9 Tipps bei Nagelpilz – Behandlung erfordert Geduld

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Nur eine entsprechende Behandlung kann verhindern, dass der Nagelpilz auf benachbarte Nägel, die Haut oder gar Mitmenschen übertragen wird.

Pilzinfektionen – Onychomykose – der Nägel und/oder Haut sind ein weit verbreitetes Problem, das große ­Teile der Bevölkerung betrifft. Und sie sind langwierig zu heilen und erfordern Geduld. Wird Nagelpilz oder Hautpilzinfektionen nicht entsprechend behandelt, so kann es zu einer weiteren Ausbreitung kommen und es können andere Nägel oder Hautbereiche infiziert werden. Daher ist eine konsequente Therapie sehr wichtig.

 

Nagelpilz schwer zu behandeln

Nagelpilzbefall ist eine der am schwersten zu behandelnden Mykosen und sollte keinesfalls ignoriert werden. Alleine im deutschsprachigen Raum leiden Millionen Menschen an einer Pilzinfektion der Zehennägel. Menschen mit chronischen Erkrankungen, Diabetiker und Raucher zählen ebenso zur Risikogruppe wie ältere Personen mit schlechter Durchblutung, mangelnder Beweglichkeit und geschwächtem Immunsystem. Zehennägel mit unansehnlichen Verfärbungen und Verformungen sind oftmals ein Indiz für Nagelpilz. Häufig betroffen sind aber auch die Zwischenräume von Zehen und Fingern.

9 Tipps bei Nagelpilz

  1. In Schwimmbädern, Saunen, öffentlichen Duschen (z.B. beim Sport) oder im Hotelzimmer immer Badeschuhe tragen.
  2. Nach dem Waschen Hände und Füße gründlich abtrocknen, insbesondere die Zehenzwischenräume.
  3. Immer ein eigenes Handtuch/Waschlappen und ein eigenes Nagelpflegeset benutzen (z.B. Nagelfeilen).
  4. Während der Behandlung die ver­wendeten Handtücher, Waschlappen und ­Socken täglich wechseln und regelmäßig bei mindestens 60°C waschen.
  5. Kleidung/Socken aus at­mungs- ­aktiven Materialien tragen (z.B. Baumwolle).
  6. Vermeiden von luftundurchlässigem Schuhwerk (z.B. Gummistiefel oder ­Schuhe aus Synthetik).
  7. Lederschuhe und offene Schuhe tragen.
  8. Zu viel Druck auf die Zehen – z.B. durch zu enges Schuhwerk – verhindern.
  9. Schuhe regelmäßig desinfizieren und zwischen dem Tragen einen Tag aus­trocknen lassen.

 

Nagelpilzbefall behandeln

Für eine Therapie spricht zum einen die Tatsache, dass Onychomykose eine Infektionskrankheit und somit ansteckend ist, zum anderen heilt die Infektion nicht von alleine ab, vermindert die Lebensqualität bzw. erzeugt Leidensdruck. Nur eine entsprechende Behandlung kann verhindern, dass der Nagelpilz auf benachbarte Nägel, die Haut oder gar Mitmenschen übertragen wird.

Für die Behandlung stehen verschiedenste Medikamente (Anti­mykotika) zur Verfügung. Die äußerliche Anwendung umfasst Salben, Cremes, Lösungen und kommt zur Anwendung, wenn ein nicht zu großer Teil des Nagels oder der Nagelrand betroffen sind. In den letzten Jahren sind gegen Nagelpilz zahlreiche topische Produkte auf den Markt gekommen.

Hat der Pilz größere Teile des Nagels (> 50 Prozent) befallen oder ist mehr als ein Nagel betroffen, kommt zur Behandlung auf ein orales Antimykotikum – die innerliche Anwendung mit Tabletten, Kapseln – zur Anwendung. Diese systemische Therapie sollte in jedem Fall unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Dabei sollte der Patient sie ausreichend lange sowie auch konsequent durchführen. Denn nur dann besteht eine nahezu 100%-ige Aussicht auf Heilung.

Wichtig ist es, eine Nagelpilz-Erkrankung durch einen Pilznachweis auch tatsächlich zu bestätigen, da Nagelveränderungen auch andere Ursachen haben können. Dies schließt den unnötigen Einsatz von Medikamenten aus.

Quelle:

Nagelpilz – Behandlung mit Generika ist wirksam und kostengünstig. Univ.-Prof. Dr. Angelika Stary zu Pilzinfektionen. MEDMIX 1/2006

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Chefredakteur Dr. Reinhold Lautner

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