Günstige Wirkungen von Vitamin K

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Vitamin K kontrolliert die Blutgerinnung, aktiviert die Knochenbildung und soll sogar vor Krebs schützen können. Wann ist eine Vitamin-K-Substitution sinnvoll?

Vitamin K gehört zu den fettlöslichen Vitaminen und entfaltet im Körper mehrere lebenswichtige Funktionen, die teilweise erst in den letzten Jahren erkannt wurden. Am längsten bekannt ist der bedeutende Stellenwert in der
Blutgerinnung. Jüngere Erkenntnisse betreffen v.a. positive Effekte im Knochenstoffwechsel, die Prävention und Rückbildung von Arterienverkalkung, sowie günstige Wirkungen auf die männliche Fruchtbarkeit.

 

Vitamin K kontrolliert die Blutgerinnung

Vitamin K besitzt eine wichtige Rolle in der Blutgerinnung. Es ist daran beteiligt, verschiedene
Gerinnungsfaktoren (II, VII, IX und X) in ihre aktiven Formen umzuwandeln.

 

Vitamin K aktiviert auch die Knochenbildung

Eine zentrale Rolle spielt Vitamin K für die Knochengesundheit. Es verbessert im Zusammenspiel mit Kalzium
und Vitamin D die Knochendichte, den Knochenmineralsalzgehalt und die Knochengeometrie. Dadurch kann
das Risiko für osteoporotische Knochenbrüche deutlich verringert werden.

 

Gegen Arterienverkalkung

Vitamin K verhindert in synergistischer Wirkung mit Vitamin D die Ablagerung von Kalzium in Weichteilen wie
Blutgefäßen und Knorpeln. Es bewirkt – in ähnlicher Weise wie Östrogen –, dass Kalzium wieder in die Knochen
zurücktransportiert wird und stellt damit einen Schutz vor Arterienverkalkung dar. Damit werden in weiterer
Folge die Bildung von Plaques und das Risiko für die Entstehung von Herzinfarkten und Schlaganfällen
verringert.

Positive Wirkung auf die Fruchtbarkeit von Männern und Gynäkologische Aspekte

Das von Vitamin K angeregte Osteocalcin stellt ein wichtiges Hormon für die Reproduktion dar. Dadurch wird
bewirkt, dass beispielsweise die Hoden mehr Testosteron bilden. Dies wiederum hat zur Folge, dass die
Fruchtbarkeit von Männern gestärkt wird.
& Co.
Gegenstand aktueller Forschungen im Zusammenhang mit Vitamin K sind u.a. seine Effekte beim Abtransport
von Kalkeinlagerungen in der weiblichen Brust. Wenn beispielsweise im Rahmen von Mammographie Untersuchungen verdächtige Areale gefunden werden, handelt es sich häufig um „Kalkspritzer“. Diese
Kalziumeinlagerungen dienen quasi als Stammzellinduktor, könnten somit die Tumorgenese anregen und
letztendlich zu Brustkrebs führen. Weiters deuten kleine Studien darauf hin, dass Vitamin K eine präventive
Wirkung auch bei anderen Tumorformen wie z.B. Leberkrebs haben könnte.

Wann kann eine Vitamin-K-Substitution sinnvoll sein?

Vitamin K2 kommt in fermentiertem Soja und grünen Gemüsesorten vor und kann auch von Darmbakterien
hergestellt werden. In manchen Fällen kann jedoch eine Vitamin-K-Substitution sinnvoll sein, wenn
beispielsweise zu wenig funktionsfähiges Vitamin K im Körper vorhanden ist. Dies lässt sich
mit gewissen Untersuchungen feststellen, beispielsweise durch die Messung von nichtcarboxyliertem
Osteocalcin.

Substitution von Vitamin-K2. Indikationen für eine Vitamin-K2-Substitution sind insbesondere das Vorliegen von Osteoporose bzw. von osteoporotischen Frakturen sowie arteriosklerotischer Veränderungen an den Blutgefäßen. Weiters kann der Einsatz von Vitamin K hilfreich sein, wenn Männer keine ausreichende Spermienbildung und somit Probleme bei der Fortpflanzung haben.

Quelle:

Statement » Die vielfältigen Wirkweisen von Vitamin K « von Univ.-Prof. DDr. Johannes Huber
Gynäkologe, Endokrinologe, Wissenschaftler und Autor; Österreichische Menopause Gesellschaft

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MEDMIX Online-Redaktion

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