Achtsamkeits-App für Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren

Kinder Smartphones, PC und Tablets © Alan Uster / shutterstock.com

Studie der Freien Universität Berlin in Zusammenarbeit mit dem Start-up Aumio / Für eine Teilnahme werden Familien gesucht

Psychologinnen und Psychologen der Freien Universität Berlin untersuchen im Rahmen einer Studie die Wirksamkeit einer Achtsamkeits-App für Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren. Die App „Aumio“ enthält Geschichten und spielerische Übungen, die die psychische Gesundheit von Kindern fördern und das allgemeine Wohlbefinden stärken sollen. Die Inhalte richten sich insbesondere an Kinder mit Stress und Ängsten sowie Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsproblemen. Für die Studie werden Familien mit Kindern im Alter von acht bis zwölf Jahren gesucht.

Ziel des Forschungsprojekts ist es, die Wirkung der App-Inhalte auf Symptome der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS), der Angststörung sowie auf das allgemeine Wohlbefinden von Kindern zu untersuchen. An der Studie teilnehmen können Familien, deren Kinder zwischen acht und zwölf Jahre alt sind und Symptome von ADHS oder einer Angststörung zeigen; eine Diagnose ist für die Teilnahme nicht erforderlich. Hinweise hierauf sind zum Beispiel häufige Wutausbrüche, Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren, oder wiederkehrende Unruhe. Auch schüchternes oder ängstliches Verhalten können Hinweise sein.

Die Studie findet ausschließlich online statt und umfasst einen Zeitraum von zwei Monaten. Voraussetzung ist der Zugang der Familie zu einem Smartphone. Die Übungen und die Befragungen finden digital in der App und über Online-Fragebögen statt.

Die „Aumio“-App

In der App nimmt das Weltraumwesen Aumio Kinder mit auf eine Reise durch das Weltall, die gleichzeitig zu einer Reise durch in den eigenen inneren Kosmos wird. Anhand der Erlebnisse lernen die Kinder beispielsweise, was Angst ist, wie sie entsteht und wie man mit ihr umgehen kann. In jeder Galaxie lernen die Kinder Tricks kennen, wie sie im Alltag mit Herausforderungen wie Unaufmerksamkeit oder Stress besser zurechtkommen können. Der Fokus liegt auf Übungen der Achtsamkeit. Sie können dazu beitragen, starke Gefühle wie Angst zu bewältigen oder mit motorischer Unruhe oder Wutanfällen umzugehen.


Quelle:

Freie Universität Berlin: www.fu-berlin.de

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