Aphrodisiaka – Lebensmittel, Pflanzen – mit natürlicher Wirkung für Lust und Liebe

Aphrodisiaka aus der Natur sind Nahrungsmittel, Gewürze, Pflanzenextrakte und ätherische Öle und Düfte, denen eine Lust steigernde Wirkung nachgesagt wird. © bezikus / shutterstock.com

Aphrodisiaka aus der Natur sind Nahrungsmittel, Gewürze, Pflanzenextrakte und ätherische Öle und Düfte, denen eine Lust steigernde Wirkung nachgesagt wird. © bezikus / shutterstock.com

Viele Lebensmittel und Pflanzen sind Aphrodisiaka mit einer natürlichen Wirkung für Lust und Liebe, um das Liebesleben positiv zu bereichern.

Abseits von Viagra und Addyi bieten zahlreiche Aphrodisiaka natürliche Wirkungen zur Steigerung von Lust und Liebe an. Aphrodisiaka dienen dabei vor allem dazu, dass natürlich eine sinnliche Stimmung erzeugt wird. Dabei geht um pure Sinnesfreuden im Zusammenhang mit Essen. Und dazu gehört alles, was für sexuelle Reize empfänglich ist. Und zwar der Geschmack, der Geruch, das Tasten, das Sehen sowie auch das Hören. Neben erlesenen und anregenden Zutaten zählt dazu auch die Zubereitung von Aphrodisiaka aus Lebensmitteln, Pflanzen und Gewürzen. Diese runden die die sinnliche Art des gemeinsamen Genießens ab.

 

Beliebte, bekannte aber auch weniger bekannte Aphrodisiaka: natürlich in unseren Lebensmitteln für Lust und Liebe

Zwar halten Aphrodisiaka aus der Natur bezüglich ihrer Wirkung selten wissenschaftlichen Überprüfungen stand. Dennoch sollte man seine eigenen Erfahrungen suchen und selbst die Wirkung überprüfen. Denn allein schon die Überprüfung macht Spass, wenn zwei sich einig sind.

Karotten enthalten die Porphyrine. Und denen sagt man nach, dass sie die Ausschüttung von Sexualhormonen fördern.

Viele Kohlenhydrate in Speisen wie Nudeln, Reis und Kartoffeln sollen beispielsweise die Produktion des Glückshormons Serotonin anregen.

Fische und Meeresfrüchte enthalten Jod für die Schilddrüse und zudem viel vom Eiweißstoff Arginin, der die Erektion verstärken kann.

Austern – von denen Casanova angeblich 50 Stück zum Frühstück verspeiste – enthalten viel Zink und Mukopolysaccharide, die die Lust bei Mann und Frau steigern soll.

Das in Schokolade enthaltene Phenylethylamin (PEA) ist eine Substanz, der man eine Anregung der körpereigenen Sexualhormone nachsagt. Höhere PEA-Spiegel verstärken das Gefühl des Verliebtseins.

Spinat und Nüsse enthalten viel Mangan und unterstützen so die Produktion von Testosteron. Testosteron fördert wiederum den Sexualtrieb von Mann und Frau.

Granatäpfel stehen schon seit der Antike für Lust und Verführung und Erdbeeren bestechen durch ihren hohen Zinkgehalt. In Kombination mit Kirschen, Kokosnuss oder Ananas und einer Prise Chilipulver ergibt das einen wahren Liebestrunk.

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Pflanzen und ihre Inhaltsstoffe bieten als Aphrodisiaka eine natürliche, schmackhafte Wirkung zur Steigerung von Lust und Liebe!

Sellerie, Senf, Estragon, Schnittlauch, Basilikum, Petersilie, Rosmarin, Pfeffer und Piment regen Nieren und Blase an, während Knoblauch  die körper­eigenen Sexualhormone aktiviert. Ingwer, Galgant, Gingko und Zimt ­fördern die Durchblutung und ­erzeugen Hitzewallungen im ­Körper, was wiederum die Lust steigert.

Kurkuma gilt in der ayurvedischen Medizin als natürliches Aphrodisiakum, dass gleichzeitig Energie und Wärme verleiht. Ginseng steigert die Leistung und ­regt das Herz-Kreislauf-System sowie den Stoffwechsels an. ­Ginseng wird weiters gegen Stress, Müdigkeit, Depression und nicht zuletzt bei »sexueller Müdigkeit« angewendet.

Das Capsaicin, das in Chili und Paprika enthalten ist,  sorgt für Blut­andrang an den »gewissen Stellen«. Muskat enthält den Inhaltsstoff Myristricin, der das Bewusstsein verändern kann. Er wirkt dann gegen manche Hemmungen und sorgt dafür, dass man sich ein wenig losgelöst fühlt.

Schließlich können Nelken ihrerseits den Kreislauf und die Lust anregen.

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Natürliche Aphrodisiaka sollen die Liebespartner empfindlicher für sexuelle Reize, Lust und Liebe machen. Und/oder die Dauer und Intensivität des Liebesaktes steigern. 

