Warzen behandeln – Warzen entfernen

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Trotz verschiedener effektiver Behandlungsoptionen, Warzen behandeln beziehungsweise Warzen entfernen zu können, gelingt das nicht in allen Fällen.

Meistens sind Warzen harmlos und verschwinden nach einem relativ kurzen Zeitraum von selbst. Sehr häufig sind Kinder und Jugendliche davon betroffen. Sie treten normalerweise vereinzelt auf und verschwinden eben innerhalb von Wochen oder Monaten von selbst, weshalb viele Patienten beziehungsweise deren Eltern sich dagegen entscheiden, ihre Warzen behandeln zu lassen. Es wird einfach abgewartet, bis sie wieder abheilen.

Warzen werden durch Humane Papillomviren verursacht und treten vor allem im Gesicht, an Füßen und Händen auf. Bei Auftreten im Intim- und Analbereich spricht man von Genitalwarzen

 

Störende und schmerzende Warzen behandeln

Warzen können für einzelne Betroffene sehr störend sein. Sie leiden an der unschönen Optik, vor allem dann, wenn ihre Warzen an auffälligen Körperstellen wie im Gesicht zu finden sind. Es gibt auch Fälle, dass Warzen sehr lange Zeit nicht weggehen und immer mehr zur Belastung werden. Allgemein können sie vor allem an den Füßen Schmerzen verursachen. Manche schlecht informierte Menschen glauben irrtümlich, dass Warzen aufgrund schlechter Hygiene entstehen. Auch solch falsche Mythen können die Betroffenen belasten.

Man kann mit verschiedenen Behandlungsoptionen Warzen behandeln. Doch es gelingt dennoch nicht immer, sie schneller los zu werden. Weiters kann auch eine scheinbar effektive Therapie nicht garantieren, dass nicht weitere Viren in den infizierte Hautzellen sind. Übrigens sind besonders Warzen unter der Fußsohle, die nach innen drücken können, schwer zu behandeln.

Sehr selten werden übrigens heute Warzen noch operiert, was früher sehr oft der Fall war. Denn das Risiko für Infektionen und Narben ist dadurch sehr groß, außerdem treten nach der OP häufig neue Warzen auf.

 

Mit Kryotherapie – Vereisung – Warzen behandeln

Bei der Kryotherapie vereist der Dermatologe die Warzen mittels Anwendung von flüssigem Stickstoff. Dabei werden durch die enorme Kälte die Zellen in der Epidermis zerstört.

Es gibt verschiedene Kryotherapie-Techniken. Meisten wird ein Wattestäbchen mit flüssigem Stickstoff mehrere Sekunden lang auf die Warze gedrückt. So wollte man mit mindestens einer Woche Abstand mehrmals die betroffenen Warzen behandeln. Stickstoff kann auch auf die Warze gesprüht werden.

In Studien konnte gezeigt werden, dass man mittels Vereisung etwa bei jedem zweiten Patienten die Warzen erfolgreich behandeln konnte. An der Problemzone Fußsohle war aber kein Unterschied zwischen Kryotherapie und Abwarten gegeben.

Problem an der Kryotherapie ist, dass die Vereisung leichte Schmerzen verursacht, und in Folge oft eine Blasen-, manchmal auch Narbenbildung zu beobachten ist. , häufig bildet sich danach eine Blase auf der Haut. Manchmal entsteht eine kleine Narbe, die aber oft nach einiger Zeit kaum noch sichtbar ist. Gelegentlich kommt es zu einer leichten Hautreizung und -verfärbungen.

Bei Diabetikern mit diabetischem Fuß, Raynaud-Syndrom oder PAVK (periphere arterielle Verschlusskrankheit) sollten man nicht mit Kryotherapie deren Warzen behandeln. Hier ist das Risiko für Nervenschäden oder schlecht heilenden Wunden durch die Vereisung zu hoch.

Alternativ zur Vereisung beim Arzt kann man in Apotheken rezeptfrei sogenannte Vereisungs-Stifte erhalten. Diese Stifte, die so kalt wie der flüssige Stickstoff in der dermatologischen Praxis sind, können allerdings in selten Fällen sogar Verbrennungen verursachen.

 

Mit Salicylsäure Warzen behandeln

Man kann beispielsweise in vielen Fällen wirksam Warzen behandeln, indem man mehrmals täglich mehrere Wochen lang eine Salicylsäure-Lösung, die normalerweise rezeptfrei in Apotheken erhältlich sind, auf die infizierten Hautstellen aufträgt und dort einen dünner Film bildet, der vor der nächsten Behandlung wieder entfernt wird. Wie wirksam man mit Salicylsäure-Lösungen Warzen behandeln kann, zeigten verschiedene Untersuchungsergebnisse. Nach drei bis sechs Monaten zeigte sich bei etwa 4 von 10 Patienten ein vollkommener Rückgang, im Vergleich zu einem Viertel bei Nichtbehandlung. Die Salicylsäure-Anwendung ist grundsätzlich gut verträglich, wenngleich es recht oft zu einer leichten Reizung der Haut kommt. Nur in sehr seltenen Fällen kommt es durch die Behandlung zu Schmerzen und Verfärbungen. Bei Entfernung der oberen Warzen-Schicht kann es dort auch bluten und leicht schmerzen.

 

Mit weiteren Salben und Lösungen Warzen behandeln

Man kann mit verschiedenen anderen Wirkstoffen Warzen behandeln. Hier wurden schon Salben und Lösungen mit den gegen Viren gerichtete Wirkstoffen 5-Fluoruracil, Imiquimod und Aciclovir topisch eingesetzt. Auch die äußerliche Anwendung von Zink ist eine Behandlungsoption.

Die Wirkstoffe Bleomycin und 5-Fluoruracil können auch in die Warze gespritzt werden, mit der Idee, das Zellwachstum zu hemmen.Weiters werden Interferone angewandt, um die körpereigenen Abwehrkräft zu stärken.

 

Warzen entfernen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit denen man Warzen entfernen kann. Dazu gehört Kürettage, bei der die Warze mit speziellen Instrumenten abgeschabt wird, wobei häufig vorbereitend eine Salicylsäure-Behandlung durchgeführt wird.

Man kann auch mittels Laser Warzen entfernen. Beispielsweise werden bei der sogenannten Farbstofflaser-Therapie die kleinen Blutgefäße im Warzengewebe durch Hitze zerstört, um die Vermehrung der infizierten Hautzellen zu verhindern.

Bei der sogenannten Laserablation wird die Warze durch den Laser erhitzt und vernichte, wobei es allerdings oft zu Narbenbildung kommt. 

Beim Einsatz des Erbium YAG-Laser wird die Flüssigkeit in den betroffenen Hautzellen stark erhitzt und so zerstört.

Bei der photodynamischen Therapie wird ein Gel auf die Warze aufgetragen, die eine spezielle chemische Substanz beinhaltet. Nach einigen Stunden wird mittels Licht-Bestrahlung die toxische Substanz aktiviert und so das Warzengewebe zerstört.

 

 

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Dr. Reinhold Lautner

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