5 Kriterien, um die richtige Matratze zu finden

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Bei der Auswahl einer Matratze gibt es heutzutage einiges zu beachten, um in der Nacht die nötige Erholung zu erhalten.

Es ist kein Geheimnis, dass sich der Körper über Nacht von den Anstrengungen des Tages erholt. Um vollständig zu regenerieren, ist ein geruhsamer, entspannter und ungestörter Schaf wichtig. Dieser hängt allerdings von verschiedenen Faktoren ab. Ein sehr wichtiger Bestandteil, der zu einem guten Schlaf beiträgt, ist die Matratze. Inzwischen gibt es zahlreiche Modelle, die mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen daherkommen. Da fällt es dem ein oder anderen schon mal schwer, die richtige Grundlage für eine gute Nachtruhe zu finden. Aus diesem Grund gibt dieser Beitrag Aufschluss über 5 wichtige Kriterien, die entscheidend für den Schlafkomfort auf einer Matratze sind.

 

Müde, verspannt, schlecht gelaunt – wann trägt das Bett die Schuld?

Rückenleiden gehören zu den häufigsten chronischen Krankheiten. Oft hängen sie mit einem falschen Schlafsystem zusammen. Schon beim Aufstehen spüren Betroffene den Schmerz im Rückenbereich. Dadurch kann sich die erholsame Wirkung des Schlafes nicht einstellen und viele fühlen sich am Morgen noch unentspannter als am Tag zuvor. Häufig erkennen Betroffene dieses Problem erst nicht und so wird es im Laufe der Zeit immer schlimmer.

Umso wichtiger ist es auf den eigenen Körper zu hören. Wenn die Rückenschmerzen beispielsweise immer dann auftreten, wenn eine längere Liegephase im Bett vorausgegangen ist, kann das ein deutlicher Hinweis darauf sein, dass das Schlafsystem nicht den persönlichen Bedürfnissen entspricht. Die Aktion Gesunder Rücken (AGR) e.V. hat in einem praktischen Ratgeber auf agr-ev.de zusammengefasst, warum es gerade im Bett so wichtig ist, auf eine gutes Schlafsystem zu achten, das an die Schlafposition angepasst ist und diese unterstützt.

 

5 Kriterien, die bei der Auswahl der Matratze beachtet werden sollten

1.Schlaftyp ermitteln: Bauch-, Seiten- oder Rückenschläfer

Seitenschläfer brauchen gerade für den Schulter- und Beckenbereich eine flexiblere Matratze

Eine große Rolle bei der Matratzenauswahl spielt die Schlafposition. Es gibt verschiedene kompetente Internetangebote, wo sich Seitenschläfer beispielsweise nach einer speziellen Matratze umschauen können, die für besten Schlafgenuss auf der Seite sorgt. Das ist sehr wichtig, weil Seitenschläfer am meisten Unterstützung an Schultern und Becken brauchen. An diesen Stellen sinkt der Körper vermehrt ein, die Wirbelsäule bleibt aber gerade. Eine spezielle Matratze für Seitenschläfer unterstützt diese Schlafposition.

Wer hingegen auf dem Rücken schläft, der benötigt eine Unterlage, die sowohl Lendenwirbelsäule als auch Nackenbereich ausreichend unterstützt. Die Matratze für Rückenschläfer sorgt dafür, dass die natürliche S-Form der Wirbelsäule erhalten bleibt. Auch Bauchschläfer brauchen ein wenig mehr Unterstützung von ihrer Matratze, um ein ungesundes Hohlkreuz in der Nacht zu vermeiden. Daher muss eine Matratze für alle, die auf dem Bauch schlafen, im Bereich des Beckens etwas fester sein, um ein zu tiefes Einsinken zu verhindern.

 

2. Das Material und seine besonderen Eigenschaften

Beim Material gibt es inzwischen eine riesige Auswahl. Sie reicht von Kaltschaum über Latex bis hin zu Federkern und Memoryschaum. Natürlich gibt es noch mehr Materialien, aber die aufgeführten zählen zu den beliebtesten Arten. Jede Variante hat andere Eigenschaften, die in der folgenden Tabelle übersichtlich aufgeführt sind.

