Alzheimer-Krankheit nicht vergessen

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Dr. Darko Stamenov
Dr. Darko Stamenov
MEDMIX-Redaktion, Projektleiter, AFCOM Digital Publishing Team

Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Ursache für Demenzen Ihre Bedeutung wird mit zunehmender Lebenserwartung der Bevölkerung noch weiter steigen.

Vieles weist darauf hin, dass die Alzheimer-Krankheit mit Gefäßveränderungen assoziiert ist. Dabei scheinen die zerebralen Mikrogefäße eine Rolle bei der Krankheitsentstehung zu spielen. ­

Vaskuläre Demenzen können im Gegenzug auch Alzheimersymptomatik aufweisen, weshalb sich eine Notwendigkeit für neue Denkansätze bezüglich der symptomatischen Einordnung und Diagnosekriterien ergibt. Was den klinischen Verlauf angeht, so sind der schleichende Beginn und das kontinuierliche Fortschreiten bei der Alzheimer-Krankheit nur eines der möglichen Gesichter.

Ähnlich wie bei Demenzen als Folge von Schlaganfällen können bei der Alzheimer-Krankheit auch wechselhafte Verläufe – sogar mit ­deliranten Episoden – auftreten.

Auch andere Krankheitsmerkmale – Aphasie, Apraxie, Störung des Kurzzeitgedächtnis usw. – sind nicht pathognomonisch für die Alzheimer-Krankheit. Die Diagnose der Demenz ist klinisch zu stellen.

Für die Differentialdiagnose sind zusätzliche Untersuchungen einzusetzen. Dabei werden funktionell-bildgebende Verfahren sowie biochemische Diagnostik – Phospho-Tao-Protein, Amyloid Beta 42 Peptid – und genetische Parameter zunehmend an Wichtigkeit gewinnen.

 

Therapeutische Optionen der Alzheimer-Krankheit

Zu den allgemeinen therapeutischen Maßnahmen der Alzheimer-Krankheit gehören die Schaffung einer patientengerechten Umgebung und bei Bedarf eine anxiolytische, antidepressive, antipsychotische Begleittherapie oder die Behandlung von Schlafstörungen.

In der gegenwärtigen Alzheimerforschung stehen die pathogenethischen Prozesse der Erkrankung im Zentrum (Neuronale Degeneration, Synapsenschwund, Amyloidablagerungen, immunologische Mechanismen, Änderung der Neurotrophischen Aktivität). Wirkstoffe, die direkt in diese Prozesse eingreifen, sollen gefunden und evaluiert werden.

Als mögliche zukünftige Behandlungsstrategien für die Alzheimer-Krankheit könnten neben weiteren medikamentösen Therapieformen auch Impfungen oder Stammzelltransplantationen in Frage kommen. Auch die Risikobewertung bei asymptomatischen Patienten vor Krankheitsausbruch wird an Wichtigkeit gewinnen.

Familienanamnese, kognitive Leistungen sowie der Genotyp, aber auch Bildgebende Verfahren und Biomarker sollen frühzeitig auf ein erhöhtes Demenzrisiko hinweisen und eine rechtzeitige Umstellung des Lebenswandels und eine adäquate Therapie garantiert.

Weitere Informationen:

Alzheimer-Krankheit: ­Eine Krankheit, die wir nicht vergessen sollten. MEDMIX 05-2007. S71.

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