Ausstellung mit 33 Patientengeschichten

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Eine Ausstellung die berührt: Das Klinikum der Universität München zeigt in einer Ausstellung 33 Patientengeschichten aus deutschen Universitätsklinika.

Geschichten aus dem Leben über das Leben – direkt aus den 33 deutschen Universitätsklinika. Erzählt von Patienten und ihren Angehörigen. Stellvertretend für Millionen Menschen in Deutschland, die den Ärztinnen und Ärzten, Schwestern und Pflegern und der medizinischen Ausstattung der Uniklinika ihre Gesundheit und oft auch ihr Leben verdanken. In einer Pop-up-Ausstellung erzählen Patienten auf 33 lebensgroßen Fotoaufstellern ihre großen und kleinen Geschichten – ab heute im LMU-Klinikum am Campus Großhadern zu sehen.

Am 21. März 2017 erstmals in Berlin am Hauptbahnhof vorgestellt, startet die lebensgroße Ausstellung, die der Verband der Universitätsklinika Deutschlands e.V. initiiert hat, nun durch die deutschen Uniklinika. Das Klinikum der Universität München macht mit dem Universitätsklinikum in Freiburg den Anfang und eröffnet heute die Ausstellung, die noch bis zum 4. April am Campus Großhadern in der Galerie im oberen Eingangsbereich besichtigt werden kann.

Bedeutung und Schwerpunkt der Universitätsmedizin

Das LMU-Klinikum behandelt an seinen beiden Standorten Campus Innenstadt und Großhadern eine halbe Million Patienten jährlich – ein Haus, das sich der Spitzenmedizin in allen Bereichen verschrieben hat.

Medizinische Forschung ist ein wesentliches Kennzeichen universitärer Medizin. Die LMU-Medizin bietet ein herausragendes Umfeld für internationale Forschung und ermöglicht so Fortschritte in Diagnose und Therapie zu entwickeln. „Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft“, sagt Prof. Dr. Karl-Walter Jauch, Ärztlicher Direktor am Klinikum der Universität München. „Ganz nach unserem Motto ‚Wir machen Medizin besser‘ sind wir stolz darauf, aktiver Teil eines weltweiten Netzwerkes von Forschungseinrichtungen zu sein und so unseren Patienten eine hochwertige und individuelle Versorgung auf dem absolut neuesten Wissensstand anbieten zu können.“

Kompetenzzentrum für Brustkrebserkrankungen

Rund 500.000 Menschen erkranken in Deutschland jährlich neu an Krebs. Frauen sind am häufigsten von Brustkrebs und Tumoren des Darms und der Lunge betroffen. Durch die Entwicklung von und Teilnahme an nationalen und internationalen Studien zum Thema Grundlagenforschung, klinische Forschung und Versorgungsforschung leistet das Brustzentrum am Klinikum der Universität München einen großen Beitrag in der Forschung und Weiterentwicklung und ermöglicht es gleichzeitig, dass Patientinnen und Patienten mit Brustkrebs stets Zugang zu den neuesten modernen Therapieoptionen bei der lokalen (Operation und Strahlentherapie) und systemischen Therapie erhalten. So konnte auch Sonja Wagner, eine junge Mutter, im Rahmen einer neuen Medikamentenstudie erfolgreich behandelt werden.

Personalisierte Medizin für den einzelnen Patienten

Mutig, persönlich, ergreifend: So zeigt sich Sonja Wagner in der Pop-up-Ausstellung zusammen mit 32 anderen Uniklinik-Patienten. Im Alter von 36 Jahren bekam Sonja Wagner die Diagnose Brustkrebs. Bei den folgenden Untersuchungen stellte sich heraus, dass der Krebs in die Leber gestreut hatte. Aufgrund der Aggressivität ihres Tumors, der bereits acht Zentimeter groß war, entschieden sich die Experten um Prof. Dr. Nadia Harbeck, Leiterin des Brustzentrums am Klinikum der Universität München, für eine Chemotherapie vor der Operation. Die Mutter eines damals zweijährigen Sohnes bekam 18 Chemotherapien im Wochenrhythmus. Bereits nach der 12. Gabe der Medikamente war der Tumor in der Brust nicht mehr diagnostizierbar. Auch die Metastasen in der Leber waren inaktiv geworden. Trotzdem blieb das Risiko, dass der Krebs zurückkommt und sogenannte Rezidive bildet. „Nach einem Kontroll-CT vor drei Jahren wurde festgestellt, dass einer der Lymphknoten in meiner rechten Achsel vergrößert war“, so Sonja Wagner. Wieder nahm die Unsicherheit zu. „Wir haben uns dann dazu entschieden, Frau Wagner in eine Medikamentenstudie einzuschließen, um ihr eine innovative und zum damaligen Zeitpunkt die bestmögliche Therapie bereits lange vor der Zulassung zukommen zu lassen“, erzählt Prof. Dr. Nadia Harbeck. „Die Fortschritte in der Diagnostik und Therapie des Mammakarzinoms verdanken wir zum größten Teil den im Rahmen solcher Studien gewonnenen Forschungsergebnissen. Die Patienten wiederum profitieren von neuen Medikamenten und einer engmaschigen Untersuchung.“ Frau Wagner kommt weiterhin dreiwöchentlich zur Therapie ins Brustzentrum – ihr Sohn ist mittlerweile eingeschult worden

Gentests für eine zielgerichtete und nachhaltige Therapie

Bei Patientinnen mit Brustkrebs-Ersterkrankung ohne Fernmetastasen setzt das Brustzentrum seit 2011 sogenannte Genexpressionstests wie den „Oncotype DX“ für eine individuelle und optimierte Brustkrebstherapie ein. Dieser Test hilft bei der Therapieentscheidung und trägt dazu bei, Über- und Untertherapien in der Versorgung von Frauen mit Brustkrebs-Ersterkrankung zu vermeiden. „Der mit dem Oncotype DX-Test ermittelte Score-Wert liefert zuverlässige Informationen, ob eine Chemotherapie nötig ist, und zwar unabhängig von anderen klinisch-pathologischen Prognosefaktoren“, erklärt Prof. Dr. Nadia Harbeck. Die Ärztin geht davon aus, dass sich bei regelhafter Anwendung des Tests 20 bis 50 Prozent der Chemotherapien erübrigen. Ein weiterer Vorteil: Ohne Chemotherapie könnten Patientinnen schneller wieder in den Alltag eingegliedert werden. An der Validierung des Testes für den klinischen Alltag war das Brustzentrum der Universität München durch eigene Studienprogramme maßgeblich beteiligt. 

Informationen zur Ausstellung und alle 33 Patientengeschichten finden Sie zum Nachlesen auf der Homepage des VUD: http://www.deutsche-uniklinika.de/themen-die-bewegen/hinter-den-kulissen-patienten-erzaehlen

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