Amarant (Amaranth) ist ein gesundes Pseudogetreide mit viel Protein

Das Pseudegetreide Amarant aus der Amaranth-Pflanze enthält sehr viel Protein, aber kein Gluten. © Brent Hofacker / shutterstock.com

Das Pseudegetreide Amarant aus der Amaranth-Pflanze enthält sehr viel Protein, aber kein Gluten. © Brent Hofacker / shutterstock.com

Gesunde Wirkungen: Amaranth, auch Amarant geschrieben, ist neben Buchweizen einer der bekanntesten Vertreter der sogenannten Pseudogetreide.

Ursprünglich gehörte Amaranth zum Hauptnahrungsmittel der Inkas und Azteken, sie erwarteten sich durch den Konsum von seiner Wirkung extreme Stärke. Denn die Amaranth-Pflanze enthält nämlich mehr Protein als jedes andere Getreide beziehungsweise Pseudogetreide. Und zwar fast soviel wie Fleisch. Übrigens bilden alle Pseudogetreide-Arten – ähnlich wie Getreide – stärkehaltige Körner aus. Sowohl die Blätter als auch die Körner der Amaranth-Pflanze können als sehr gesunde Nahrungsmittel verwendet werden. Im Vergleich zu anderen pflanzlichen Lebensmitteln ist dieses Eiweiß besonders hochwertig, weil Amarant reich an Aminosäuren ist.

 

Wissenswertes zur Amaranth-Pflanze

Amarant (Amranth, Amaranthus) gehört in die Familie der Fuchsschwanzgewächse. Es handelt sich um eine einjährige, krautige Pflanze, die Blütenstände sind sehr vielblütig. Medizinisch werden aber vor allem die Blätter genutzt. Die Samen weisen einen nussigen, leicht bitteren Geschmack auf und haben in der Vollwertküche einen festen Platz erobert. Außerdem bietet die Amaranth-Pflanze eine willkommene Abwechslung für Menschen mit Zöliakie, Weizenunverträglichkeit oder Neurodermitis. Da Amarant kein Gluten (Klebereiweiß) enthält, eignet sich das Mehl nur eingeschränkt zum Backen. Allerdings lässt sich das Brot sehr wertvoll ergänzen.

 

Amaranth enthält alle essenziellen Aminosäuren

Unter dem Strich enthält Amaranth über sehr viele wertvolle Nährstoffe. Und zwar sind das Ballaststoffe, Kohlehydrate, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Lecithin sowie alle essenzielle Aminosäuren. Weiter einen insgesamt hohen Proteinanteil, die Vitamine B1, B2, und B9 (Folsäure). Außerdem hat Amarant einen besonders hohen Gehalt an Mineralstoffen. Bei alledem entfallen erfreulicherweise Gluten und Histamine. Das Lecithin ist sehr wichtig für Nerven, Gehirn und für einen gesunden Cholesterinhaushalt.

Das Aminosäurenprofil von Amarant ist nahezu perfekt. Denn alle essenziellen Aminosäuren sind enthalten!  Essenzielle Aminosäuren benötigt der menschliche Körper unbedingt, kann sie jedoch selbst nicht herstellen. Davon gibt es acht an der Zahl. Vorteilhaft ist auch der hohe Anteil an der Aminosäure Lysin. Denn nur wenn diese ausreichend vorhanden ist, kann der Organismus aus allen anderen zugeführten Aminosäuren sämtliche Proteine, die benötigt werden, herstellen.

Der hohe Eiweißgehalt ist auch sehr effektvoll in der fleischlosen Küche. Und das unterstützt vor allem auch sehr gut den Muskelaufbau! Außerdem kommen Magnesium, Calcium, Zink, Eisen und Kalium im Amaranth in großen Mengen vor. Und zwar mehr als in echtem Getreide.

 

Das Pseudogetreide Amaranth mit seinen wohltuenden Wirkungen ist sehr gesund

Der regelmäßige Verzehr des Pseudogetreides Amaranth bringt wohltuende, gesunde Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt. durch den Verzehr scheinen sich Beschwerden wie Sodbrennen, Übersäuerung, chronischer Verstopfung und selbst Magengeschwüre zu bessern.

Viele wissenschaftliche Studien bestätigen die gesunde Wirkung der Amaranth-Pflanze. Denn das Pseudogetreide hilft auch beim Abnehmen und beim Senken von Chloesterin. Außerdem ist es gut bei Magenbeschwerden und Allergien.

Im Grunde genommen sollte man Amaranth übrigens immer erhitzen, denn das Pseudogetreide enthält Gerbstoffe, die die Aufnahme einiger Mineralstoffe und Vitamine hemmen.

 

Fazit

Das Getreide Amaranth ist als alternative Pflanze mit exklusivem Nährwert und gesundheitlichen Vorteilen bekannt. Denn die kleinen Amaranth-Körner liefern ohne großen Aufwand Kraftnahrung von hohem Nähwert. Wenn man zudem die Samen beispielsweise durch Bestrahlung , lässt sich das Ernährungspotential noch weiter steigern.

Im Grunde genommen kann man Amaranth auch sehr vielseitig zubereiten und seinem, Magen-Darm-Trakt damit eine Wohltat tun. Außerdem bringt dieses Pseudogetreide sehr viele gesundheitliche Vorteile mit sich. Diese könnten man auch noch steigern. Denn schließlich zeigen jüngste Forschungsergebnisse, dass man Samen von durch Bestrahlung stammenden Sorten ein hohes Ernährungspotential aufweisen und als Ergänzungspflanze in der menschlichen Ernährung verwendet werden können.


Literatur:

Szabóová M, Záhorský M, Gažo J, Geuens J, Vermoesen A, D’Hondt E, Hricová A. Differences in Seed Weight, Amino Acid, Fatty Acid, Oil, and Squalene Content in γ-Irradiation-Developed and Commercial Amaranth Varieties (Amaranthus spp.). Plants (Basel). 2020 Oct 22;9(11):E1412. doi: 10.3390/plants9111412. PMID: 33105789.

Tang Y, Tsao R. Phytochemicals in quinoa and amaranth grains and their antioxidant, anti-inflammatory, and potential health beneficial effects: a review. Mol Nutr Food Res. 2017 Jul;61(7). doi: 10.1002/mnfr.201600767. Epub 2017 Apr 18. PMID: 28239982.

Paśko P, Bartoń H, Fołta M, Gwizdz J.: Evaluation of antioxidant activity of amaranth (Amaranthus cruentus) grain and by-products (flour, popping, cereal).  Rocz Panstw Zakl Hig. 2007;58(1):35-40

Kim HK, Kim MJ, Cho HY, Kim EK, Shin DH.: Antioxidative and anti-diabetic effects of amaranth (Amaranthus esculantus) in streptozotocin-induced diabetic rats. Cell Biochem Funct. 2006 May-Jun;24(3):195-9

Caselato-Sousa VM1, Amaya-Farfán J.: State of knowledge on amaranth grain: a comprehensive review. J Food Sci. 2012 Apr;77(4):R93-104.

Die mobile Version verlassen