Ältere Männer, die oft an Stress leiden, sterben früher

Computergrafik zum Thema Ältere Männer und Stress. Quelle: Zür'cher Straßen / flickr.com CC2.0

Ältere Männer haben oft Stress, wobei bereits eine geringe Stressbelastung gesundheitsschädigend ist und die Sterblichkeit erhöht.

Ältere Männer, die täglich hohen Stressbelastungen ausgesetzt sind. Sei es aufgrund alltäglicher Pflichten oder bedingt durch einschneidende Erlebnisse in ihrem Leben. Stress erhöht bei Männern unter dem Strich Mortalität und Morbidität, deswegen sterben sie früher als ihre weniger unter Druck stehenden Altersgenossen.

 

Ältere Männer und Stress untersucht

“Die Studie beschäftigt sich insbesondere mit einem langfristig gesteigertem Stresspegel. Wenn das Stress-Level chronisch erhöht oder wenn man eine Abfolge stressreicher Perioden erlebt, könnte sich dies negativ auf die Gesundheit auswirken bzw. die Sterblichkeit erhöhen,“ erklärt Carolyn Aldwin, Direktor am Center for Healthy Aging Research in an der Ohio State University.

Die Studie befasste im speziellen sich mit zwei verschiedenen Arten von Stress. Einerseits galt es die alltäglichen Stressbelastungen, die aufgrund zahlreicher Alltagsaufgaben bzw. Alltagsaktivitäten – beruflicher oder privater Natur – zustande kommen zu bewerten. Andererseits beleuchteten die Wissenschafter auch besonders dramatische oder einschneidende Erlebnisse, beispielsweise den Verlust des Arbeitsplatzes oder den Tod eines Ehepartners. Beide Arten von Stress wirken sich langfristig schädlich auf die Gesundheit des Mannes aus. Jedoch hat jede der beiden Formen von Stress unabhängige Effekte auf die Sterblichkeit. Jemand der mehrere stressreiche Ereignisse durchlebt, muss nicht zwingend auch unter Alltagsstress leiden, erklärt Aldwin. Es hängt sehr stark davon ab, wie eine Person auf eine Stresssituation reagiert. So kann ein entspannter Umgang mit alltäglichen Stresssituation vor deren schädlichen Auswirkungen schützen.

 

Ältere Männer und Stress führt zu höherer Sterblichkeit

Im Zuge ihrer Studie untersuchten die Wissenschafter das Stress-Level bei 1,293 Männern im Zeitraum 1989 bis 2005. Die Männer wurden anschließend bis 2010 weiter begleitet. Etwa 43 Prozent der Teilnehmer starben bis zum Ende der Studiendauer. Etwa ein Drittel der weniger durch Stress belasteten Männer starben in der angegeben Zeit. In jener Teilnehmergruppe, die über ein stressiges Leben berichteten, starb nahezu die Hälfte. Auch die täglichen Stresssituationen wirkten sich auf die Sterblichkeit aus. Von den Teilnehmer die über wenig alltäglichen Stress berichteten, starben 28,7 Prozent bis zum Ende der Studie. Diese Zahl lag in der Gruppe mit hohem Stresspegel bei 64,3 Prozent.

Stressreiche Ereignisse sind schwer zu vermeiden, aber Männer können ihre Lebensdauer durch den richtigen Umgang mit Stress verlängern. Manche Dinge entspannter zu sehen bzw. der richtige Umgang mit stressreichen Situationen, kann die Gesundheit schützen.


Quelle: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3180855/

Abbildung: Computergrafik zum Thema Ältere Männer und Stress. Quelle: Zür’cher Straßen / flickr.com CC2.0

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