Angeborene Herzfehler beim ungeborenen Kind

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Ann-Marie Nüsslein
Ann-Marie Nüssleinhttp://www.afcom.at
MEDMIX-Redaktion, AFCOM Digital Publishing Team

Im Grunde genommen sind angeborene Herzfehler die häufigsten Anomalien beim Menschen mit einem Anteil von etwa zehn bis 20 Prozent.

Im Grunde genommen haben ein Prozent der lebendgeborenen und circa zehn Prozent der totgeborenen Kinder einen Herzfehler. Angeborene Herzfehler sind die häufigsten Anomalien beim Menschen. Denn circa zehn bis 20 Prozent aller Anomalien sind Herzfehler. Weiters haben etwa zehn bis 30 Prozent der Kinder mit Herzfehlern auch chromosomale Erkrankungen. Weitere 40 bis 60 Prozent der Kinder mit Herzfehlern haben andere kardiovaskuläre Erkrankungen. Schließlich haben 40 bis 60 Prozent der Kinder mit Herzfehlern sogenannte extrakardiale Fehlbildungen.

 

Von der vorgeburtlichen Diagnose profitieren

Kinder mit angeborenen komplexen Herzfehlern, circa 0,3 Prozent, profitieren besonders von der vorgeburtlichen Diagnose, weil durch die unmittelbare Behandlung nach der Geburt die Morbidität und Mortalität sinkt. Jedoch werden noch immer nur circa 50 Prozent der komplexen Herzfehler pränatal erkannt.

 

Angeborene Herzfehler erkennen

Nicht-Spezialisten können nur circa 25 bis 30 Prozent angeborene Herzfehler erkennen. Spezialisten beziehungsweise Experten  können circa 95 Prozent aller Herzfehler erkennen.

Deshalb gilt: Wenn Eltern möchten, dass ein komplexer, das heißt schwerer Herzfehler pränatal/perinatal erkannt wird, dann sollten sie immer einen Spezialisten aufsuchen.

Ansonsten gibt es spezielle Befunde, bei denen Ärzte an angeborene Herzfehler denken müssen. Dazu gehören beispielsweise ein auffälliges Herz beim Ultraschall-Screening. Weiter fetale Erkrankungen und Anomalien sowie fetale Rhythmusstörung.

Problematisch für die kindliche Herzentwicklung können auch bestimmte Medikamente wie Antiepileptika sein. Weiters gelten mütterliche Auto-Immunerkrankungen, Lupus erythematodes sowie Diabetes mellitus als Risikofaktoren.

Schließlich sollte der Arzt anamnestisch Herzanomalien auch bei Verwandten ersten Grades abklären.

Ultraschall auch bei Kindern und vorgeburtlich

Im Grunde genommen ist Ultraschall ein vielfältiges und zudem das am häufigsten eingesetzte bildgebende Verfahren in der Medizin. Damit untersuchen Ärzte alle Organe und Gewebe. Dies geschieht im Bauch- und Brustraum, Blutgefäße, Gehirn und Nerven, Gelenke, Muskeln sowie Geschlechtsorgane. Auch bei Kindern, in der vorgeburtlichen Diagnostik, in medizinischen Notfällen und bei Operationen kommt das schonende Verfahren zum Einsatz.


Quelle:

Statement » Angeborene Herzfehler beim ungeborenen Kind: Wann werdende Eltern einen Ultraschallspezialisten aufsuchen sollten! « von Professor Dr. med. Renaldo Faber, Zentrum für Pränatale Medizin, Leipzig, Leiter der DEGUM-Sektion Gynäkologie und Geburtshilfe, DEGUM Stufe III

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