Andrographis paniculata erobert den Westen

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Die Heilpflanze Andrographis paniculata, Kalmegh, wird in Asien, Afrika und Amerika bei zahlreichen Krankheiten eingesetzt. In letzter Zeit steigt auch in Europa das Interesse.

Seit Jahrhunderten wird die Andrographis paniculata, besser bekannt als Kalmegh, auf den Kontinenten Asien, Amerika und Afrika angewendet, nun wird sie auch in unseren Breiten immer beliebter.

Andrographis paniculata – aus der Familie Acanthaceae – ist einer der beliebtesten traditionell fernöstlichen Heilpflanzen zur Behandlung zahlreicher Krankheiten wie Krebs, Diabetes, Bluthochdruck, Geschwüre, Lepra, Bronchitis, Hauterkrankungen, Blähungen, Koliken, Influenza, Ruhr, Dyspepsie und Malaria.

Andrographis paniculata besitzt mehrere photochemische Inhaltsstoffe mit einzigartigen und interessanten biologischen Eigenschaften. Eine vor einigen Jahren erfolgte Kalmegh-Metaanalyse bezüglich medizinischer Nutzung, pharmakologischer Aktivitäten, Toxizitätsprofil und therapeutischem Nutzung ergab, dass in zahlreichen Tierexperimentellen Studien keine signifikante Toxizität bei Versuchstieren zu entdecken war. Diterpene, Flavonoide, Xanthone und verschiedene andere Verbindungen wurden dabei aus der Pflanze isoliert und auf verschiedene Eigenschaften – antimikrobielle, antientzündliche, antioxidative, immunstimulierende, antidiabetische, antiinfektiöse – untersucht.

 

Andrographis paniculata, Kalmegh – König der bitteren Pflanzen

Andrographis paniculata – auch als König der bitteren Pflanzen bezeichnet – ist eine in Indien und Sri Lanka vorkommende einjährige Pflanze. Sie wird sowohl in der ayurvedischen Heilkunde, als auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin eingesetzt. Dementsprechend findet sich Kalmegh in zahlreichen fernöstlichen Rezepturen wieder.

In einigen Studien konnten antivirale und entzündungshemmende Wirkungen identifiziert werden. Weitere positive Effekte wurden bei grippalen Effekten mit Fieber, Husten, Kopfschmerzen und Halsschmerzen sowie bakteriellen Durchfällen gefunden.

Von traditionellen chinesischen und indischen Ärzten und Heilpraktikern wurde Andrographis paniculata auch gegen Bauchschmerzen, Entzündungen, aber auch Schlangenbisse und giftigen Stacheln einiger Insekten sowie Dyspepsie, Appetitverlust, Durchfall, unregelmäßiger Stuhlgang, Malaria, Grippe und Infektionen der Atemwege angewendet.

Ähnlich verhält es sich mit der Anwendung in Malaysia, wo ein Sud aus dem Blattextrakt verwendet wird, um Erkältungen, Bluthochdruck, Diabetes, Krebs, Malaria und ebenfalls Schlangenbisse zu behandeln.

 

Andrographis paniculata und antikarzinogene Effekte

Eine weitere, im Januar 2015 in Frontiers in bioscience erschienene Studie unterstellt der bitter schmeckenden Pflanze antikarzinogene Effekte. So sollen Wachstumsraten bei Krebserkrankungen durch den Einsatz von Kalmegh gesenkt werden können, indem diverse zelluläre Signalwege und Transkriptionssignale gehemmt werden und dadurch bei der Krebszelle der programmierte Zelltod – das Suizidprogramm Apoptose – eingeleitet werden.

Bei der adjuvanten Behandlung mit Kalmegh zur Chemotherapie konnten so in Untersuchungen positive Effekte bei der Behandlung von Brustkrebs, Prostatakrebs und Lebertumoren beobachtet werden. Zur antikanzerogenen Wirkung der Andrographis paniculata sind umfassende weitere Studien zu erhoffen.

Quelle und weitere Informationen: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4032030/

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Lena Abensberg

MEDMIX-Redaktion, AFCOM Digital Publishing Team

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