Asthma-Diagnose sollte früh geschehen

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Die frühestmöglichen Asthma-Diagnose gewinnt immer mehr an Relevanz, denn die Zahl der bereits im Kindesalter auftretenden Asthmaerkrankungen nimmt stetig zu.

Da die Zahl der bereits im Kindesalter auftretenden Asthmaerkrankungen in den vergangenen Jahren stetig zunahm, gewinnt die Frage der frühestmöglichen Asthma-Diagnose an Relevanz. Deshalb fordern Kinder-Pneumologen Eltern und Kinderärzte auf, frühe Krankheitssignale ernst zu nehmen.

Ursache für Asthma ist meist eine allergische Reaktion. „Um den Verlauf dieser chronischen Erkrankung wirksam zu beeinflussen, ist ein frühestmöglicher Therapiebeginn wichtig“, so Prof. Christian Vogelberg, Bereichsleiter Pädiatrische Pneumologie und Allergologie der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden.

 

Asthma-Diagnose mit modernen Untersuchungsmethoden

Dank moderner Untersuchungsmethoden lässt sich zur Asthma-Diagnose die Lungenfunktion heute bereits im Kleinkindalter zuverlässig überprüfen. Von diesen Verfahren profitieren zudem Patienten mit schwersten chronischen Lungenerkrankungen wie der Mukoviszidose, da der Verlauf des Leidens und die Wirksamkeit von Medikamenten präziser beurteilt werden kann.

Atemwegsinfekte kommen gerade bei Drei- bis Sechsjährigen sehr häufig vor. Sie werden zwar hauptsächlich durch Viren, seltener durch Bakterien verursacht, doch es könnten eben auch erste Anzeichen von Asthma bronchiale sein. Und es gibt weitere Indizien: Wenn Kinder bereits nach kurzer Zeit des Tobens Atemnot bekommen oder sich schnell von solchen Aktivitäten zurückziehen, könnte die chronische Atemwegserkrankung dahinterstecken.

Im kinderärztlichen Alltag besteht die Herausforderung darin, zwischen einer Infektion und einer allergischen Reaktion als Auslöser der Probleme zu unterscheiden. Dazu wird standardmäßig ein Lungenfunktionstest genutzt, bei dem die Kinder allein in einer geschlossenen Zelle – ähnlich einer kleinen Telefonkabine – sitzen müssen, um angestrengt und gezielt in ein Röhrchen zu blasen. Ein Verfahren, das erst für Fünf- oder Sechsjährige geeignet ist.

Dank eines neuen Verfahrens, bei dem der Patient ein unschädliches Gas einatmet und das Gerät misst, wie viel und in welchem Zeitraum dieses Gas wieder ausgeatmet wird, lassen sich bereits bei Säuglingen feinste Veränderungen der Lungenfunktion messen. Bei diesem modernen Analysegerät reicht es aus, dass das Kind ruhig und gleichmäßig atmet.

Weitere Informationen
www.uniklinikum-dresden.de/kik
www.gpp2016.com
www.paediatrische-pneumologie.eu

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MEDMIX Online-Redaktion

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