunde genommen rückt Ayurveda den ganzen Menschen in den Blickpunkt. Dabei berücksichtigt man auch, welche äußeren Einflüsse bestimmte Erkrankungen begünstigen können. Viele Betroffene reagieren besonders in Stresssituationen mit Entzündungsschüben.

Andere merken, dass bestimmte Genussmittel oder Wetterwechsel ihre Erkrankung begünstigen. Doch so verschieden die Auslöser auch sind, sie haben jedenfalls eines gemein. Dass nämlich die Selbstregulation des Körpers aus dem Takt geraten ist. Der Ansatz des Ayurveda für die Haut ist es daher, nicht nur die Symptome zu lindern. Stattdessen will man die Haut wieder in Balance zu bringen, damit die natürlichen Schutz- und Regenerationsmechanismen wieder funktionieren.

Deswegen enthalten Ayurveda-Rezepturen für die stark strapazierte Haut neben pflegenden und beruhigenden Nährstoffen auch Heilpflanzen. Letzter sollen auch ausgleichend auf die Zellaktivität wirken und neuen Entzündungen vorbeugen.

 

Ayurveda-Behandlung bei Psoriasis und Neurodermitis

Im Grunde genommen umfasst eine Ayurveda-Behandlung bei Hautkrankheiten auch den Lebensstil des Patienten. Dazu analysiert man Faktoren wie die Körperhygiene, bestimmte Essgewohnheiten sowie den Umgang mit dem Stress. Gerade der letzte Punkt spielt bei Hautproblemen eine große Rolle.

Viele Schuppenflechte- sowie auch Neurodermitis-Patienten berichten beispielsweise, dass sich ihre Beschwerden bei psychischer Anspannung deutlich verschlimmern. Hierzu ist Ayurveda für die Haut besonders empfehlenswert, denn diese ist ja buchstäblich der Spiegel der Seele.

Schließlich kann auch ein Haut-Tagebuch helfen. Damit kann man individuellen Auslösern der betroffenen Person leichter auf die Spur kommen. Zudem hilft es dabei, Erkrankungen und Beschwerden gezielt entgegenzusteuern. Entscheidend bleibt jedoch die richtige Hautpflege. Und zwar nicht nur bei akuten Beschwerden, sondern auch in beschwerdefreien Zeiten als Vorbeugung.


Literatur:

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