Zusammenhang von Salz und Bluthochdruck erneut bestätigt

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Eine japanische Studie unterstreicht die gesundheitlichen Vorteile einer salzarmen Ernährung und bestätigt den Zusammenhang zwischen Salz und Bluthochdruck.

Salz ist lebenswichtig, doch auf die Menge kommt es an. Gerade in den Industrieländern liegt die tägliche Salzaufnahme häufig weit über den Empfehlungen – mit fatalen Folgen: Immer mehr Menschen leiden an Bluthochdruck. Die Assoziation zwischen dem Konsum von Salz und Bluthochdruck ist vielen von uns geläufig. Egal ob wir von Haus aus einem hohen Salzgehalt frönen oder diesen mit der Zeit langsam steigern – das Risiko an Bluthochdruck zu erkranken ist dasselbe, ergab eine aktuelle japanische Studie.

 

Zusammenhang von Salz und Bluthochdruck an mehr als 4000 Personen untersucht

An der japanischen Untersuchung nahmen insgesamt mehr als 4.000 Probanden mit normalem Blutdruck teil. Davon entwickelten 23 Prozent innerhalb von drei Jahren Bluthochdruck, wobei sich ein direkter Zusammenhang zwischen Salzkonsum und Bluthochdruck herauskristallisierte. So war das Bluthochdruck-Risiko nicht nur bei Probanden mit hohem Salzkonsum erhöht, auch Teilnehmer die erst im Laufe der Studie ihren Salzkonsum langsam steigerten, wiesen eine sukzessive Steigerung ihres Blutdruckes auf. Wie viel Salz die Probanden zu sich nahmen, wurde mittels Urinanalysen festgestellt. Die Forscher kontrollierten in regelmäßigen Abständen den Natriumgehalt des Urins.

Gegen Ende der Studie lag der geringste Natriumkonsum bei 2.925 mg pro Tag. Der höchste Konsum betrug 5.644 mg Natrium pro Tag. „Es scheint kaum einen Unterschied zu machen, ob der Natriumgehalt der Nahrung von Studienbeginn an hoch war oder ob sich dieser langsam über den dreijährigen Zeitraum steigerte – in beiden Fällen erhöhte sich das Bluthochdruck-Risiko,“ so Dr. Tomonori Sugiura, Erstautorin der Studie und Professorin am Department of Cardio-Renal Medicine and Hypertension an der Nagoya City University Graduate School of Medical Sciences.

Trotzdem die Teilnehmer der aktuellen Studie japanischer Abstammung waren, gelten die daraus gewonnenen Erkenntnisse auch für die Bevölkerung anderer Industrienationen. „US-Amerikaner konsumieren durchschnittlich 3.500 mg Natrium pro Tag. Die Reduktion des Salzkonsums kann Leben retten, Kosten sparen und die kardiovaskuläre Gesundheit massiv verbessern – unabhängig der Nationalität“, behaupteten die Studienautoren und wiesen auf den gesundheitspolitischen Zusammenhang von Salz und Bluthochdruck hin.

Der American Heart Association zufolge sollte der tägliche Natriumkonsum 1.500 mg nicht überschreiten

Salz bindet überschüssige Flüssigkeit im Körper und erhöht auf diese Weise den Blutdruck. Dies wiederum belastet das Herz. Bluthochdruck gilt als ernstzunehmender Risikofaktor in Bezug auf Herzinfarkte, Schlaganfall und Herzversagen. Mehr als 75 Prozent des konsumierten Natriums in den USA kommt aus industriell verarbeiteten Lebensmitteln – darunter Gebäck, verarbeitetes Fleisch, Pizza, Geflügel und Sandwiches.

Die aktuelle Studie unterstreicht die gesundheitlichen Vorteile einer salzarmen Ernährung und bestätigt Erkenntnisse vorhergehender Studien, die über einen Zusammenhang zwischen Salz und Bluthochdruck berichteten.

Quelle: Hiroyuki Takase, Tomonori Sugiura, Genjiro Kimura, Nobuyuki Ohte, Yasuaki Dohi. Dietary Sodium Consumption Predicts Future Blood Pressure and Incident Hypertension in the Japanese Normotensive General Population. Journal of the American Heart Association, 2015; 4 (8): e001959 DOI: 10.1161/JAHA.115.001959

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About Author

Dipl.-Ing. Alexandra Springler

Seit 2011 ist Dipl.-Ing. Alexandra Springler MEDMIX- und AFCOM-Mitarbeiterin. Nach Abschluss ihres Biotechnoligiestudiums ist sie nun in der Forschung tätig und absolviert zur Zeit ihr Doktorat.

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