122. Internistenkongress tagt ab heute in Mannheim

Digitale Medizin ist einer der Schwerpunkte am Internistenkongress. © Vinne / shutterstock.com

Digitale Medizin ist einer der Schwerpunkte am Internistenkongress. © Vinne / shutterstock.com

Demographischer Wandel fordert Innovation – 122. Internistenkongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM) 9. bis 12.4.2016, Congress Center Rosengaten in Mannheim

Mannheim, 9. April 2016. Heute eröffnet die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM) ihren 122. Jahreskongress. Die Veranstalter erwarten vom 9. bis 12. April rund 8500 Teilnehmer im Congress Center Rosengarten: Ärzte und Wissenschaftler diskutieren hier neueste Erkenntnisse zur Behandlung internistischer Erkrankungen. In mehr als 400 Sitzungen sowie 1400 Vorträgen und Postersitzungen referieren über 1200 Experten. Der Internistenkongress tagt 2016 zum zweiten Mal im Mannheimer Rosengarten. Der DGIM-Vorsitzende Professor Dr. med. Gerd Hasenfuß aus Göttingen stellt der Jahrestagung der Internisten das Leitthema „Demographischer Wandel fordert Innovation“ voran.

 

Demographischer Wandel und technische Revolution

„In der heutigen Zeit treffen demographischer Wandel und die technische Revolution aufeinander. Ältere, multimorbide Patienten haben höhere Risiken bei operativen Eingriffen. Daher sind Innovationen gefordert, die den Anforderungen der Patienten gerecht werden“, erläutert Professor Hasenfuß, der die Klinik für Kardiologie und Pneumologie an der UMG, Universitätsmedizin Göttingen leitet.

Aktuelles Beispiel für eine medizinische Innovation ist die katheterbasierte Implantation von Herzklappen. „Alte Menschen haben häufig eine Verengung an der Aortenklappe. Die konventionelle Operation ist bei diesen Patienten aber mit einer hohen Komplikationsrate und Sterblichkeit verbunden“, so der Kardiologe. Jetzt könnten Mediziner eine effiziente und schonende Behandlung einsetzen, die sehr gute Ergebnisse liefere. Auch in anderen internistischen Schwerpunkten wie der Gastroenterologie, der Angiologie und der Pneumologie stehen minimal-invasive Verfahren zur Verfügung.

 

Initiative „Klug entscheiden“

Es stellt sich zugleich die Frage, ob alle – machbaren – Verfahren auch beim Patienten zum Einsatz kommen sollen. „Im Rahmen unserer Initiative „Klug entscheiden“ befassen wir uns beim Kongress in einer Reihe von Symposien damit, in welchen medizinischen Bereichen eine Über- oder Unterversorgung stattfindet und wie wir dieser begegnen können“, so Professor Hasenfuß. Das Gesundheitssystem könne innovative Verfahren tragen, wenn gleichzeitig unnötige Kosten vermieden werden.

Dem Vorsitzenden der DGIM ist auch besonders wichtig, für Medizin und Patienten digitale Entwicklungen nutzbar zu machen. „Zum Teil kommen digitale Innovationen über Gesundheits-Apps oder Telemedizin bereits beim Patienten an“, so Professor Hasenfuß. Das Potential digitaler Medizin sollte voll etabliert werden – bei kritischer Prüfung der Qualität und Sicherheit – und für eine noch bessere Versorgung der Patienten eingesetzt werden. Professor Hasenfuß hat deswegen die digitale Medizin – unter anderem – als einen der Kongress-Schwerpunkte benannt.

In diesem Jahr tagt der Internistenkongress erneut in Mannheim – wegen des Neubaus der Rhein-Main-Hallen in Wiesbaden von 2015 bis 2017. Firmen wie Arzneimittel-, Medizintechnikhersteller und Fachverlage zeigen auf 3150 Quadratmetern ihre Produkte an 105 Ständen. Weitere Informationen zum Kongress finden Interessierte im Internet unter www.dgim2016.de.

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