Adipositas, Diabetes, Bluthochdruck und Herzinsuffizienz: Warnsignal für schwere Covid-19-Verläufe

Der Herz-Ultraschall, Echokardiographie, ist insbesondere bei Corona-Patienten mit kardialen Vorerkrankungen sinnvoll, um erhöhte Risiken für schwere Covid-19-Verläufe frühzeitig zu erkennen. © Alexandros Michailidis / shutterstock.com

Der Herz-Ultraschall, Echokardiographie, ist insbesondere bei Corona-Patienten mit kardialen Vorerkrankungen sinnvoll, um erhöhte Risiken für schwere Covid-19-Verläufe frühzeitig zu erkennen. © Alexandros Michailidis / shutterstock.com

Kardiometabolische Vorerkrankung: Fettleibigkeit, Diabetes, Bluthochdruck und Herzinsuffizienz als Warnsignal für schwere Covid-19-Verläufe.

US-Forscher haben die absoluten und proportionalen COVID-19-Krankenhausaufenthalte bei Erwachsenen in den USA analysiert. Dabei zeigte sich, dass in den USA eine Kardiometabolische Vorerkrankung – wie Adipositas, Diabetes, Bluthochdruck und Herzinsuffizienz – Warnsignal für schwere Covid-19-Verläufe ist. Ein erheblicher Teil der COVID-19-Krankenhausaufenthalte war darauf zurückzuführen, wenn diese vier wichtigsten kardiometabolische Erkrankungen schwerwiegend waren. Die Wissenschaftler sehen deswegen hier auch mögliche Strategien zur Prävention in der Corona-Pandemie, um die Belastung des öffentlichen Gesundheitswesen durch die Coronavirus-Erkrankung COVID-19 zu verringern.

 

Patienten mit kardiometabolischen Erkrankungen, insbesondere Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Diabetes mellitus und Herzinsuffizienz, haben ein hohes Risiko für einen schweren Verlauf der Coronavirus-Krankheit COVID-19

Unter den mehr als 900.000 Krankenhausaufenthalten von Patienten mit der Coronavirus-Erkrankung COVID-19 in den USA bis zum 18. November 2020 waren schätzungsweise zwei Drittel (63,5%) auf die Vorerkrankungen Adipositas, Diabetes, Bluthochdruck und Herzinsuffizienz zurückzuführen. Die Hauptrisiken waren

Wenn mehrere gleichzeitig auftreten, wirkt sich das auf das Risiko multiplikativ und nicht additiv aus. Jedenfalls sollte Ärzte sollten ihre möglicherweise gefährdeten Patienten aufklären und in Betracht ziehen, vorbeugende Maßnahmen im Lebensstil zu fördern, wie beispielsweise eine gesündere Ernährung und ausreichend genug körperliche Aktivität. Damit lässt sich allgemein die kardiometabolische Gesundheit verbessern und möglicherweise auch das Risiko für die Schwere einer COVID-19-Krankheit verringern.

 

Unterschiede bei verschiedenen Patienten

Unter dem Strich verursachten bei älteren Erwachsenen im Alter von 65 Jahren und höher vor allem Diabetes mellitus, Herzinsuffizienz, Bluthochdruck und chronische Nierenerkrankungen einen viel höheren Anteil für einen COVID-19-Krankenhausaufenthalt. Hingegen war der Anteil bei jüngeren Patienten vor allem durch schwere Adipositas mit einem BMI > 40 kg/m2 deutlich höher. Unterschiede waren auch nach Rasse und ethnischer Zugehörigkeit erkennbar. Wobei im Allgemeinen schwarze Erwachsene bezogen auf kardiometabolische Erkrankungen in allen Altersgruppen den höchsten Anteil an COVID-19-Krankenhausaufenthalten hatten. Und zwar mit Ausnahme von Diabetes mellitus, bei dem der Anteil an COVID-19-Krankenhausaufenthalten unter Hispanics am höchsten war.


Literatur:

Meghan O’Hearn, Junxiu Liu, Frederick Cudhea, Renata Micha, Dariush Mozaffarian. Coronavirus Disease 2019 Hospitalizations Attributable to Cardiometabolic Conditions in the United States: A Comparative Risk Assessment Analysis. Journal of the American Heart Association.  25 Feb 2021https://doi.org/10.1161/JAHA.120.019259

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