Vitamin-D-Mangel und erhöhte Sterblichkeitsrate

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Forscher konnten in verschiedenen klinischen Studien der letzten Jahre den Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Mangel und einer höheren Sterblichkeitsrate zeigen.

In zahlreichen Studien der letzten Jahre wurde gezeigt, dass Studienteilnehmer mit Vitamin-D-Mangel – mit niedrigem Vitamin-D-Spiegel – häufiger an Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und an Krebs starben und die Sterblichkeitsrate allgemein erhöht war – die letzte dahingehende Untersuchung wurde unlängst in Dänemark durchgeführt (2015). Die verschiedenen Ergebnisse unterstreichen, dass die Wirksamkeit einer vorbeugenden Einnahme von Vitamin-D-Präparaten zur Vermeidung von Vitamin-D-Mangel sorgfältig geprüft werden sollte.

 

Risikofaktor Vitamin-D-Mangel vor allem im Winter

Vitamin-D-Mangel ist seit Jahrzehnten als Risikofaktor für Osteoporose bekannt. Neuere Studien zeigten nun, dass Vitamin D aufgrund seiner Hormonwirkung auch andere chronische Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Krebs und Infektionen beeinflussen können. Somit geht Vitamin-D-Mangel und eine unzureichende Vitamin-D-Versorgung mit erhöhter Sterblichkeit der Bevölkerung einher.

Vitamin-D-Mangel vermeiden und so Risiko für Osteoporose geringer halten. © videodoctor / shutterstock.com

Vitamin-D-Mangel vermeiden und so Risiko für Osteoporose geringer halten. © videodoctor / shutterstock.com

Vor allem im Winter ist die Konzentration von Vitamin-D im Blut vieler Menschen besonders niedrig. Der Vitamin-D-Mangel entsteht vor allem, da der Körper den größten Teil seines Vitamin-D-Bedarfs unter Einfluss der UV-B-Strahlung des Sonnenlichts selbst produziert und die geringe Menge an UV-B-Licht in der dunklen Jahreszeit eben häufig nicht ausreicht, um die Vitamin-D-Produktion ausreichend anzukurbeln und Vitamin-D-Mangel zu vermeiden.

 

Vitamin-D-Mangel ist nicht gleich Vitamin-D-Mangel

Die Sterblichkeit war bei Teilnehmern zahlreicher Untersuchungen mit sehr niedrigen und niedrigen Vitamin-D-Spiegeln statistisch signifikant höher als bei Personen, die höhere Vitamin-D-Konzentrationen im Blut aufwiesen. Nach Berücksichtigung aller Störfaktoren war die Sterblichkeitsrate bei Personen mit sehr ausgeprägtem Vitamin-D-Mangel 1,7-fach, bei menschen mit niedrigen Vitamin-D-Werten 1,2-fach erhöht.

Personen mit sehr ausgeprägtem Vitamin-D-Mangel hatten insbesondere ein erhöhtes Risiko, an einer Erkrankung der Atemwege zu versterben (2,5-faches Sterberisiko). Auch erlagen sie häufiger Herz-Kreislauferkrankungen (1,4-fach) oder Krebs (1,4-fach).

 

Vorbeugend Supplementation gegen Vitamin-D-Mangel

Wenngleich derartige Ergebnisse nach wie vor kontrovers diskutiert werden, empfehlen viele Experten eine Supplementation von Vitamin-D, um Vitamin-D-Mangel zu vermeiden. Grundsätzlich sollte aber auch in der warmen Jahreszeit wohldosiert aber reichlich Sonne getankt werden, um eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung sicherzustellen und ein Vitamin-D-Depot für dunklere Zeiten anzulegen. Wobei die Dauer der Sonnenexposition – in Abhängigkeit vom Hauttyp – so begrenzt werden sollte, dass sich das Hautkrebsrisiko nicht erhöht.

Literatur

Clin Endocrinol (Oxf). 2009 Nov;71(5):666-72. doi: 10.1111/j.1365-2265.2009.03548.x. Epub 2009 Feb 18. Vitamin D and mortality in older men and women. Pilz S1, Dobnig H, Nijpels G, Heine RJ, Stehouwer CD, Snijder MB, van Dam RM, Dekker JM.
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Axel Rhindt

MEDMIX-Redaktion, AFCOM Digital Publishing Team

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