Isoniazid und Rifampicin kombiniert mit Vitamin C bei Tuberkulose

Bei den meisten Infektionen mit Tuberkulose breiten sich die Bakterien in der Lunge aus. © Tatiana Shepeleva / shutterstock.com

In der medikamentösen Therapie der Tuberkulose wirken die Wirkstoffe Isoniazid und Rifampicin in Kombination mit Vitamin C noch besser.

Die medikamentöse Tuberkulose-Behandlung mit Isoniazid und Rifampicin könnte, wenn diese First-Line-Antituberkulotika kombiniert mit Vitamin C eingenommen werden, wesentlich effektiver sein. Grundsätzlich könnte die Therapie mit sogenannten bakteriostatischen Wirkstoffen mithilfe von Vitamin C verkürzt werden, behaupten US-Forscher vom Einstein College of Medicine in New York.

 

Isoniazid und Rifampicin kombiniert mit Vitamin C

Die medikamentöse Behandlung von Tuberkulose (TB) ist lang und umständlich, ein Missmanagement kann bei den Patienten zu Arzneimittelresistenzen führen. Laut rezenten Erkenntnissen könnte man durch die Verkürzung der Dauer der Behandlung die Tuberkulose-Chemotherapie signifikant verbessern. Weiter kann das dazu beitragen, die Entwicklung solcher Arzneimittelresistenzen zu verhindern.

Bereits 2013 hatte das Forscherteam am Albert Einstein College of Medicine der Yeshiva University in Nature Communications gezeigt, dass hohe Konzentrationen von Vitamin C die Therapie gegen resistente Tuberkulosebakterien verbessern könnte. Vitamin C und Isoniazid führten in vitro nach einigen Tagen zu einer Zellkultursterilität.

Die Forscher erhöhten in Folge die Vitamin-C-Spiegel im Mauss-Serum durch intraperitoneale Injektion von Vitamin C. Damit konnte man Vitamin C-Spiegel erreichen, die schließlich für die Aktivität in vitro erforderlich sind. Obwohl Vitamin C bei M. tuberculosis-infizierten Mäusen selbst keine Aktivität zeigt, reduzierte die Kombination von Vitamin C mit den First-Line-Antituberkulotika Isoniazid und Rifampicin die bakterielle Belastung in den Lungen von M. tuberculosis infizierten Mäusen schneller als Isoniazid und Rifampicin alleine.

 

Fazit

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Zugabe von Vitamin C zu den First-Line-Medikamente Isoniazid und Rifampicin die Tuberkulose-Behandlung verkürzen könnte. Im Grunde genommen ist das Vitamin C kostengünstig und könnte leicht hinzugefügt werden, um das Ergebnis der Chemotherapie zu verbessern. DUnd das hat schließlich weltweit große Bedeutung.


Literatur:

Vilchèze C, Kim J, Jacobs WR Jr. Vitamin C Potentiates the Killing of Mycobacterium tuberculosis by the First-Line Tuberculosis Drugs Isoniazid and Rifampin in Mice. Antimicrob Agents Chemother. 2018 Feb 23;62(3):e02165-17. doi: 10.1128/AAC.02165-17. PMID: 29298757; PMCID: PMC5826150.

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