Augentropfen ohne Konservierungsmittel bevorzugen

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Patienten mit trockenem Auge, Glaukom oder Kontaktlinsenträger sollten Augentropfen ohne Konservierungsmittel bevorzugen.

Konservierungsmittel in Augentropfen sollen verhindern, dass bei der Anwendung des Tränenersatzes Krankheitserreger ins Auge transportiert werden. Nachteilig ist, dass solche Augentropfen über einen längeren Zeitraum häufig angewendet, die Augen schädigen können. Der in der Augenheilkunde häufig eingesetzte Wirkstoff Benzalkoniumchlorid kann beispielsweise zu einer chronischen Entzündung der Augenoberfläche führen, wodurch sich die typischen Beschwerden des Trockenen Auges manifestieren können. Ein Wechsel auf alternative Konservierungsmittel oder Augentropfen ohne Konservierungsmittel ist heute kein Problem mehr. Die Vor- und Nachteile müssen jedoch im Einzelfall abgewogen werden. Doch vor allem Patienten mit trockenem Auge, Glaukom oder Kontaktlinsenträger sollten sich für Augentropfen ohne Konservierungsmittel entscheiden.

 

Mit Konservierungsmittel versus ohne Konservierungsmittel

Seit nun fast 40 Jahren müssen alle Augentropfen, die man länger als 24 Stunden anwendet, gesetzlich vorgeschrieben Konservierungsmittel beinhalten. Denn in den Mehrdosisbehältnissen könnten sich sonst Bakterien oder Pilze vermehren.

Konservierungsmittel haben also zum einen den Vorteil eines Infektionsschutzes, zum anderen untertützen bestimmte Konservierungsstoffe das Eindringen bestimmter Wirkstoffe ins Auge. Doch auch Konservierungsmittel bieten keinen hundertprozentigen Schutz vor Keimen. Denn häufig eingesetzt, lassen sich in einem Drittel der konservierten Tropfen nach 15 Tagen Bakterien nachweisen. Deshalb sind unter Fachleuten Konservierungsmittel umstritten.

Vor allem das oben erwähnte, häufig angewendete Konservierungsmittel Benzalkoniumchlorid (BAC) wirkt sich negativ auf den Tränenfilm und die Augenoberfläche aus. Oft eingesetzt kann dadurch ein Trockenes Auge entstehen oder es kann sich bei bereits manifestierten Trockenem Auge der Krankheitszustand deutlich  verschlechtern. Besonders gefährdet sind Glaukompatienten, die täglich Tropfen anwenden.

 

Augentropfen ohne Konservierungsmittel sind die sicherste Wahl

Neuere Konservierungsmittel – wie Polyquad, das die Oberfläche deutlich weniger schädigt als BAC, oder Natriumperborat und Oxychloro-Komplex, die sich bei Kontakt mit Tränenflüssigkeit oder bei Licht in unschädliche Bestandteile auflösen, – werden von den meisten Patienten besser vertragen, wenngleich eine Reizung nicht auszuschließen ist. Allenfalls bei kurzfristiger und seltener Anwendung sind konservierungsstoffhaltige Augentropfen unbedenklich.

Die sicherste Wahl sind laut Augenexperten daher Augentropfen ohne Konservierungsmittel, die heutzutage in speziellen Behältnissen angeboten werden, um zu verhindern, dass schädliche Keime eindringen können. Meistens werden solche Konservierungsmittel in sogenannten Einmalophtiolen geliefert. Schließlich bleiben laut aktuellen Untersuchungen die Tropfbehälter ohne Konservierungsmittel auch nach wiederholter Anwendung zu 98 Prozent keimfrei.

 

Fazit. Patienten mit chronischen Erkrankungen wie Trockenem Auge und Glaukom oder einer gesicherten Konservierungsmittelallergie sollten auf jeden Fall Augentropfen ohne Konservierungsmittel anwenden. Dies gilt auch für Träger von Kontaktlinsen.

Quelle: Deutsche Ophthalmologischen Gesellschaft DOG

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Lena Abensberg

MEDMIX-Redaktion, AFCOM Digital Publishing Team

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