Aphrodisiaka aus der Natur für Lust und Liebe

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Aphrodisiaka aus der Natur kommen in vielen, alltäglichen Lebensmitteln vor. Sie lösen bei Menschen verschiedene Reaktionen aus, die das Liebesleben positiv beeinflussen.

Abseits von Viagra und Addyi bietet die Natur zahlreiche Aphrodisiaka an, die vor allem dazu dienen, dass eine sinnliche Stimmung erzeugt wird. Dabei geht um pure Sinnesfreuden im Zusammenhang mit Essen und hier auf alles, was für sexuelle Reize empfänglich ist:  Geschmack, Geruch, Tasten, Sehen, Hören etc. Neben erlesenen und anregenden Zutaten zählt dazu auch die Zubereitung der Aphrodisiaka aus der Natur – und die sinnliche Art des gemeinsamen Genießens.

 

Beliebte, bekannte aber auch weniger bekannte Aphrodisiaka aus der Natur

Zwar halten Aphrodisiaka aus der Natur selten wissenschaftlichen Überprüfungen stand. Dennoch sollte man seine eigenen Erfahrungen suchen und selbst die Wirkung überprüfen, allein schon die Überprüfung macht Spass, wenn zwei sich einig sind.

Karotten enthalten Porphyrine, denen man nachsagt, dass sie die Ausschüttung von Sexualhormonen fördern. Kohlenhydrathaltige Speisen wie Nudeln, Reis und Kartoffeln regen die Produktion des Glückshormons Serotonin an.

Fische und Meeresfrüchte enthalten Jod für die Schilddrüse und zudem viel vom Eiweißstoff Arginin, der die Erektion verstärken kann.

Austern – von denen Casanova angeblich 50 Stück zum Frühstück verspeiste – enthalten viel Zink und Mukopolysaccharide, die die Lust bei Mann und Frau steigern soll.

Das in Schokolade enthaltene Phenylethylamin (PEA) ist eine Substanz, der man eine Anregung der körpereigenen Sexualhormone nachsagt. Höhere PEA-Spiegel verstärken das Gefühl des Verliebtseins.

Spinat und Nüsse enthalten viel Mangan und unterstützen so die Produktion von Testosteron. Testosteron fördert wiederum den Sexualtrieb von Mann und Frau.

Granatäpfel stehen schon seit der Antike für Lust und Verführung und Erdbeeren bestechen durch ihren hohen Zinkgehalt. In Kombination mit Kirschen, Kokosnuss oder Ananas und einer Prise Chilipulver ergibt das einen wahren Liebestrunk.

 

Kräuter mit aphrodisierender Wirkung

Sellerie, Senf, Estragon, Schnittlauch, Basilikum, Petersilie, Rosmarin, Pfeffer und Piment regen Nieren und Blase an, während Knoblauch  die körper­eigenen Sexualhormone aktiviert. Ingwer, Galgant, Gingko und Zimt ­fördern die Durchblutung und ­erzeugen Hitzewallungen im ­Körper, was wiederum die Lust steigert.

Kurkuma gilt in der ayurvedischen Medizin als natürliches Aphrodisiakum, dass gleichzeitig Energie und Wärme verleiht. Ginseng steigert die Leistung und ­regt das Herz-Kreislauf-System sowie den Stoffwechsels an. ­Ginseng wird weiters gegen Stress, Müdigkeit, Depression und nicht zuletzt bei »sexueller Müdigkeit« angewendet.

Capsaicin von Chili und Paprika sorgt für Blut­andrang an den »gewissen Stellen«. Muskat enthält dasBewusstsein verändernde Myristricin und soll so enthemmend wirken, während Nelken ihrerseits Kreislauf und Lust anregen.

Aphrodisiaka aus der Natur sollen die Liebespartner empfindlicher für sexuelle Reize machen und/oder die Dauer und Intensivität des Liebesaktes steigern. 

Die Kombination von Lavendel und Kürbis hat eine Duftnote wie weibliche Sexual-Lockstoffe, Anis regt die Drüsen an und wirkt wie ein pflanzlicher Östrogen-­Ersatz. Safran hat eine kräftigende und aphrodisierende Wirkung, wobei die tödliche Dosis zwischen 10 und 20 g liegt – also aufgepasst.

Echte Vanille fördert die Bildung von Serotonin und ruft Glücksgefühle in uns hervor. Sein süße Aroma soll den Liebeshunger steigern.

Muirapuama wird auch als Potenzholz bezeichnet und stammt aus der Rinde des gleichnamigen südamerikanischen Baumes. Es soll positiv auf Potenz und sexuelles Verlangen wirken durch Anhebung den Testosteronspiegel.

Neueste positive Ergebnisse gibt es auch zur afrikanischen Heilpflanzen Hunteria umbellata, auch kombiniert Cylicodiscus gabunensis. Dazu zeigten Studien, dass das sowohl in der Behandlung von sexuellen Störungen beim Mann sowie auch bei Diabetes positive Effekte bringt.

Bekannt ist auch die Heilpflanze Damiana. Bereits die Maya entdeckten die aphrodisierende Wirkung und setzten die traditionelle Arzneipflanze zur Luststeigerung ein.

 

Yohimbin ein Klassiker gegen Erektionsstörungen

Zu den Aphrodisiaka aus der Natur zählt natürlich last but not least Yohimbin, das vor allem in den Blättern und der Rinde des Yohimbe-Baumes natürlich vorkommt. Yohimbin wird seit Jahrzehnten auch schulmedizinisch bei Erektionsstörungen eingesetzt, da es die Blutgefäße erweitert und die Geschlechtsorgane besser durchblutet. Es wirkt aber auch auf die Nervenbahnen, um so die sexuelle Erregung zu steigern.

Bei Bluthochdruck sollte die Anwendung von Yohimbin übrigens nicht ohne ärztliche Rücksprache erfolgen sollte. Problematisch war in dem Zusammenhang auch immer die unzuverlässige Bioverfügbarkeit von unter 10% bis fast 90%. Seit es die chemischen, gut wirksamen PDE-5-Hemmer – Viagra und Co. – für die Behandlung der erektilen Dysfunktion gibt, ist die Bedeutung des schwach und unzuverlässig wirkenden Yohimbins zurückgegangen.

Quellen und Literatur:

Oboh G, Adebayo AA, Ademosun AO. Erection-stimulating, anti-diabetic and antioxidant properties of Hunteria umbellata and Cylicodiscus gabunensis water extractable phytochemicals. J Complement Integr Med. 2017 Jul 26;15(1). pii: /j/jcim.2018.15.issue-1/jcim-2016-0164/jcim-2016-0164.xml. doi: 10.1515/jcim-2016-0164.

Malviya N, Jain S, Gupta VB, Vyas S. Recent studies on aphrodisiac herbs for the management of male sexual dysfunction–a review. Acta Pol Pharm. 2011 Jan-Feb;68(1):3-8.

http://www.mayoclinic.org/healthy-lifestyle/sexual-health/expert-answers/natural-aphrodisiacs/faq-20058252

http://www.webmd.com/sex-relationships/features/aphrodisiacs-through-ages?page=2 

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Lena Abensberg

MEDMIX-Redaktion, AFCOM Digital Publishing Team

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