Kaltschaum

für verschiedene Schlaftypen geeignet
warmes Schlafklima
speichert Wärme
passt sich gut dem Körper an
punktelastisch
gut für alle, die oft die Schlafposition wechseln
optimal für Paare mit diversem Schlafrhythmus


Latex

für Seiten- und Bauchschläfer ideal
kühles Schlafklima
passt sich an Körperkonturen an
für Rückenschläfer zu weich
eventuell problematisch für Allergiker und alle, die in der Nacht schwitzen


Federkern

für Bauch- und Rückenschläfer ideal
kühles Schlafklima
feste Oberfläche
geringe Einsinktiefe
nicht gut bei Rückenproblemen
nicht geeignet für Seitenschläfer
ideal für alle, die ein kühles und festes Schlafgefühl bevorzugen


Memoryschaum

für unterschiedliche Schlafpositionen geeignet
warmes Schlafklima
speichert Wärme
passt sich dem Körper an
punktelastisch
gut bei Rückenproblemen
gut für orthopädische Ansprüche
ideal für Paare, da sie nicht so stark nachschwingt bei Bewegungen

3. Der richtige Härtegrad und Liegezonen

Die Härtegrade von Matratzen reichen von H1, was sehr weich ist über H3, was in den mittelfesten Bereich fällt, bis hin zu H4, was als hart gilt und H5, was sehr hart ist. Leider gibt es hier keine einheitlichen Richtlinien, weshalb viele Hersteller hier eigene Definition durchsetzen. Im Zweifelsfall lohnt es sich deutlich nachzufragen, ehe eine Matratze mit dem falschen Härtegrad zuhause für eine gestörte Nachtruhe sorgt.

Grundsätzlich gilt aber, dass Seitenschläfer eine weichere, flexiblere Unterlage brauchen, während Bauch- und Rückenschläfer auf ein eher festes Liegegefühl setzen sollten. Mittlerweile existieren aber auch Matratzen mit verschiedenen Liegezonen, die unterschiedliche Härtegrade haben und sich so dem Körper individuell anpassen. Bei solchen Modellen ist ein Probeliegen unbedingt notwendig.

 

4. Dicke und Größe der Matratze

Die Matratzendicke und -größe ist von den eigenen körperlichen Beschaffenheiten abhängig. Während Verbraucher mit einem Plus an Gewicht auf eine dickere Matratze setzen sollten, dürfen zierliche Körperkonturen auch dünne Unterlagen im Bett wählen. Die Frage, ob Einzel- oder Doppelmatratze ist in der Regel eine individuelle Angelegenheit. Allerdings sind sich Experten einig, dass zwei einzelne Matratzen besser sind, weil jeder anders schläft und liegt.

 

5. Gesundheitliche Probleme

Wer unter gesundheitlichen Problemen leidet und bereits des Öfteren Rückenschmerzen hat, sollte dies als Faktor in die Matratzenwahl einbeziehen. Die Beratung bei einem Experten vor Ort hilft hier oft am besten weiter.

8 Tipps für einen besseren Schlaf

Grundsätzlich ist aber nicht nur die Matratze maßgeblich an einem guten Schlaf beteiligt. Auch Schlafroutine, Dunkelheit und Klima im Schlafzimmer können ausschlaggebend für eine geruhsame oder gestörte Nacht sein. © PlusONE / shutterstock.com

Grundsätzlich ist aber nicht nur die Matratze maßgeblich an einem guten Schlaf beteiligt. Auch Schlafroutine, Dunkelheit und Klima im Schlafzimmer können ausschlaggebend für eine geruhsame oder gestörte Nacht sein. © PlusONE / shutterstock.com

Nicht nur die Matratze ist ausschlaggebend für einen guten Schlaf. Es gibt auch weitere gute Tipps zum Thema „Schlafumgebung, Atmosphäre, Lebensstil, Stress und Medikamente“. Diese Faktoren können dazu beitragen, dass die Nachtruhe gestört ist. Nicht umsonst heißt es, dass erholsamer Schlaf gelernt sein will. Die folgenden Tipps und Ratschläge helfen dabei besser zu schlafen:

  • Schlafroutine einführen
  • sportlich betätigen
  • keine Elektronik im Schlafzimmer
  • kein schweres Abendessen bis zu 2 Stunden vor dem Schlafengehen
  • Verzicht auf Alkohol und Nikotin
  • Schlafzimmer abdunkeln
  • für ein angenehmes Klima sorgen
  • Bett nicht außerhalb der Schlafenszeit nutzen

 

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Lena Abensberg

MEDMIX-Redaktion, AFCOM Digital Publishing Team

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