Die Kombination von Lavendel und Kürbis hat eine Duftnote wie weibliche Sexual-Lockstoffe. Anis regt die Drüsen an und wirkt wie ein pflanzlicher Östrogen-­Ersatz. Safran hat eine kräftigende und aphrodisierende Wirkung, wobei die tödliche Dosis zwischen 10 und 20 g liegt – also aufgepasst.

Echte Vanille fördert die Bildung von Serotonin und ruft Glücksgefühle in uns hervor. Sein süße Aroma soll den Liebeshunger steigern.

Muirapuama wird auch als Potenzholz bezeichnet und stammt aus der Rinde des gleichnamigen südamerikanischen Baumes. Es soll positiv auf Potenz und sexuelles Verlangen wirken durch Anhebung den Testosteronspiegel.

Neueste positive Ergebnisse gibt es auch zur afrikanischen Heilpflanzen Hunteria umbellata, auch kombiniert Cylicodiscus gabunensis. Dazu zeigten Studien, dass das sowohl in der Behandlung von sexuellen Störungen beim Mann sowie auch bei Diabetes positive Effekte bringt.

Bekannt ist auch die Heilpflanze Damiana. Bereits die Maya entdeckten die aphrodisierende Wirkung und setzten die traditionelle Arzneipflanze zur Luststeigerung ein.

Kanna (Kougoed). Sceletium tortuosum (L.) – allgemein bekannt als Kanna oder Kougoed – ist eine wirksame in Südafrika einheimische Heilpflanze. Die Pflanze soll aufgrund ihrer beruhigenden Wirkung, den Stressabbau und das Wohlbefinden zu fördern, auch eine starke Anziehungskraft und aphrodisierende Wirkung haben.

Erektionsstörungen mit Katheter behandeln

Yohimbin ein Klassiker gegen Erektionsstörungen

Schließlich zählt zu den Aphrodisiaka natürlich – last but not least – auch das Yohimbin, das vor allem in den Blättern und der Rinde des Yohimbe-Baumes natürlich vorkommt. Yohimbin wird seit Jahrzehnten auch schulmedizinisch bei Erektionsstörungen eingesetzt, da es die Blutgefäße erweitert und die Geschlechtsorgane besser durchblutet. Es wirkt aber auch auf die Nervenbahnen, um so die sexuelle Erregung zu steigern.

Bei Bluthochdruck sollte die Anwendung von Yohimbin übrigens nicht ohne ärztliche Rücksprache erfolgen sollte. Problematisch war in dem Zusammenhang auch immer die unzuverlässige Bioverfügbarkeit von unter 10% bis fast 90%.

Seit es die chemischen, gut wirksamen Medikamente gegen Erektionsstörungen gibt, ist die Bedeutung des schwach und unzuverlässig wirkenden Yohimbins zurückgegangen. Die guten wirksamen Mittel für die Behandlung der sogenannten erektilen Dysfunktion sind Viagra und andere PDE-5-Hemmer.

Nach absichtlicher oder versehentlicher Einnahme können allerdings mäßige bis schwere Nebenwirkungen auftreten. Und zwar wie Schwitzen, Erröten, Bluthochdruck, Tachykardie, Herzklopfen, Bronchospasmus, Brustschmerzen sowie Vorhofflimmern. Während tödliche Vergiftungen äußerst selten sind.


Literatur:

Manganyi MC, Bezuidenhout CC, Regnier T, Ateba CN. A Chewable Cure „Kanna“: Biological and Pharmaceutical Properties of Sceletium tortuosum. Molecules. 2021 Apr 28;26(9):2557. doi: 10.3390/molecules26092557. PMID: 33924742; PMCID: PMC8124331.

Brunetti P, Lo Faro AF, Tini A, Busardò FP, Carlier J. Pharmacology of Herbal Sexual Enhancers: A Review of Psychiatric and Neurological Adverse Effects. Pharmaceuticals (Basel). 2020 Oct 14;13(10):309. doi: 10.3390/ph13100309. PMID: 33066617; PMCID: PMC7602496.

Yohimbine. In: LiverTox: Clinical and Research Information on Drug-Induced Liver Injury. Bethesda (MD): National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases; April 5, 2020.

Oboh G, Adebayo AA, Ademosun AO. Erection-stimulating, anti-diabetic and antioxidant properties of Hunteria umbellata and Cylicodiscus gabunensis water extractable phytochemicals. J Complement Integr Med. 2017 Jul 26;15(1). pii: /j/jcim.2018.15.issue-1/jcim-2016-0164/jcim-2016-0164.xml. doi: 10.1515/jcim-2016-0164.

Malviya N, Jain S, Gupta VB, Vyas S. Recent studies on aphrodisiac herbs for the management of male sexual dysfunction–a review. Acta Pol Pharm. 2011 Jan-Feb;68(1):3-8.


Quellen:

http://www.mayoclinic.org/healthy-lifestyle/sexual-health/expert-answers/natural-aphrodisiacs/faq-20058252

http://www.webmd.com/sex-relationships/features/aphrodisiacs-through-ages?page=2 

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